Dank einer Schenkung der Kölner Grün-Stiftung in Höhe von 250.000 Euro können die Wege am Aachener Weiher saniert werden.
Kölner Grün-StiftungGrünanlage am Aachener Weiher wird für 250.000 Euro aufgewertet

Das Grünflächenamt hat begonnen, die Wege am Aachener Weiher zu sanieren. Die Kölner Grün-Stiftung finanziert das 250.000 Euro teure Projekt.
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„Der Aachener Weiher ist das Herzstück des Inneren Grüngürtels“, betonte Beatrice Bülter, Vorstand der Kölner Grün-Stiftung, am Mittwoch bei der Vorstellung der Pläne für die Aufwertung der Grünfläche. Dass dieses Projekt jetzt anlaufe, sei ihr „auch persönlich eine Herzensangelegenheit“.
250.000 Euro aus Spenden Kölner Bürger hat die Kölner Grün-Stiftung der Stadt als Schenkung bereitgestellt, um die Wege und das Umfeld des Aachener Weihers zu sanieren und die Aufenthaltsqualität in der hochfrequentierten Grünanlage zu steigern. Ausgeführt werden die Arbeiten von Auszubildenden und Mitarbeitern des städtischen Amts für Landschaftspflege und Grünflächen. „Wir haben daraus ein Azubi-Projekt gemacht“, erläutert Bauleiter Ludwig Louven.
Drei bis fünf Auszubildende im Garten- und Landschaftsbau werden in den nächsten Monaten vor allem damit beschäftigt sein, Wege zu erneuern und zu verbreitern und Zugänge neu zu gestalten. Mit dem Beginn der Arbeiten habe man bis zum Herbst gewartet, sagt Louven, weil die Grünfläche in der kühleren Jahreszeit weniger stark genutzt wird als in der Hochsaison der Sommermonate. „Bis zum Sommer 2027 soll alles fertig sein“, so der Bauleiter.
Stolperfallen am Aachener Weiher werden beseitigt
Und so sehen die Maßnahmen konkret aus: An allen vier Seiten des Aachener Weihers werden die Wege erneuert. An der Westseite, parallel zum Ostasiatischen Museum, sind zurzeit noch Gehwegplatten aus Beton verlegt. „Dort werden 630 Quadratmeter Fläche entsiegelt und durch eine wassergebundene Decke ersetzt“, erklärt Louven. Darunter versteht man einen unversiegelten, wasserdurchlässigen Belag für Wege und Plätze, der aus Steingranulat hergestellt wird. In Grünflächen wird er bevorzugt eingesetzt, weil er im Gegensatz zu Asphalt das Regenwasser an Ort und Stelle versickern lässt. Außerdem kann durch einen solchen Belag Luft in den Boden gelangen.
Der Sanierungsbedarf der Wege ist vor allem an der Westseite des Aachener Weihers unübersehbar. Die Wurzeln der Bäume haben viele Gehwegplatten schräg angehoben, dadurch haben sich zahlreiche Stolperfallen gebildet. „Unter den Platten haben wir noch eine Fundamentierung aus Beton entdeckt. Die muss auch entfernt werden, ohne dass wir die Wurzeln beschädigen“, so Louven. Das bedeute viel Handarbeit.

Über den Beginn der Arbeiten am Aachener Weiher freuen sich Beatrice Bülter von der Kölner Grün-Stiftung sowie (von links): Gerhard Stricker, Kai Höbing und Ludwig Louven vom Grünflächenamt.
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An der Nord-, Ost- und Südseite des Weihers sei die wassergebundene Decke durch die starke Nutzung abgelaufen. „Über die Jahre ist es zu erheblichen Materialverlagerungen gekommen. Es haben sich Wellen im Boden gebildet“, erklärt der Bauleiter. Um die rund 2500 Quadratmeter Fläche zu erneuern, müsse man zunächst den alten Belag rund zwölf Zentimeter tief ausschachten. „Anschließend wird die neue Decke in drei Schichten aufgebaut.“ Auf die grobe Tragschicht aus Schotter wird eine Ausgleichsschicht aus Splitt aufgebracht. Als Letztes folgt eine Deckschicht aus feinem Mineralgemisch. Dank der Schenkung der Kölner Grün-Stiftung könne man ein hochwertiges Material verbauen, von dem man sich erhoffe, dass es lange hält.
Weil die Wege rings um den Aachener Weiher von zahlreichen Spaziergängern, Joggern, Radfahrern und Rollerfahrern genutzt werden, gibt es Engstellen, die entschärft werden müssen. Der Hauptweg an der Südwestecke des Weihers in Richtung Hiroshima-Nagasaki-Park wird von zwei auf drei Meter Breite vergrößert. Gestern brachten Mitarbeiter des Grünflächenamts dort Schotter aus, die Verbindung ist vorerst gesperrt. Der Kreuzungsbereich wird auf einer Fläche von 50 Quadratmetern gepflastert.
Eingangsbereich an der Aachener Straße wird neu geordnet
Auch der momentan wenig attraktive Eingangsbereich an der Nordostecke des Weihers, direkt am Fußgängerüberweg an der Aachener Straße, wird überarbeitet. Hier sind durch die starke Nutzung mehrere Trampelpfade entstanden. Dieser Eingang soll mit einer Einfassung aus Steinen neu geordnet werden. Auch die vorhandene Hecke soll ergänzt werden. Eine weitere Hecke wird in der Grünfläche an der Nordwestecke des Weihers erweitert, durch die ein Abbiegekreisel der Aachener Straße verläuft. Dadurch soll künftig das Befahren der Grünflächen mit Kraftfahrzeugen unterbunden werden.
Für das notwendige Material stellt die Kölner Grün-Stiftung 238.000 Euro bereit. Mit den restlichen 12.000 Euro werden zusätzliche Bänke aufgestellt und Bänke unterpflastert, damit sich bei Regen dort keine Schlammpfützen bilden. Da die Arbeiten mit städtischem Personal ausgeführt werden, trägt die Stadt die Lohnkosten. „Das Projekt ist bei den Azubis in guten Händen“, betont Bülter. Die Aufwertung der Grünanlagen am Aachener Weiher sei eine der größten von der Stiftung geförderten Projekte der vergangenen Jahre.
Das 200 mal 200 Meter messende Wasserbecken des Aachener Weihers wurde zwischen 1921 und 1923 errichtet. Südlich davon wurde 1938 unter den Nationalsozialisten ein Aufmarschplatz angelegt. Nach 1945 wurden dort Trümmermassen aufgeschüttet. Heute gehört das Gebiet um den Aachener Weiher zu den beliebtesten Grünanlagen Kölns.