Abo

„Fest in Gold“Kölnerin gewinnt Nachwuchswettbewerb der Goldschmiede

2 min
14.01.2026, Köln:v.l.n.r.: Jury-Mitglied Ingo Telkmann( Präsident "Fest in Gold e.V.)  Hannah Homberg), ( 2.Platz) , Ellen Reinarz ( 1.Platz), Maria Etzbach ( 2.Platz) und Thomas Radermacher (Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Köln).Preisverleihung "Fest in Gold" in der Kreissparkasse am Neumarkt. Foto:Dirk Borm

Die drei Preisträgerinnen Hannah Homberg, Ellen Reinarz und Maria Etzbach mit Jury-Mitglied Ingo Telkmann („Fest in Gold“) und Thomas Radermacher (Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Köln).

Die Orden der jungen Gold- und Silberschmiede orientieren sich an gesellschaftlichen und politischen Ereignissen in Köln.

Mit einem stilisierten Pfau, der ein Rad schlägt, hat Ellen Reinarz den ersten Platz im diesjährigen Ordenswettbewerb „Fest in Gold“ des gleichnamigen Vereins zur Nachwuchsförderung der Junggoldschmiede belegt. Am Mittwoch wurde sie zusammen mit weiteren Preisträgern in der Hauptgeschäftsstelle der Kreissparkasse Köln geehrt. 16 individuell gefertigte Karnevalsorden waren eingereicht worden.

An dem Wettbewerb können alle Auszubildenden und Gesellen im Gold- und Silberschmiedehandwerk, Edelsteinfasser und Praktikanten teilnehmen, die aus dem Bezirk der Handwerkskammer zu Köln kommen, und solche Auszubildenden, die seit diesem Jahr in Essen (früher Köln) zur Berufsschule gehen. Ein Thema wird nicht vorgegeben, jedoch orientiert sich ein Großteil der Teilnehmer entweder an gesellschaftlichen und politischen Ereignissen oder am aktuellen Karnevalsmotto. In diesem Jahr laute es mit Bezug aufs Ehrenamt „Alaaf – Mer dun et för Kölle“.

Goldener Pfau symbolisiert Widerstandsfähigkeit

Ellen Reinarz, die ein Preisgeld von 800 Euro bekommt, absolviert im Kölner Betrieb „Die Schmuckschneiderin Verena Metzen“ ihr erstes Ausbildungsjahr. Der Pfau, dessen Federn der Bauer des Dreigestirns als Krone trägt, symbolisiert für sie Widerstandsfähigkeit. Zum anderen sei das Motiv des Ordens, den sie „Elf Federn für Köln“ genannt hat, eine Aufforderung, sich nicht mit fremden Federn zu schmücken. Den zweiten Preis für „Exzellentes Handwerk“ hat Maria Etzbach gewonnen, die im zweiten Ausbildungsjahr in der Goldschmiede Ulrike Ullmann in Brühl beschäftigt ist.

Inspiriert von den „Kölner Lichtern“ hat sie den Orden „Arche Kölle“ geschaffen. Er zeigt ein Boot, das sich durch den Rhein ziehen lässt und an verschiedenen Stationen Männchen aufnehmen kann. Den dritten Platz belegt Hannah Homberg (Goldschmiede Palm, Bad Münstereifel) mit einem aus metallenen Puzzleteilen zusammengefügten Altstadtpanorama. „Vielfalt und buntes Treiben bestimmen das Bild Kölns“, sagte sie, „aber nur gemeinsam stünden alle Teile für die Stadt, für „Zusammenhalt und Stärke.“

Orden werden am Neumarkt ausgestellt

Ingo Telkmann, der als Präsident des Vereins „Fest in Gold“ die Preisverleihung moderierte, sagte, durch die seit mehr als 70 Jahren ausgeschriebenen Ordenswettbewerbe sei ein „wunderbares Kultur- und Zeitdokument“ entstanden. Zahlreiche weitere Preise wurden vergeben, darunter per Losentscheid der „Community Preis“ für Greta von Gersum. Den Sonderpreis des Festkomitees Kölner Karneval hat ebenfalls Maria Etzbach bekommen.

Präsident Christoph Kuckelkorn, der das handwerkliche Können und die Kreativität des Nachwuchses lobte, überreichte ihr einen Orden des Festkomitees. Außerdem darf sie im Rosenmontagszug mitfahren. Alle zum Wettbewerb eingereichten Orden sind bis zum 4. Februar während der Öffnungszeiten in der Kassenhalle der Kreissparkasse am Neumarkt zu sehen.