Das Lindenthaler Sommerfest ist ein fester Termin im Veranstaltungskalender. Von der Tanzschule van Hasselt bis Cologne Couture zeigen die inhabergeführten Läden und Institutionen, was sie können.
Sommerfest in LindenthalLokale Kräfte zeigen, was sie können

Ein Zumbakurs der Tanzschule van Hasselt brachte mit seinen Latino-Sounds und Reggaeton Urlaubsflair auf die Dürener Straße.
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Die Dürener Straße ist zweifellos eine der lebendigsten Einkaufsmeilen Kölns. Und wohl auch eine der beliebtesten. Das merkt man alleine daran, mit welcher Begeisterung das Publikum vor der Bühne der Tanzschule van Hasselt mitwippt. Dabei sind es nicht mal Karnevalshits, sondern peppige Latino-Sounds: Zumba steht auf dem Programm. Trainerin Zita und Trainer Sasa zaubern perfekt einstudierte Choreografien auf die Bühne am Karl-Schwering-Platz. Und das Publikum gerät in einen Mittanz-Sog. Dazu sorgt das Café Hinz und Kunz für die passenden Getränke. Die Spritzbar versorgt die Besucher des Lindenthaler Sommerfestes mit Strohhalm-versehenen bunten Erfrischungsgetränken.

Kastagnetten-Tänzer Tomas Zybura von der Flamenco-Tanzschule Contrtiempo verbreitet andalusisches . Flair.
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Der Ausnahme-Sommer 2026 lässt noch einmal kräftig grüßen. Auch wenn das Wetter sich an diesem Wochenende als nicht ganz so stabil erweist, die Lindenthaler sind es: Zahlreiche inhabergeführte Geschäfte haben nicht nur ihre Läden geöffnet, sondern auch ihre Waren an Ständen präsentiert. „Wir legen Wert darauf, dass die hiesigen Händler zu sehen sind am Straßenrand und unser Fest so einen wirklich lokalen Charakter bewahrt“, sagt Henning Moeller, Chef des Rings Lindenthaler Geschäftsleute, der von einem Getränkestand aus die Lage beobachtet.

Henning Moeller ist der Vorsitzende des Rings Lindenthaler Geschäftsleute, der das Sommerfest organisiert.
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Gemeinsam mit der Partneragentur von der Gathen habe man das Konzept so ausgerichtet, dass daraus kein reines Party-Event wird, sondern ein Angebot für ein gutes Miteinander in einem gehobenen Veedel. Immerhin ist das Lindenthaler Sommerfest seit 1988 eines der ersten großen Straßenfeste Kölns. Damals wurde das Fest von den Inhabern des Café Hirsch und des Schuhgeschäfts Koch aus der Taufe gehoben. Beim Flanieren entlang der Dürener Straße springen dem Betrachter daher neben Crêpe- und Würstchenständen etwa Sandra Schöneckers Schnäppchen-Markt ins Auge. „Vor zwei Jahren habe ich auch die obere Etage von Cologne Couture übernommen.“

Stephanie Gräf hat Bademoden und feine Lingerie im Angebot. Mit ihrem Geschäft Scusi Dessous wurde sie schon einmal ausgezeichnet als beste Lingerie-Boutique.
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Ihre Vorgängerin bot an der Ecke Geibelstraße Abendmode im ersten Stock, Schönecker setzte im Erdgeschoss auf hochwertige Secondhandmode. Jetzt freut sie sich, beide Etagen vereinen zu können. Einige Meter weiter gibt es bunte Ohrringe von La Rolita. Und für darunter ist Frau bei Stephanie Gräf an der richtigen Adresse. Ihre Lingerie-Boutique „Scusi Dessous“ wurde vor zwei Jahren sogar mit dem Dessous-Oscar ausgezeichnet. „Diesen Preis vergibt die Branche, darauf bin ich sehr stolz“, sagt Gräf, die das Geschäft vor sieben Jahren übernahm und damals auf die andere Straßenseite wechselte.

Sandra Schönecker führt den vorwiegend für seine festliche Mode bekannten Laden Cologne Couture in der Geibelstraße.
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Gegenüber zeigt derweil Tomas Zybura von der Flamenco-Tanzschule Contratiempo sein Können mit den Kastagnetten. Unbeeindruckt von den vielen Darbietungen schiebt Lina aus der Nachbarschaft ihren Sohn Charlie durch die Menge. Ihre Töchter Millie und Livy erfreuen sich frisch geschminkt und mit Luftballons bewaffnet vor allem an dem Familienbecher Zuckerwatte, den sie sich teilen. Das Sommerfest in Lindenthal hat eben für jedes Alter seinen besonderen Reiz.