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Angebote, Aktionen und SäubernInitiativkreis möchte Potenzial des Wiener Platzes entfalten

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01.09.2025, Köln: Übersichtsaufnahme des Wiener Platz in Mülheim. Vieles, was Ende der 1980er-Jahre bei der Umgestaltung des Platzes geplant war, ist nicht realisiert worden. Foto: Arton Krasniqi

Der Wiener Platz in Mülheim

Aus der Stadtteilkonferenz Mülheim-Nord ist der Initiativkreis Wiener Platz entstanden. Aktive möchten den Platz bespielen und verschönern.

Immer wieder ist der Wiener Platz Thema in der Politik und Gesellschaft. Während häufig die Rede von Problemen wie Gefahren, Schmutz und Drogen ist, wollen die aktiven Bürgerinnen und Bürger im Initiativkreis Wiener Platz vor allem die positiven Seiten des Platzes herausstellen und sein Potenzial als Lebensmittelpunkt im Veedel entfalten. 

Entstanden ist die Idee für den Initiativkreis aus der Stadtteilkonferenz Mülheim-Nord heraus, erzählt Julia Wellmann, Sozialraumkoordinatorin Mülheim-Nord. „Der Wiener Platz ist in der Konferenz immer wieder als Thema und Schwerpunkt aufgekommen“, sagt sie. „Der Platz ist für die Menschen im Stadtteil einfach super wichtig, er ist ein Knotenpunkt, es kommt die gesamte Gesellschaft zusammen. Deshalb geht es immer wieder darum, wie sein Potenzial herausgearbeitet werden kann.“

Aus der Stadtteilkonferenz Mülheim-Nord ist der Initiativkreis Wiener Platz entstanden, der den Platz bespielen und verschönern möchte.

Aus der Stadtteilkonferenz Mülheim-Nord ist der Initiativkreis Wiener Platz entstanden, der den Platz bespielen und verschönern möchte.

Initiativkreis Wiener Platz will die schönen Punkte herausstellen

Um dieses Anliegen näher zu besprechen, wurde eine spezifische Stadtteilkonferenz zum Thema Wiener Platz angeboten, aus der sich dann der Initiativkreis entwickelt hat. Wellmann koordiniert diesen gemeinsam mit Sandra Jasper, Sozialraumkoordinatorin Keupstraße. Sie geben den Raum und organisieren die Treffen, aber die daraus entstehenden Ideen werden von den Aktiven des Veedels umgesetzt. Diverse unterschiedliche Initiativen, Vereine und Privatpersonen arbeiten mit, kommen zusammen und setzen sich unterschiedlich für den Platz ein. 

„Der Initiativkreis soll selbstwirksam sein und Unterstützungsnetzwerke sollen geschaffen werden“, erklärt Wellmann. Im Fokus liege vorrangig, den Wiener Platz zu bespielen und ihn wieder als eigenen für das gesamte Veedel zu begreifen. „Im Endeffekt hat er das Potenzial, das Wohnzimmer von Mülheim zu sein“, sagt Sandra Jaspers. Und um dieses Wohnzimmer sauberer zu gestalten, hat sich bereits die Aktion „Ach wie schön – der Wiener Platz macht sich schön“ aus dem Initiativkreis entwickelt.

Köln-Mülheim: Wiener Platz soll mehr bespielt werden

Jeden letzten Mittwoch im Monat wird der Platz gemeinsam von Zigarettenkippen, losem Müll und Taubenkot befreit. „Wir müssen zeigen, dass es auch Schönes auf der rechten Rheinseite gibt“, sagt Christiane Klingenburg-Steinhausen, die die Aktion mit ins Leben gerufen hat. „Mit dem Initiativkreis im Rücken werden die Möglichkeiten verstärkt.“ Sie hoffe nun auch auf mehr Durchsetzungskraft für Wasserschläuche zur Abkühlung in der Hitze.

„Wir wollen den Wiener Platz einfach in ein neues Licht rücken“, sagt Georg Brandt von der Bürgervereinigung Köln-Mülheim. „Es geht immer so viel um die Brennpunkte, aber der Wiener Platz hat eben auch schöne Punkte, auf die wollen wir uns konzentrieren.“

Wichtig sei vor allem, den Platz stärker zu bespielen. Ende August soll dort etwa mit „faci paci baci“ des Kollektivs Mythen der Moderne ein partizipatives Friedens-Kunst-Camp entstehen. „Das ist ein Beispiel, wie der Platz genutzt werden kann“, sagt Julia Wellmann. „Die Möglichkeiten sind unendlich und wir sind offen für alle.“