Kölner RingeMarkierung an der Schaafenstraße stellt Radfahrer vor Rätsel

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Der Radweg am Ring nahe Rudolfplatz.

  • In Köln bewegt sich für Radfahrer seit vergangenem Jahr viel.
  • Es enstehen neue Radwege, vor allem auf der Straße. Nicht immer ist die Lage aber eindeutig.
  • Über einen kurzen Abschnitt auf den Ringen zerbrechen sich Radler den Kopf. Wir haben nachgefragt.

Köln – Für Kölner Radfahrer tut sich derzeit viel: An vielen Stellen entstehen neue Radstreifen auf der Fahrbahn, teilweise verschwinden dafür sogar Autostreifen. Doch häufig ist die Lage (noch) unklar: Auf einigen Straßen sind die Radwege so breit wie Fahrbahnen, an anderen Abschnitten verlaufen sie parallel auf Bürgersteig und Fahrbahn oder manchmal vor Kreuzungen nur in meterkurzen Abschnitten.

Mitten in das Wirrwarr mischt sich jetzt ein ganz besonderes Exemplar: Am Hohenstaufenring Ecke Schaafenstraße ist der Radweg nur etwa 20 Zentimeter dünn. Sollen hier die Radler auf dem Strich fahren? 

ADFC nennt Radweg „schüchtern“

Der Kölner ADFC nimmt den Streifen auf Facebook auf die Schippe: „Die uns noch unbekannten Künstler spielen mit der Existenz des Radwegs, der vielleicht doch keiner ist. Geradezu schüchtern mit zwei Klinkersteinreihen beginnt er, um dann doch jäh zu enden. Nach einer schwarz-weißen Episode beginnt er jedoch wieder im Hintergrund.“

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„Express“ fragte bei der Stadt nach: Ist das nun wirklich ein besonders schmales Exemplar? „Nein. Bei dem roten Streifen handelt es sich um ein Überbleibsel von einer nicht korrekt ausgeführten Baumaßnahme, einer Kabelverlegung Ende des vergangenen Jahres“, so Stadtsprecher Jürgen Müllenberg. „Die Situation ist der Stadt bekannt und schon mit der seinerzeit tätigen Firma besprochen. Der schmale Streifen wird in Kürze entfernt und durch entsprechend graue Pflastersteine ersetzt.“

Wust an Piktogrammen

Wer durch die Stadt fährt, kann diversen kurios anmutende Radwegen begegnen. Etwa an der Christophstraße, wo nun zwei Fahrspuren von drei Radwegen getrennt werden. Auch ein Wust an Rad-Piktogrammen findet sich, etwa nahe Hauptbahnhof/Trankgasse, an manchen Kreuzungen.

ADFC-Vorsitzender Christoph Schmidt zum „Express“: „Wir können auch oft nur staunen. Aber oft sind manche Baumaßnahmen nicht abgeschlossen, deshalb wirkt dies etwas ungewöhnlich. Wir freuen uns aber, dass Radfahrer jetzt in Köln viele und sichere Spuren haben.“

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