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Mandl spricht von „Aufbruchstimmung“Kölner CDU läutet Wahlkampf ein – mögliche OB-Kandidaten nur am Rande diskutiert

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Kölner CDU-Chef Karl Mandl

Der Kölner CDU-Chef Karl Mandl kündigte an, dass die CDU bis Ende des Jahres einen Kandidaten für die OB-Wahl präsentieren wolle. (Archivfoto)

Die Kölner CDU traf sich am Samstag, um das Programm für die Kommunalwahl 2025 zu diskutieren.

Der Kölner CDU-Chef Karl Mandl sprach von „Basisdemokratie pur“ und einem „für die CDU Köln noch nie dagewesenen Verfahren“. Im Lindner-Hotel haben die Kölner Christdemokraten am Samstag vor 180 Mitgliedern den Auftakt für den Kommunalwahlkampf eingeläutet. Wie die Bundespartei Mitglieder aufgerufen hatte, sich am neuen Grundsatzprogramm zu beteiligen, „machen wir das jetzt für unser Kommunalwahlprogramm, um alle, die sich engagieren wollen, einzubinden“, sagte Mandl gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Kölner CDU will frühzeitig Kommunalwahlprogramm festlegen

In der Vergangenheit habe man sein Programm für die Kommunalwahl „oft erst zwei oder drei Monate vorher festgelegt“, so Mandl. Das sei falsch gewesen. „Jetzt sind wir früh dran und nehmen alle mit.“ Mögliche OB-Kandidaten der CDU wurden nur am Rande der Veranstaltung diskutiert – am Freitagabend hatte die Vorschlagskommission, zu der neben der Kölner Bundestagsabgeordneten Serap Güler und Alt-OB Fritz Schramma auch der frühere Ministerpräsident Armin Laschet zählt, erstmals getagt. „Wir werden spätestens Ende des Jahres einen Kandidaten präsentieren“, kündigte Mandl an.

Im Lindner-Hotel diskutierten 18 Arbeitskreise über Themenschwerpunkte für das Kölner Kommunalwahlprogramm. „Um die Schwerpunkte zu diskutieren, werden wir in den kommenden Monaten auch Interessenverbände einladen, die uns auf den ersten Blick nicht so nahe stehen“, kündigte Mandl an – und nannte „zum Beispiel die Naturschutzverbände und den ADFC, der Radfahrer vertritt“. Koordiniert wird die Entwicklung des Kommunalwahlprogramms von der stellvertretenden Kölner Vorsitzenden Janina Jänsch.

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„Ich bekämpfe die AfD nicht obwohl ich konservativ bin, sondern weil ich konservativ bin“
Wolfgang Bosbach

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach hatte in einem einleitenden Vortrag betont, wie wichtig es sei, sich an den Sorgen und Interessen der Menschen zu orientieren – und sich klar von der AfD abzugrenzen. Als er jüngst auf Veranstaltungen im Osten Deutschlands gewesen sei, habe er auf der Rückfahrt „das Gefühl gehabt, ich bin ein Linker, so etwas ist mir noch nie passiert“.

„Ich bin konservativ, ein Patriot, aber kein Nationalist“, sagte Bosbach. „Ich bekämpfe die AfD nicht, obwohl ich konservativ bin, sondern weil ich konservativ bin.“ Forderungen wie einen Austritt aus der Europäischen Union, die die AfD stelle, „haben mit Werten überhaupt nichts zu tun“.

Karl Mandl sagte, er habe am Samstag eine „Aufbruchstimmung“ wahrgenommen. Die Kölner CDU gehe „mit Rückenwind in den Kommunalwahlkampf“.

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