Das Gelände des Berufskollegs in Porz-Mitte soll ein Stadtgarten werden. Eine Petition unterstützt das Vorhaben, erste Pläne liegen vor.
Kühlende GrünflächeBündnis Porz-Mitte plant Stadtgarten und Baumschutz

Das Bündnis Porz-Mitte hat eine Online-Petition für einen Stadtgarten in Porz gestartet.
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Über 1560 Menschen haben eine Online-Petition des Bündnisses Porz-Mitte unterschrieben. Mit der wird gefordert, dass der alte Baumbestand auf dem Gelände des Berufskollegs in Porz-Mitte erhalten bleibt. Auch soll das Areal zwischen Hauptstraße, Josefstraße und Karlstraße in einen Stadtgarten umgewandelt werden, wenn das Berufskolleg wie geplant in einigen Jahren an einem anderen Standort angesiedelt wird.
„Die angrenzende Neue Mitte Porz weist einen Versiegelungsgrad von über 99 Prozent auf“, heißt es in der Petition. Dementsprechend heize sich die Porzer Innenstadt im Sommer besonders stark auf und könne so die Gesundheit vorwiegend von Kindern und älteren Menschen „ernsthaft belasten“.
Lange versprochene Grünfläche in Porz-Mitte
Die Unterschriftenliste haben Klaus Schäfer und Jochen Reichel vom Bündnis Porz-Mitte nun an Bezirksbürgermeister Lutz Tempel und seinen Stellvertreter Markus Lüsgen übergeben.
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Ziel der Petition war und ist es, dass die Bezirksvertretung Porz „jetzt die Weichen für die dort schon lange versprochene Grünfläche stellt“, sagt Klaus Schäfer vom Bündnis Porz-Mitte. Dies könne beispielsweise durch entsprechende Änderungen in Bebauungs- und Flächennutzungsplänen geschehen.
Generell sei ein Stadtgarten wichtig, weil er ein kühler Ort in Zentrumsnähe sein würde. Ergänzt durch Teich und Wasserfontäne würde der Stadtgarten gerade für Menschen aus der Neuen Mitte Porz Abkühlung an heißen Tagen bedeuten. „Bei Messungen ergab sich eine um fast 10 Grad kühlere Temperatur unter dem Laubdach der alten Bäume im Vergleich zum Platz vor dem City Center“, so Schäfer.
Das Bündnis legte zudem Pläne vor. Ein Musikpavillon ist in den Augen von Schäfer und anderen Mitgliedern des Bündnisses für das Gelände ein Mehrwert. Dort könnte es etwa Aufführungen durch die benachbarte Musikschule geben. Ein Heimatmuseum, für welches Teile des alten Berufskollegs umgenutzt werden könnten, sei ebenso denkbar. „Dort könnte die Geschichte von Porz, getragen von einem Verein, anschaulich dargestellt werden, da diese in Kölner Museen eigentlich nicht stattfindet“, so Schäfer.
Zudem könnte das Gelände auch für die angrenzende Grundschule Bedeutung erhalten. Etwa, in dem Spielmöglichkeiten aufgestellt werden. Ein Ort für Umweltbildung sei für die Schülerinnen und Schüler möglich, wenn der Teich in einen Naturteich umgebildet würde. Das sei besser als die von manchen Teilen der Politik angedachte Wohnbebauung. Die ist in den Augen des Bündnisses an den zentrumsnahen Brachflächen besser aufgehoben – ohne, dass dort alter Baumbestand entfernt werden müsste.

