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HochwasserWenn Nepomuk nasse Füße bekommt

2 min
  1. Mobiler Wall schützt die Zündorfer Altstadt - Große Teile des Leinpfads überschwemmt

Porz – In Zündorf versperrt eine mobile Schutzwand den Weg zur Groov, der Leinpfad entlang des Rheins ist vielerorts überflutet und die Poller Wiesen sind vom Wasser bedeckt - das Hochwasser ist da. Erstmals seit 2011 haben die Stadtentwässerungsbetriebe (Steb) auf dem Zündorfer Marktplatz den mobilen Hochwasserschutz installiert. Steigt der Rheinpegel auf 8,70 Meter, schwappt das Wasser über den Platz und erreicht die Schutzmauer - Zündorfs Schutzpatron Nepomuk hatte da bereits nasse Füße bekommen.

Für den heutigen Dienstag ist der Scheitelpunkt des Hochwassers ausgerechnet. "Der könnte bis zu neun Meter erreichen", prognostiziert Otto Schaaf, Vorstand der Steb. Deshalb haben seine Mitarbeiter schon vor dem Wochenende die Schutzwand aufgestellt, damit die Zündorfer Altstadt vor dem anrückenden Wasser geschützt ist. Die Wand ist 252 Meter lang, reicht von der Gütergasse bis zur Minigolfanlage am Rheindamm. Das mobile Bauwerk kann bis zu einer Höhe von zwei Metern aufgetürmt werden. Dann wäre Zündorf bis zu einem Rheinpegel von 10,70 Meter geschützt. Da das Wasser aber nicht so hoch steigen soll, ist die Wand nur bis zur Hälfte ihrer Gesamthöhe aufgebaut.

Die Wand wird bewacht

Andernorts im Bezirk sind Schutzwände nicht nötig, da die meisten Stadtteile weit genug über dem Rhein liegen und somit einen natürlichen Schutzwall besitzen. "Zündorf ist einer der am niedrigsten gelegenen Orte in Porz", erklärt Ralf Kreutz von der Steb. Nach dem Aufbau wird die Schutzwand von einem Ordnungsdienst kontrolliert. Zum einen soll verhindert werden, dass sie beschädigt wird oder Teile geklaut werden. "Zudem achten wir darauf, dass sich niemand hinter der Schutzwand aufhält und vom Wasser überrascht wird", so Schaaf.

Informationen zum Rheinpegel stellt die Hochwasserschutzzentrale im Internet bereit.

www.steb-koeln.de