Abo

Live-Talk „100 Ideen für Köln“Die Artenvielfalt Kölner Bäume soll steigen

3 min
Platanen am Kölner Rheinufer

Platanen am Kölner Rheinufer

Diskussions-Abend mit dem Moderator Jürgen Domian, der Grünflächenamts-Leiterin Melanie Ihlenfeld und dem Stadtförster Michael Hundt am 24. Juni beim „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Es wird heiß in Köln. In den nächsten Tagen, aber auch insgesamt in den Sommern. Dadurch werden Bäume immer wichtiger, sie gelten als natürliche Kühlsysteme in den vom fortschreitenden Klimawandel zunehmend gebeutelten Städten. Die steigenden Temperaturen machen den Bäumen das Leben allerdings auch schwer, sie bringen Wassermangel mit sich und teils neue Krankheiten. Das Grünflächenamt und die Forstverwaltung müssen die Bäume an Kölns Straßen, in den Parks und den städtischen Waldflächen fit machen für die Zukunft. Wie das gelingen kann? Darüber wollen wir reden.   

Bei der zweiten Ausgabe des Live-Talks „100 Ideen für Köln“, den der „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit Unterstützung der Sparkasse Köln-Bonn veranstaltet, geht es um die Frage: Wie viele Bäume braucht die Stadt der Zukunft? Und welche? Zu Gast sind der Moderator und Autor Jürgen Domian, Melanie Ihlenfeld, die Leiterin des Kölner Grünflächenamts, und Michael Hundt, der Chef der städtischen Forstverwaltung.

Kölns städtischer Wald sei in den vergangenen zehn Jahren um 120 Hektar gewachsen, sagt Hundt. Er ist für die 3770 Hektar verantwortlich, außerdem bewirtschaftet die Kölner Forstverwaltung 476 Hektar Wald der Rhein-Energie. Hinzu kommen auf Kölner Stadtgebiet rund 2000 Hektar Wald im Besitz von Bund, Land oder Privatleuten – dazu gehören Königsforst, Wahner Heide und Chorbusch.

Ein Wald zum 150. Geburtstag des „Kölner Stadt-Anzeiger“

Seit 2010 baut die Stadt Köln ihre Waldfläche mithilfe von Spenden aus der Bevölkerung über das Projekt „Ein Wald für Köln“ aus – und die Mitmach-Bereitschaft der Kölnerinnen und Kölner ist groß. Bislang wurden so auf einer Fläche von 16,64 Hektar knapp 70.000 Bäume und Sträucher gepflanzt. Als Nächstes stehen die Pflanzung des siebten Waldes für Köln auf einer Fläche am Alten Deutzer Postweg in Heumar an – und am 14. November, dem 150. Geburtstag des „Kölner Stadt-Anzeiger“, wird auf einer Fläche in Dünnwald der Stadt-Anzeiger-Wald gepflanzt. „10.000 Bäume für Köln“ heißt das Projekt, über das der „Kölner Stadt-Anzeiger“ Spenden für dieses neue Kölner Waldstück sammelt. Ein Setzling kostet fünf Euro.

Genauso wichtig wie der Wald sind für die Abkühlung der Stadt die Straßenbäume. Rund 81.000 stehen in Köln, Tendenz laut Stadt leicht steigend. Rund 120 Baumgattungen in über 200 Arten und Sorten seien vertreten. Allerdings setze sich mehr als die Hälfte des Straßenbaumbestands aus Ahorn, Linde und Platane zusammen. „Die Erhöhung der Artenvielfalt ist unser erklärtes Ziel für einen resilienten und zukunftsfähigen Baumbestand“, teilt eine Stadtsprecherin mit. 

Auch für Kölns Straßenbäume gibt es ein Projekt, „1000 Bäume für Köln“ nennt es die Stadt: Seit 2013 realisiert sie gemeinsam mit der Kölner Grün Stiftung für eine Spende von 1200 Euro Nachpflanzungen für Straßenbäume. Inzwischen müsse man über eine Umbenennung der Aktion nachdenken, heißt es vonseiten der Stadt, denn es konnten so bereits rund 1300 Bäume gepflanzt werden.

Der Live-Talk „100 Ideen für Köln“ zum Thema Bäume startet am Mittwoch, 24. Juni, um 18.30 Uhr (Amsterdamer Str. 192, Einlass ab 18 Uhr). Tickets kosten fünf Euro, der Erlös geht an die Aktion „10.000 Bäume für Köln“.

Eintrittskarten gibt es bei ksta.de/redaktion

Spenden für Setzlinge für den Stadt-Anzeiger-Wald sind hier möglich: ksta.de/zehntausend