Ein bekanntes Kölner Lokal nahe dem Rhein-Energie-Stadion macht wieder auf – Anhänger des FC müssen aber auf ein Ritual verzichten.
Wiedereröffnung am StadionBeliebter FC-Treffpunkt serviert zukünftig kein Kölsch

Das Landhaus Kuckuck in Müngersdorf
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Am Olympiaweg, in unmittelbarer Nähe zum Rhein-Energie-Stadion, befand sich das Landhaus Kuckuck. Es galt als ein populärer Sammelpunkt für die Anhänger des FC.
Dort stieß man vor und nach den Spielen mit Kölsch an. Dieses alteingesessene Lokal des Sternekochs Erhard Schäfer gehört nun aber der Vergangenheit an. Die Gaststätte in Lindenthal ist nicht mehr in Betrieb. Somit endet dort ebenfalls die Ausgabe von Kölsch.
Neue Pläne für das Landhaus Kuckuck
Wie nun mitgeteilt wurde, ist die Wiedereröffnung der Location für Ende März geplant. Das Ganze geschieht jedoch mit einem komplett veränderten Ansatz und es wird keinen Alkohol geben.
Das bedeutet konkret, dass es für Anhänger des FC keine Rückkehr des Kölsch-Ausschanks geben wird. Auf eine Anfrage von Express.de antwortete der Miteigentümer Ibrahim Celik: „In unserem Konzept ist kein Ausschank von Alkohol vorgesehen. Daher wird es unsererseits keinen Kölsch- oder Bierverkauf bei FC-Spielen geben.“
Das Restaurant wird unter der Bezeichnung „Maide Restaurant & Terrasse“ mit einem komplett anderen Ansatz an den Start gehen. Ebenso ist geplant, die geschätzte Terrasse für den Sommer wiederzubeleben.

Der Parkplatz vom neuen Maide im Stadtwald – die Tagesgebühr beträgt 45 Euro.
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Die frischen Inhaber verfolgen ambitionierte Ziele: „Im Maide soll die Vielfalt der anatolischen Küche in einer modernen Atmosphäre inmitten der Natur erlebbar werden. Von traditionellen türkischen Frühstücksvariationen über knackige Meze-Platten bis hin zu verlockenden Grill- und Fischspezialitäten – die Speisekarte verspricht kulinarische Entdeckungen auf höchstem Niveau.“
Parken kostet für Externe neunmal so viel wie zuvor
Zudem wird die Regelung für das Parken umorganisiert: Besucher des Restaurants erhalten zukünftig Vorrang bei der Verwendung der Parkplätze. Die Fläche ist für 150 Fahrzeuge ausgelegt.
Jedoch verursacht der neue Ansatz für das Parken schon vor dem offiziellen Start Unmut bei zahlreichen Personen, die im Stadtwald spazieren gehen.
„Das ist einfach grundsätzlich asozial. Der Parkplatz ist riesig und immer frei und drumherum herrscht Parknot“, beschwert sich eine Person beim Spaziergang.
Von externen Gästen verlangen die Restaurantbetreiber eine Gebühr von 45 Euro für das Parken pro Tag. Eine stundenweise Miete der Parkfläche ist nicht möglich. Als das Landhaus Kuckuck noch existierte, lag die Gebühr für einen Tag bei nur 5 Euro.(red)

