Wie die Reinigung des Großmarkts voranschreitet: Müllberg wird langsam kleiner.
So läuft der RückbauStadt entsorgt 250 Tonnen Müll vom Großmarkt

250 Tonnen Marktabfälle hat die Stadt Köln in den vorigen zwei Wochen bereits entsorgt: Der Müllberg schrumpft langsam.
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Die Stadt Köln reinigt seit Jahresbeginn den Großmarkt. Auf Anfrage teilte sie mit, „unter Einsatz schweren Geräts rund 250 Tonnen Marktabfälle entsorgt“ zu haben. Die Händlerinnen und Händler mussten zum 31. Dezember 2025 ihre Betriebe dort schließen. Schon seit Monaten türmten sich Müllberge vor der denkmalgeschützten Markthalle, sie werden langsam kleiner. Können die Verursacher nicht ermittelt werden, trägt die Stadt die Kosten.
„Die Rückabwicklungen verlaufen planmäßig“, so eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Sobald alle Objekte geräumt seien, werde rückgebaut. Auf dem Gelände in Raderberg soll die Parkstadt Süd mit Wohnungen und Arbeitsplätzen entstehen. Die Markthalle bleibt stehen, wird saniert und soll als Herz des neuen Quartiers von den Kölner Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden. Umliegende weitere Hallen müssen aber weichen.

Die Stadt Köln reißt die Umbauten in der Großmarkthalle nun ab.
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Einige Markthändler haben noch eine Fristverlängerung von der Stadt erhalten, um ihre Betriebe aufzuräumen. Verkaufen dürfen sie hier aber nicht mehr. Für den Rückbau etwaiger Umbauten ihrer Parzellen mussten sie Zahlungen an die Stadt leisten, die dann gesammelt abreißt.
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Müllberge auf dem Großmarkt seit Monaten ein Problem
Die Händler sind spätestens seit dem endgültigen Beschluss der Schließung des Großmarkts 2024 verärgert über die Stadt, weil sie keinen gemeinsamen alternativen Standort bekommen hatten. Einige schlossen ihre Betriebe, andere versuchen ihr Glück in neuen Räumen über das Stadtgebiet verstreut. Sie fürchten aber, dass es ohne die Synergieeffekte des Großmarkts schwieriger sein könnte, Kunden zu halten. Seitdem nahm auch die Müllproblematik zu. Fremde sowie einige der ansässigen Händler hatten ihren Abfall illegal auf dem Gelände abgeladen. Das hatte aber auch einen Großteil der Händler massiv verärgert. Die sahen die Stadt in der Pflicht, als Betreiberin Ordnung auf dem Großmarkt durchzusetzen.
Die Stadt sah die Verantwortung grundsätzlich bei den Händlern. Die Stadtsprecherin hatte im Vorjahr bereits mitgeteilt: „In Fällen, in denen ein Verursacher ermittelt werden kann, wird ein Ordnungsgeld verhängt. Zudem beauftragt die Verwaltung regelmäßig die AWB mit einer außerordentlichen Reinigung. Die Kosten hierfür trägt die Stadt Köln.“

