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Rekord-AusstellungDer Kusama-Hype geht weiter – Köln plant Kunstnächte zum Finale

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Ein Mann fotografiert die Installation „Hope Polka Dots“ von Yayoi Kusama.

Ein Mann fotografiert die Installation „Hope Polka Dots“ von Yayoi Kusama. 

Die Schau sprengt alle Rekorde: An zwei Tagen soll sie bis zum frühen Morgen öffnen.

Diese Schau sprengt alle Rekorde: Rund 310.000 Besucher haben die große Retrospektive im Museum Ludwig über das Werk von Yayoi Kusama bislang gesehen. Die Ausstellung ist bis zum Ende am Sonntag, 2. August, komplett ausverkauft, die zusätzlichen Online-Tickets für den kommenden Monat waren blitzschnell vergriffen.

Nun planen Stadt und Museum Ludwig zwei lange Kusama-Nächte zum Ende der Schau am 1. und 2. August. Am Tag zuvor soll es auch im Museum Wallraf eine lange Kunstnacht bis um 4 Uhr morgens geben. Das Haus schließt im Rahmen der Generalsanierung bis Ende 2028.

Kusama-Schau wandert nach Amsterdam

In den nächsten Tagen will das Presseamt der Stadt Details zu den Kunstnächten veröffentlichen. Nach Informationen unserer Redaktion soll es anders als zuletzt einen Kartenverkauf vor Ort geben. Offenbar will die Stadt ein begleitendes Event zum Ende der Schau gestalten. Kunstinteressierte bekämen also 16 Stunden Kusama-Zuschlag an den letzten beiden Öffnungstagen.

Wie berichtet, sind seit Anfang Juni alle Tickets der Sonderausstellung „Yayoi Kusama“ über die 97-jährige japanische Ausnahmekünstlerin im Museum Ludwig ausverkauft. Eine Verlängerung ist nicht möglich, da die Schau nach Amsterdam wandert, wo sie am 11. September startet. Also hatte das Museum Ludwig angekündigt, die Uhrzeiten auszuweiten und für das Zeitfenster zwischen 18 und 20 Uhr zusätzliche Tickets freizuschalten. Karten für die ausverkaufte Schau werden bei Ebay derzeit für bis zu 100 Euro gehandelt.

Euphorie über Kunstwerke der Japanerin Yayoi Kusama

Aufgrund des Ansturms hatte Kulturdezernent Stefan Charles vor einer Woche gesagt: „Der Erfolg dieser Ausstellung ist außergewöhnlich. Deshalb möchten wir neue Wege gehen, um möglichst vielen Menschen den Besuch zu ermöglichen.“ Dazu gehören vor allem verlängerte Öffnungszeiten; die Stadt hatte eine einmalige 24-stündige Öffnung des Museums geprüft, setzt aber nun auf ein langes Kusama-Wochenende zum Abschluss der Schau. Zu sehen sind dort rund 300 Werke der Japanerin. Köln erlebt mit Kusama gerade die größte Euphorie über eine Kunst-Ausstellung aller Zeiten.

Verabschieden will sich ebenfalls mit einer langen Nacht das Museum Wallraf. Vor der Schließung für gut zwei Jahre soll es am Freitag, 31. Juli, eine Museumsnacht bis 4 Uhr morgens geben. Der Abend steht unter der Überschrift „A night to remember“. „Freuen Sie sich auf ein spannendes und vielfältiges Programm bis in die frühen Morgenstunden“, heißt es auf der Webseite. Das Wallraf wird generalsaniert, für die Arbeiten bis 2028 sind 29,6 Millionen Euro veranschlagt.

Knapp 2000 Gemälde müssen während der Arbeiten zwischengelagert werden. Derzeit ist dort die Schau „Auf einen (letzten) Blick?“ zu sehen. Ebenfalls Ende 2028 soll der Erweiterungsbau des Museums fertiggestellt werden. Beide Häuser sollen zusammen eröffnet werden.