Flughafen-AusbauAngst vor noch mehr Lärm in Porz

Die CDU im Rechtsrheinischen befürchtet eine Zunahme der Lärmemissionen.
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Rath-Heumar/Porz-Wahn – Die Umstrukturierungen und der geplante weitere Ausbau am Flughafen Köln/Bonn haben nun auch die Kommunalpolitiker im Rechtsrheinischen aufgeschreckt. „Grundsätzlich begrüßt die Kalker CDU den wirtschaftlichen Aufschwung des Flughafens als regionalen Arbeitgeber sowie Impulsgeber für die gesamte rechte Rheinseite“, sagt Gero Fürstenberg, der Stadtbezirksvorsitzende der Christdemokraten.
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Im Kern gehe es bei den Plänen des Flughafens ja darum, mehr den Frachtverkehr auf der Straße und dafür das Umladen zwischen Flugzeugen und Lkws auszubauen und durch die Schaffung zusätzlicher Abstellpositionen die Kapazitäten für rund 30000 zusätzliche Flugbewegungen zu schaffen.
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Doch sei die Weiterentwicklung des Flughafens, so Fürstenberg, „unvermeidlich mit zusätzlichen Lärmbelästigungen für die im Einzugsbereich des Flughafens wohnenden Bürger verbunden“. Es gelte, die Balance zwischen wirtschaftlichen Interessen und den Belastungen des Umlandes sorgsam abzuwägen. Fürstenberg: „Ein einseitiges Vorantreiben des Ausbaus ohne Ausgleich für die Bevölkerung darf es nicht geben. Nicht zuletzt hängt der gute Ruf des Flughafens auch von dessen Akzeptanz vor Ort ab.“
Forderung nach Kernruhezeit
Mit mehreren Forderungen will die Kalker CDU in mögliche Verhandlungen mit dem Flughafen gehen. So verlangt man eine Kernruhezeit, in der keinenPassagierflugzeugen sowie besonders großen und lauten Frachtflugzeuge eine Start- oder Landeerlaubnis gewährt wird.
Die Rath-Heumarer CDU geht noch einen Schritt weiter. „Wir wollen den kompletten Verzicht auf nächtlichen Passagierflüge“, sind sich der Ortsverbandsvorsitzende Andreas Henn und Sprecher Wolfgang Gärtner einig. Dazu fordern sie die Anwohner auf, sich beim laufenden Planfeststellungsverfahrens zu äußern. Stellungnahmen hierzu können noch bis zum 19. Dezember bei der Bezirksregierung Düsseldorf schriftlich einreicht werden.
Fluglärm drastisch reduzieren
Zudem erwarten die Kommunalpolitiker von den Flughafenbetreibern „größtmögliche Anstrengungen zur aktiven und passiven Reduzierung des Fluglärms, insbesondere in der Nacht“. Über eine Gebührenstaffelung bei den Kosten für Starts und Landungen für laute Fluggeräte, besonders zu Abend- und Nachtzeiten, setzen die CDU-Vertreter auf zusätzliche Einnahmen, die dann zu hundert Prozent in den Ausbau des Lärmschutzes investiert werden sollen.
Forderungen aus dem linksrheinischen Kölner Süden, die Flugrouten so zu ändern, dass alle startenden Maschinen zunächst über den Königsforst geführt werden, bevor sie nach Westen abschwenken, wies Fürstenberg zurück. Während dort der Fluglärm reduziert werde, hätte eine entsprechende Mehrbelastung im Osten der Stadtbezirke Kalk und Porz zur Folge. Daher lehnt die CDU derartige Vorschläge, die so Gärtner, dem St. Florian-Prinzip folgen, ganz entschieden ab.



