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Volksbühne am RudolfplatzKölner Kumede-Theater will sich mit neuem Stück „an den Großen messen lassen“

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Das Bild zeigt das kostümierte Ensemble des Kumede-Theaters.

Das Ensemble des Kumede-Theaters hat bereits mit den Proben begonnen.

Der Vorverkauf für „Zoff em Grandhotel – Ein Diva kütt selden allein“ hat begonnen. Theater-Chef Uwe Baltrusch gewährt einen Blick hinter die Kulissen.

Die neue Komödie „Zoff em Grandhotel – Ein Diva kütt selden allein“ des Kölner Kumede-Theaters wird ein rasantes und hitziges Stück. Im Mittelpunkt stehen zwei verfeindete Diven, zwischen denen sich ein Treffen anbahnt. Das bedeutet: jede Menge Chaos. Vorlage ist Michael McKeevers international erfolgreiches Stück „Suite Surrender“. Doch Kumede-Chef Uwe Baltrusch sagt: „Unsere Autorin Susanne Kamp hat jede Zeile eingekölscht. Das ist nicht nur eine Übersetzung, das ist ein vollumfänglicher Transfer in die Kölsche Lebenswelt.“ Zum Start des Vorverkaufs gewährt er einen ersten Einblick in die neue Produktion.

Darum geht es in der Komödie

Köln im Jahr 2026: Im prachtvollen Grandhotel Excelsior ist eine glanzvolle Benefizgala geplant. Erwartet werden die international gefeierte Sängerin Rose Mayfield, geboren als Rosi „Röschen“ Merten aus Weidenpesch, sowie die Schauspiellegende Bernadette Davis, bürgerlich Billa Dahmen, aus Merkenich. Früher verband die beiden eine enge Freundschaft, doch daraus wurde eine erbitterte Feindschaft. Ihre berüchtigten Wortgefechte sind ein Dauerbrenner der Boulevardpresse. Ein Zusammentreffen der beiden wäre eine Katastrophe.

Hoteldirektor Wupperfeld zeigt sich zuversichtlich: In einem Haus wie dem Excelsior lasse sich jede Begegnung elegant verhindern. Tatsächlich ist der Galaabend minutiös durchorganisiert – bis ein verhängnisvolles Missverständnis den Plan zum Einsturz bringt. Plötzlich schlagen Türen, verletzte Eitelkeiten prallen aufeinander und ein komödiantisches Chaos nimmt unaufhaltsam seinen Lauf. „Das fantastische Bühnenbild mit den vielen Türen und der sich immer stärker zuspitzende Spannungsbogen machen das Stück aus. Kann die Katastrophe am Ende abgewendet werden?“, so Baltrusch.

Neue Stücke zeigen, alte Kultur wahren

Das Prinzip, ein weltweit bekanntes Stück in die Kölsche Mundart zu übertragen und die Kölner Gegenwart als Handlungsrahmen zu nutzen, setzt die Kumede das vierte Jahr in Folge um. „Mit den Adaptionen wollen wir uns an den großen Theatern orientieren und an ihnen messen lassen“, sagt Baltrusch ambitioniert. „Wir schmoren nicht immer im eigenen Saft der Kölner Produktionen, sondern zeigen etwas Frisches, das von anderen Dramaturgen stammt.“ Daher, so Baltrusch, steigern sich die Besucherzahlen kontinuierlich. Die letztjährige Komödie „Ihrlich wäht am längste“ war beinahe ausverkauft.

Mit den Adaptionen verfolge die Kumede zwei Ziele: „Einerseits möchten wir junge Leute für das Theater begeistern; weltberühmte Stücke zeigen, die in Köln dennoch neu sind.“ Andererseits stehe ebenso im Vordergrund, die hiesige Kultur, das Kölsche und den Humor lebendig zu halten und dadurch nachhaltig zu wahren.

„Zoff em Grandhotel – Ein Diva kütt selden allein“ feiert am 8. Mai Premiere; Dernière wird am 24. Juni sein. Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, an der Theaterkasse der Volksbühne sowie bei „Kölnticket“. Reguläre Tickets kosten 34,40 Euro; ermäßigt 32,40 Euro.