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Negativrekord am WochenendeEs regnet in Köln – aber das Niedrigwasser im Rhein bleibt

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Trotz der Niederschläge bleiben die Pegelstände in NRW vorerst niedrig. Köln hat am Wochenende einen historischen Tiefstand erreicht. 

Am Montagmorgen regnete es in Köln und der Region – dennoch ist zunächst keine Entspannung bei den Rhein-Pegelständen in Nordrhein-Westfalen zu erwarten. Erst in der Nacht auf Sonntag hatte der Kölner Pegel mit nur 45 Zentimetern einen neuen historischen Tiefstand erreicht. Ein nächster Negativrekord ist laut den aktuellen Prognosen nicht in Sicht, dennoch soll das Niedrigwasser in Köln noch tagelang andauern, wie aus Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervorgeht.

Sowohl am Montag (17. August) als auch am Dienstag soll der Pegel in Köln nur minimal auf 46 oder 47 Zentimeter steigen. Schätzungen zufolge könnte am kommenden Freitag (21. August) dann die 60-Zentimeter-Marke wieder übertroffen werden. Damit läge der Pegel in Köln jedoch weiterhin unter dem bis zu diesem Sommer gültigen historischen Tiefstwert von 69 Zentimetern, der 2018 verzeichnet worden war. 

Niedrigwasser im Rhein: Negativrekord in Düsseldorf erwartet

Anderswo sinken die Pegelstände des Rheins unterdessen vorerst weiter: Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein rechnete am Montag damit, dass der Pegelstand bei Düsseldorf am Dienstagmorgen auf minus vier Zentimeter sinkt und damit drei Zentimeter tiefer als einen Tag zuvor – damit wäre ein historischer Niedrigwert erreicht.

Zwei Frachtschiffe fahren in Düsseldorf auf dem Rhein. Es hat wieder ausgiebig geregnet. Der Pegelstand ist aber noch sehr niedrig, der Uferbereich viel breiter als zuvor.

Zwei Frachtschiffe fahren in Düsseldorf auf dem Rhein. Es hat wieder ausgiebig geregnet. Der Pegelstand ist aber noch sehr niedrig, der Uferbereich viel breiter als zuvor.

Die Fahrrinne ist deutlich tiefer als der jeweilige Pegelstand am Ufer. In Düsseldorf sind das 1,59 Meter – am Dienstag könnte die Fahrrinne also nur noch 1,55 Meter tief sein. Im Laufe des Dienstags steigt der Pegel der Prognose zufolge wieder, Mittwochmorgen soll er bei null liegen und Freitag bei acht Zentimetern. 

Rhein: Pegelstände steigen bei Regen zeitversetzt

Der Pegel ist die aktuelle Höhe des Wasserspiegels des Rheins, gemessen an einem festgelegten Referenzpunkt (Pegelnullpunkt). Die Pegelnullpunkte an verschiedenen Messstellen am Rhein sind historisch gewachsen. Sie wurden an verschiedenen Zeiten und Orten festgelegt, ohne dass es ein einheitliches System gab. Die Aufzeichnungen aus Köln gehen bis 1816 zurück.

Zum Wochenbeginn fuhren weiterhin nur wenige Frachtschiffe den Rhein entlang – trotz des ausgiebigen Regens am Montagmorgen. Es ist normal, dass Pegelstände bei Regen zeitversetzt ansteigen. Ein Grund dafür ist, dass der trockene Boden die Feuchtigkeit aufnimmt und zunächst nur recht wenig Wasser über Bäche und andere Zuflüsse weitergeleitet wird. (das/dpa)