Das Sürther Bootshaus im Kölner Süden ist ausgebrannt. Besitzer Achim Pesch steht vor den Trümmern seines Lebenswerks.
„Keinen klaren Gedanken fassen“Besitzer von abgebranntem Sürther Bootshaus ist fassungslos
Achim Pesch, Besitzer des Sürther Bootshauses, steht am Nachmittag vor seinem brennenden Bootshaus und findet kaum Worte. „Ich habe zwei Jahre lang hier zehn Stunden am Tag gearbeitet, habe hier gerade die Zugangsbrücke für eine halbe Million neu gebaut – und das wäre das Letzte gewesen, von dem ich mich getrennt hätte“, sagt Pesch dem WDR.
Das Sürther Bootshaus hatte sich seit der Übernahme durch Achim Pesch zu einem der beliebtesten Ausflugslokale im Kölner Süden entwickelt. Am Nachmittag weiß der Besitzer noch nicht, wie es weitergehen soll: „Im Moment kann ich keinen klaren Gedanken fassen. Geht nicht. Ist viel Kopfkino.“
Feuer zerstört Sürther Bootshaus – Gastank wird zur Gefahr
Um 14.36 Uhr gehen bei der Feuerwehr Köln mehrere Notrufe ein. Rauch und Feuerschein im Dachbereich des Sürther Bootshauses. Wenig später steht das Bootshaus am Rhein in Vollbrand, die Rauchwolke ist weithin sichtbar.
Glück im Unglück: Das Bootshaus hatte an diesem Tag Ruhetag, Gäste waren nicht vor Ort. Vier Personen konnten sich selbstständig aus dem Anlegeboot retten und blieben unverletzt. Der ersteintreffende Rettungswagen versorgte sie vorsorglich.

Das Sürther Bootshaus ist am Dienstagnachmittag ausgegebrannt.
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„Als wir eingetroffen sind, haben wir uns erstmal erkundigt, ob noch Personen in dem Objekt selber drin sind, und anschließend sind wir in die Brandbekämpfung übergegangen“, schilderte ein Sprecher der Feuerwehr die Lage vor Ort.
Besondere Gefahr ging während des Einsatzes von einem nahegelegenen Gasbehälter aus. Der wurde provisorisch runtergekühlt, um Schlimmeres zu verhindern. Die Feuerwehr sicherte den Behälter unter Atemschutz ab.
Sürther Bootshaus: Feuerlöschboot kann nicht helfen
Erschwerend kam das aktuelle Niedrigwasser im Rhein hinzu. Normalerweise würden Feuerwehrschiffe von der Wasserseite aus löschen – dieses Mal mussten sie unverrichteter Dinge wieder abrücken. Die Einsatzkräfte erreichten das Brandobjekt stattdessen zu Fuß.
Zusätzlich waren ein Rettungsboot der Feuerwehr sowie ein Boot der Wasserschutzpolizei zur Absicherung auf dem Fluss im Einsatz, eine Drohne der Feuerwehr Köln unterstützte aus der Luft bei der Suche nach Brandherden und Glutnestern.
Um 15.38 Uhr hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. Insgesamt waren rund 100 Kräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz. Die Nachlöscharbeiten gestalten sich schwierig: Um alle Glutnester vollständig zu bekämpfen, mussten Teile des Daches abgetragen werden. (mt)
