Der Bau des neuen Jüdischen Museums dauert immer länger. Zuletzt gab es auch Probleme mit Baufirmen.
Jüdisches MuseumFirma kann trotz Insolvenz Arbeiten an Kölner Miqua beenden

Die Visualisierung zeigt links das Historische Rathaus, rechts das neue Museum in Köln.
Copyright: HH Vision
Gute Nachricht von der Baustelle des Museums im Quartier (Miqua) vor dem Historischen Rathaus: Der insolvente Fassadenbauer kann doch die Arbeiten an dem Gebäude beenden, wie die Stadt mitteilte.
Das war im August nicht klar, als die Stadt mitgeteilt hatte, dass die Firma Insolvenz angemeldet hatte und sich das auf den Bauablauf auswirke. Damals hieß es: „Ob die Firma die ausstehenden Restleistungen im Projekt noch erbringen kann, ist ungewiss.“ Laut Stadt verbaut die Firma die Glas-Metall-Fassade in der Erdgeschossebene und die Fenster innerhalb der anderen Geschosse.
Ursprünglich sollte das Museum 2019 eröffnen
Die gesamte Fassade soll im Frühjahr 2026 fertiggestellt sein. Die insolvente Glas-Metall-Fassaden-Firma ist demnach zuständig für etwa 20 Prozent der Gesamtfassade, die Firma für die Natursteinarbeiten erledigt etwa 70 Prozent, die Firma für die Spolienwände etwa zehn Prozent.
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Ein Bild von der Miqua-Baustelle im August.
Copyright: Arton Krasniqi
Die Stadt baut das Museum, der Landschaftsverband Rheinland betreibt es nach der geplanten Inbetriebnahme im ersten Halbjahr 2028. Ursprünglich sollte es 2019 eröffnen.
Aufgrund vieler Verzögerungen sind die Baukosten auf mittlerweile 190 Millionen Euro gestiegen. 2011 waren die geplanten Baukosten mit 51,8 Millionen Euro veranschlagt. Bis Jahresende will die Stadt den neuen Generalunternehmer für die verbleibende Bauzeit beauftragen.
Unterirdischer Rundgang soll der Höhepunkt werden
Das Museum hat zwei Ebenen: Unterirdisch können Besucher nach der Fertigstellung auf einem 600 Meter langen Rundgang 2000 Jahre Stadtgeschichte in der Archäologischen Zone erleben.
Im Gebäude darüber befindet sich das Jüdische Museum. Auf der Internetseite des Museums heißt es: „Erleben Sie beeindruckende archäologische Funde, die die römische und jüdische Zeit zum Leben erwecken.“
