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Kölner Promis über Sarah Engels„Kölscher Charme kann ganz Europa verzaubern“

4 min
Sarah Engels singt beim ersten Halbfinale des 70. Eurovision Song Contest.

Sarah Engels startet am Samstag (16. Mai 2026) mit dem Song „Fire“ für Deutschland beim 70. Eurovision Song Contest.

Gelingt Sarah Engels mit kölscher Power endlich ein akzeptabler Platz beim Eurovision Song Contest? In Köln sind die Daumen gedrückt.

Wie schneidet Deutschland am Samstag (16. Mai 2026) beim 70. Eurovision Song Contest (ESC) ab? Sarah Engels (33) geht mit ihrem Song „Fire“ an den Start. Schafft es die Kölnerin, nach den Plätzen 15, 12, 26, 25 und 25 in den vergangenen Jahren ein besseres Ergebnis einzufahren?

Sarah Engels beim ESC: Kolleginnen und Kollegen drücken Daumen

Mit Guildo Horn (1998 Platz 7 mit „Guildo hat euch lieb“), Stefan Raab (2000 Platz 5 mit „Wadde hadde dudde da?“), Michelle (2001 Platz 8 mit „Wer Liebe lebt“), Roman Lob (2012 Platz 8 mit „Standing Still“) und Cascada (2013 Platz 21 mit „Glorious“) waren in der Vergangenheit mehrmals Künstlerinnen und Künstler aus dem Rheinland am Start.

Nun also die in Hürth aufgewachsene und in Köln lebende Sarah Engels. Wir haben uns in der Kölner Szene umgehört. So sehen die Kolleginnen, Kollegen und Experten die Chancen.

Sven West (Sänger der Räuber): „Die Nummer ist ihr wie auf den Leib geschnitten. Shakira hätte diese Nummer sicher sehr gerne gehabt. Ich finde es krass, zu sehen, wie selbstbewusst Sarah Engels auf der Bühne auftritt. Das hat Beyoncé-Standard. Die Stimme bricht auch bei den Tanzeinlagen nicht ab, obwohl sie unfassbar viel performt. Die Räuber wünschen ihr auf jeden Fall den Sieg. Unabhängig davon bin ich mir sicher, dass wir diese Nummer in diesem Sommer sehr, sehr oft hören werden.“

Micky Brühl (Ex-Frontmann der Paveier): „Ich beobachte den ESC schon seit meiner Kindheit und fand die Songs früher etwas eingängiger. Mit Sarah haben wir eine richtig gute Sängerin am Start. Sie kann tanzen und singt hervorragend. Über jedes Lied lässt sich streiten, das ist immer Geschmacksache. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie mit ihrem Charme relativ weit oben landet. Mein größter Wunsch ist, dass der ESC nicht wieder so politisch benutzt wird.“

Patrick Lück (Sänger der Höhner): „Ein kölsches Mädchen für Deutschland beim ESC – was will man mehr? Als Botschafter des Frohsinns und der Stadt Köln freuen wir uns, dass jemand die Stadt bei so einem großen Event vertritt. Ich habe sie bei ‚Loss mer Weihnachtsleeder singe‘ im Stadion erlebt. Sie ist eine tolle Sängerin, da gibt es keinen Zweifel. Ihr Titel ist ein toller Popsong, der gut ins Ohr geht. Vom musikalischen Gesamtpaket müsste sie theoretisch um die ersten Plätze mitkämpfen. Aber man hat auch schon oft beim ESC erlebt, dass der verrückteste oder abgedrehteste Beitrag gewinnt. Wir drücken mit der ganzen Band auf jeden Fall alle Daumen.“

Gastauftritt von Sarah Engels
bei „Holiday on Ice“.

Sarah Engels war auch schon Teil von „Holiday on Ice“ in der Lanxess-Arena.

Nico Gomez: „Ich wünsche ihr den allergrößten Erfolg. Ich weiß, dass sie hart arbeitet. So fantastisch zu singen und dabei zu tanzen, das muss man ihr erst mal nachmachen. Sie hätte den Sieg auf jeden Fall verdient. Ich stehe komplett hinter ihr.“

Stefan Löcher (Geschäftsführer Lanxess-Arena): „Sarah Engels ist ein echtes kölsches Mädchen und wird beim ESC neben ganz Deutschland natürlich auch insbesondere das Rheinland repräsentieren. Ich habe sie bereits mehrfach hier bei uns erleben dürfen – unter anderem als Stargast bei ‚Holiday on Ice‘ – und sie begeistert jedes Mal mit ihrer unglaublichen Ausstrahlung und ihrer starken Stimme. Auch ihr ESC-Song hat großes Potenzial. Für ihre Teilnahme drücken wir natürlich fest die Daumen und sind uns sicher, dass sie Deutschland hervorragend auf der internationalen Bühne vertreten wird.“

Sarah Engels in der Titanic-Ausstellung.

Eine Powerfrau mit guter Laune. Sarah Engels bei der damaligen Titanic-Ausstellung in Köln.

Marita Köllner: „Der ESC bekommt in diesem Jahr ein ganz besonderes Stück kölsches Herz geschenkt. Eine Kölnerin auf dieser großen Bühne – dat es doch schon jet Wunderschönes! Mit Charme, Wärme, Lebensfreude und diesem unverwechselbaren ‚Mer stonn zesamme‘-Gefühl bringt Köln etwas mit, das man nicht lernen kann: echte Ausstrahlung. Und genau das spüren die Menschen. Nicht nur die Stimme zählt beim ESC, sondern Persönlichkeit, Jeföhl und die Fähigkeit, Herzen zu erreichen. Der kölsche Charme hat schon so viele Menschen verzaubert – warum also nicht auch ganz Europa? Ich drücke fest die Daumen, dass sie unter die ersten zehn kommt. Verdient wäre es allemal. Und egal, wie es ausgeht: Wenn eine Kölnerin mit Herz, Humor und Ausstrahlung dort oben steht, dann hat Köln schon gewonnen. Alaaf auf die Musik, auf den Mut – und auf ganz viel kölsches Jeföhl beim ESC!“