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NachbarschaftsinitiativeAnwohner wünschen sich entsiegelte Fläche in Weidenpesch-West

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Zu sehen ist ein kleiner Platz, der momentan als Baustellenfläche für eine Straßensanierung dient.

Der Platz an der Ecke Jesuitengasse / Klarissenweg dient momentan als Baustellenfläche für eine Straßensanierung.

Ein zugepflasterter Platz an der Jesuitengasse ärgert die Nachbarschaft. Die Bezirksvertretung Nippes will ihn absperren und temporär begrünen.

Eine Hitzeinsel macht der Nachbarschaft in der recht neuen Siedlung aus Klarissenweg, Cellitinnenweg und Klosterfraugasse unweit des Nordfriedhofs zu schaffen: An der Ecke Jesuitengasse / Klarissenweg liegt eine knapp 500 Quadratmeter große, mit Steinplatten versiegelte Fläche brach, die als inoffizielle Parkfläche benutzt wird. Die Nachbarschaft wünscht sich nun, dass an dieser Stelle ein kleiner begrünter Veedelsplatz und -treffpunkt entsteht. 

„Im Sommer heizt sich diese Fläche unheimlich auf. Ebenso wird sie leider von vielen als Parkplatz benutzt. Dies führt zu weiteren schlechten Luftverhältnissen“, so die Nachbargruppe aus der Siedlung in ihrem Bürgerantrag an die Bezirksvertretung Nippes. „Wir wünschen uns eine Entsiegelung mit nachhaltiger Begrünung und vielleicht einer Sitzbank. Ideen dazu haben wir schon und würden uns auch mit unseren Möglichkeiten gerne beteiligen.“

In der Vergangenheit, seit November 2023, hatten die Nachbarn bereits die rollbaren, in einer Holzkonstruktion mit Sitzpodest eingepflanzten „Wanderbäume“ des Regionalverbands Köln des Verkehrsclubs Deutschlands (VCD) angefordert und auf der Fläche aufgestellt, um die Ecke ein wenig zu begrünen und Sitzgelegenheiten zu schaffen.

Verkehrsplanung für neue Gesamtschule in Arbeit

Wie die städtische Geschäftsstelle für Anregungen und Beschwerden mitteilte, sei die Fläche nur provisorisch ausgebaut. Im Zusammenhang mit dem geplanten Gesamtschulneubau auf der früheren Friedhofserweiterungsfläche an der Schmiedegasse wird derzeit eine neue Verkehrsplanung erstellt. Hierfür ist der Bebauungsplan „Südliche Schmiedegasse“ in Arbeit, für den im September 2024 die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung im Pfarrheim Heilig Kreuz stattfand.

Zwischen Jesuitengasse und dem Schulstandort Schmiedegasse soll demnach eine neue Straßenverbindung entstehen. Im Bebauungsplan-Entwurf ist von einer Anliegerstraße die Rede, die Bezirksvertretung Nippes plädierte im Vorjahr für eine reine Fuß- und Radweg-Verbindung. „Sobald die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau des Gebiets Klosterfraugasse/Cellitinnenweg/Klarissenweg geschaffen sind, erfolgt eine Prüfung des Bürgervorschlags zur Entsiegelung der Fläche mit nachhaltiger Begrünung und einer Sitzbank im Rahmen der weiteren Straßenplanung“, so die Geschäftsstelle.

Die Bezirksvertretung Nippes folgte dem Anliegen der Nachbarschaft und beschloss als vorgezogene Maßnahme, die Fläche durch Findlinge oder Poller vor dem Beparken zu schützen. Außerdem sollen Pflanzenkübel oder Bänke auf dem Plätzchen aufgestellt werden, und die Aspekte der Petition beim weiteren Bebauungsplanverfahren berücksichtigt werden. Der Beschluss fiel gegen die zwei Stimmen der AfD-Vertreter.