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Aktuelle Stunde BV RodenkirchenFortuna-Aufstieg bringt neue Herausforderungen rund ums Südstadion

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Der SC Fortuna ist in die 3. Liga aufgestiegen. Verein, Politiker, Polizei und Verwaltung machen sich Gedanken zu Lösungen für die gestiegenen Anforderungen, die der Aufstieg des Südstadtvereins mit sich bringt.

Der SC Fortuna ist in die 3. Liga aufgestiegen. Verein, Politiker, Polizei und Verwaltung machen sich Gedanken zu Lösungen für die gestiegenen Anforderungen, die der Aufstieg des Südstadtvereins mit sich bringt.

Fortuna Kölns Aufstieg in die 3. Liga erhöht die Anforderungen an Verkehr, Sicherheit und Organisation am Südstadion. Die BV beriet über Lösungen.

Der Aufstieg des SC Fortuna Köln in die 3. Liga sorgt für Begeisterung bei den Fans, stellt aber das Umfeld des Südstadions in Zollstock auch vor neue Herausforderungen. Auf Antrag der FDP/KSG-Fraktion befasste sich die Bezirksvertretung Rodenkirchen Ende Juni in einer Aktuellen Stunde mit den Auswirkungen des künftigen Drittligabetriebs. Zu Gast waren unter anderem Fortuna-Präsident Hanns-Jörg Westendorf, der Leiter der Polizeiinspektion 2, Michael Brockmann, sowie Horst Janke vom städtischen Ordnungsamt. Schriftliche Stellungnahmen kamen vom Sportamt, der Kölner Sportstätten GmbH und dem Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung.

Fortuna Köln ist aufgestiegen. Feier im Südstadion nach dem Schlusspfiff. Die Spieler Georg Strauch und Enzo Wirtz mit Fortuna-Präsident Hanns-Jörg Westendorf (2.v.l.).

Fortuna Köln ist aufgestiegen. Feier im Südstadion nach dem Schlusspfiff. Die Spieler Georg Strauch und Enzo Wirtz mit Fortuna-Präsident Hanns-Jörg Westendorf (2.v.l.).

Mit dem Aufstieg werden statt bislang durchschnittlich knapp 2900 künftig je nach Gegner 4000 bis 5000 Zuschauer erwartet. Bei Spielen gegen Traditionsvereine wie Rot-Weiss Essen, Alemannia Aachen, Hansa Rostock oder den MSV Duisburg dürften es deutlich mehr werden.

Einigkeit bestand darin, dass der Spielbetrieb im Südstadion grundsätzlich auch in der 3. Liga möglich ist. Gleichzeitig seien zusätzliche Konzepte für Verkehr, Parken, den öffentlichen Nahverkehr und die Sicherheit erforderlich. Diskutiert wurden unter anderem weitere Parkflächen, Shuttle-Angebote für Gästefans sowie eine engere Taktung der KVB bei Spielen mit großem Zuschauerandrang.

Parkplatzsituation problematisch

Größtes Problem bleibe die angespannte Parksituation rund um das Stadion – auch weil der Stadionparkplatz seit 2022 für eine städtische Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete genutzt wird. Die Unterkunft soll zwar Ende des Jahres aufgegeben werden, die Fläche wird anschließend jedoch Teil des Inneren Grüngürtels der Parkstadt Süd und steht damit dauerhaft nicht mehr als Parkplatz zur Verfügung.

Ein Shuttle-Service vom Bahnhof Deutz, der eine Möglichkeit darstellt, Besucherströme von auswärts zu lenken, sei aus Sicht des Vereins „die schlechteste Lösung“, sagte Westendorf. Bezirksbürgermeisterin Sabine Müller regte an, erneut mit der Gothaer Versicherung, die praktisch gegenüber dem Stadion ihren Sitz hat, über eine zeitweise Nutzung ihrer Parkplätze an Spieltagen zu sprechen. „Das wäre eine sehr gute Lösung“, meinte Westendorf.

Polizeioberrat Brockmann verwies auf bewährte Einsatzkonzepte für Fußballspiele, machte aber deutlich, dass sich die Sicherheitsmaßnahmen künftig stärker am jeweiligen Gegner orientieren müssten. Begegnungen mit Rostock, Aachen, Essen, Duisburg oder Münster könnten als Hochrisikospiele eingestuft werden. Auswirkungen auf die Nachbarschaft ließen sich dabei nicht vollständig vermeiden, so Brockmann.

Der Vorschlag eines Bezirksvertreters, Heimspiele ins Rhein-Energie-Stadion zu verlegen, wurde von Westendorf aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen zurückgewiesen.

Zum Abschluss überwies die Bezirksvertretung das Thema einstimmig zur weiteren Bearbeitung an die Verwaltung. Ziel ist es, rechtzeitig vor Saisonbeginn tragfähige Lösungen für einen sicheren und möglichst reibungslosen Drittligabetrieb zu entwickeln. Saisonstart der 3. Liga ist am 7. August.