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Kölner HahnentorburgEhrengarde fehlt vorgesehenes Fördergeld – Umbau-Pläne laufen weiter

6,6 Millionen Euro plant die Ehrengarde für Sanierung und Erweiterung der städtischen Hahnentorburg ein. Doch jetzt gibt es Probleme.

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Die Visualisierung zeigt die geplanten Anbauten.

Die Visualisierung zeigt die geplanten Anbauten.

Die Kölner Ehrengarde erhält für die zwei Anbauten und die Sanierung der denkmalgeschützten Hahnentorburg nicht wie geplant rund vier Millionen Euro aus den vorgesehenen Fördertöpfen von Bund und Land. Das bestätigte ihr Sprecher Benedikt Conin.

Insgesamt plant das Traditionskorps des Kölner Karnevals mit Gesamtkosten von 6,6 Millionen Euro für das Bauwerk am Rudolfplatz. 2,6 Millionen Euro sollten vom Bund kommen, 1,4 Millionen Euro vom Land. Vier Millionen Euro entsprechen rund 61 Prozent der vorgesehenen Ausgaben von 6,6 Millionen Euro.

Projekt läuft trotzdem weiter

Conin versicherte aber: „Die Planungen für die Sanierung und den Ausbau der Hahnentorburg laufen weiter, und das Gesamtprojekt kann nach heutigem Stand so umgesetzt werden, wie wir es vorgesehen haben.“ Laut Conin ist es bei einem solchen Bauprojekt „vollkommen normal“, dass sich die Finanzierung und Förderung verändere.

Im vergangenen November hatte Curt Rehfus, Kommandant der Kölner Ehrengarde, mitgeteilt, dass ohne das Geld der Anbau „wahrscheinlich nicht funktionieren“ werde.

Bauwerk gehört der Stadt Köln

Jeweils auf der Nord- und der Südseite soll ein neuer Anbau entstehen, vor allem, um einen Versammlungssaal für gut 100 Menschen zu schaffen. Die Torburg gehört der Stadt, sie verpachtet das Bauwerk an die Karnevalisten.

Vor knapp einem Jahr hatte Rehfus gesagt, ohne das Fördergeld aus dem Topf müsse die Ehrengarde „über ganz andere Szenarien nachdenken“.

In diesem Verbinungsgang feierte die Ehrengarde früher.

In diesem Verbinungsgang feierte die Ehrengarde früher.

Trotz der fehlenden vier Millionen Euro aus den geplanten Fördertöpfen sagt Sprecher Conin nun: „Auf die Umsetzung unseres Vorhabens hat dies jedoch keine grundlegenden Auswirkungen.“

Laut seiner Aussage hat die Ehrengarde sich frühzeitig um andere Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten bemüht. Die Gespräche seien auf einem guten Weg. Um welche Alternativen es sich handelt und ob nun der Eigenanteil der Ehrengarde steigt, wollte Conin nicht sagen.

Gönner sollen sich beteiligen

Die verbliebenen 2,6 Millionen Euro der geplanten Gesamtkosten von 6,6 Millionen Euro wollte die Ehrengarde über Gönner (eine Million Euro) und eigene Mittel (1,6) bezahlen. So hatte es Rehfus vor einem Jahr mitgeteilt und auch gesagt, dass die 1,6 Millionen Euro schon vorliegen. Die Gönner sollen je nach Spendenhöhe Plaketten erhalten, die später in der Torburg zu sehen sein sollen.

Die Hahnentorburg.

Die Hahnentorburg.

Seit 1988 nutzt die Ehrengarde per Erbbaurecht die Torburg, die zwischen 1235 und 1240 erbaut worden ist und Teil der mittelalterlichen Stadtmauer war. Lange Jahre feierte die Ehrengarde ihre Versammlungen in einer Brücke von der Hahnentorburg über die Hahnenstraße zu einem Gebäude auf der anderen Straßenseite.

Doch im Zuge des Neubaus der sogenannten Wallarkaden wurde die Brücke abgebrochen, die Ehrengarde brauchte und braucht immer noch eine neue Heimat. Ein zunächst erdachter unterirdischer Raum scheiterte an den geplanten Kosten von rund 13 Millionen Euro.

Also plante die Ehrengarde um und setzt auf zwei Anbauten an die Hahnentorburg. Im südlichen Teil und dem Bestandsgebäude sollen unter anderem die Geschäftsstelle unterkommen, ebenso ein kleinerer Raum für Versammlungen und das Standesamt. Im nördlichen Teil sind der Versammlungsraum, die Küche, die Garderobe und die Toiletten vorgesehen. Beide Gebäude erhalten einen Aufzug.