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Blau-Gelbes KreuzStadt Köln spendet Stromgeneratoren an ukrainische Partnerstadt

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23.02.2026, Köln: Anlässlich des vierten Jahrestags des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine spenden Mitarbeitende der Stadt Köln 20.000 Euro für Stromgeneratoren, die in der Kölner Partnerstadt Dnipro  zum Einsatz kommen sollen. Oberbürgermeister Torsten Burmester trifft dazu die Honorarkonsulin der Ukraine Linda Mai (rechts). Foto: Arton Krasniqi

Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) trifft die Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Blau-Gelbes Kreuz Linda Mai (rechts).

Mitarbeiter der Stadt hatten Geld für die Geräte gesammelt. Oberbürgermeister Burmester übergab das Geld am Montag dem Blau-Gelben Kreuz.

20.000 Euro haben Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadt Köln für Stromgeneratoren gespendet, die in der ukrainischen Partnerstadt Dnipro zum Einsatz kommen werden. Am Montag hat Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) die Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Blau-Gelbes Kreuz, Linda Mai, im Hilfsgüter-Lager der humanitären Organisation in Raderberg getroffen, um ihr die Spende offiziell zuzusagen. Der Verein wird die Generatoren beschaffen und für den Transport nach Dnipro sorgen.

Außerdem hat die Stadt Köln einen Hybridgenerator mit Mitteln der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beschafft, den das Blau-Gelbe Kreuz ebenfalls in die Millionenstadt im Südosten der Ukraine bringen wird. Das rund 80.500 Euro teure Gerät besteht aus Solarmodulen, einer Batterie und einem Dieselgenerator und kann circa 15 bis 20 Einfamilienhäuser mit Strom versorgen.

Burmester betont Solidarität mit Ukraine

Es wird an ein Kommunalunternehmen in Dnipro überreicht. Die 20.000 Euro der städtischen Mitarbeitenden sind dadurch zusammengekommen, dass sie jeden Monat freiwillig auf die Centbeträge ihres Nettogehalts zugunsten von sozialen Projekte in Kölns Partnerstädten oder Hilfsmaßnahmen in Krisenregionen weltweit verzichten.

Roman, Leiter der Lagerhalle des Blau-Gelben Kreuzes, zeigt die Palette mit Stromgeneratoren, die bereit für die Fracht ist.

Roman, Leiter der Lagerhalle des Blau-Gelben Kreuzes, zeigt die Palette mit Stromgeneratoren, die bereit für die Fracht ist.

Beim Rundgang durch die Lagerhalle dankte Mai für die Spenden. Burmester seinerseits gab seiner Dankbarkeit dafür Ausdruck, dass der Verein sich mit seinen ehrenamtlichen Kräften um die Organisation kümmert: „Ohne Sie könnten wir die Hilfe nicht in die Ukraine bringen.“ Diese Hilfe sei „ein Zeichen unserer absoluten Solidarität mit der Ukraine“ und „für uns selbstverständlich, um das unermessliche Leid der Bevölkerung zu lindern“, hatte Burmester vor dem Termin geäußert.

Köln und Dnipro sind seit August 2024 Partnerstädte

Die russische Kriegsführung sei „menschenverachtend“, denn „wer bei nächtlichen Temperaturen von bis zu minus 25 Grad systematisch Heizkraftwerke, Stromversorgung und kommunale Infrastruktur angreift, der bringt Alte und Kranke, Kinder und Bedürftige in tödliche Gefahr.“ Aus Dnipro hat sich dessen Bürgermeister Borys Filatow so vernehmen lassen: „Wir glauben aufrichtig an die Kraft der Solidarität und Menschlichkeit.“ Jeder gespendete Generator, jede Ladestation sei „eine konkrete Geschichte von geretteter Gesundheit und manchmal sogar von gerettetem Leben“.

Köln und Dnipro haben im August 2024 eine Städtepartnerschaft geschlossen. Humanitäre Hilfe sowie der Fachaustausch in Bereichen wie Energieeffizienz, Krankenhaushygiene, Bevölkerungsschutz und Kultur gehören dazu. Anfang 2025 hat die Stadt Köln Dnipro 30 gebrauchte Rettungswagen geschenkt, von denen mittlerweile 18 am Bestimmungsort angelangt sind.

Zusammen mit Linda Mai führten Logistikleiter Boris Ganovschii und Nadiia Khmeliuk, die sich um Kinderprojekte kümmert, durch das Lager. Gefüllt ist sie zum Beispiel mit Krankenhausbetten, Trinkwassercontainern, Schulranzen, Geschenkboxen für Neugeborene und medizinischen Apparaten wie Inkubatoren und Ultraschallgeräten. All dies wird dringend benötigt. Dazu zählen auch „Rescue Backpacks“ genannte Notfallausrüstungen, mit deren Hilfe sich das Leben von jeweils fünf Menschen retten lässt. „Der Bedarf ist tagtäglich sehr groß“, so Khmeliuk.

„Das Lager darf nicht leer werden, bevor der Krieg endet“, sagte Mai. Außer den Hilfsgütern standen am Montag zwei Motivwagen aus dem Düsseldorfer Rosenmontagszug in der Halle, mit denen der Wagenbauer Jacques Tilly den Terror der Regierung Putins und ihre Kriegsverbrechen anprangert. Die beiden Periflagewagen werden am Dienstag auf dem Roncalliplatz stehen, wo der Verein Blau-Gelbes Kreuz zusammen mit dem Lew Kopelew Forum und Pulse of Europe Köln ab 19 Uhr eine Kundgebung zum vierten Jahrestag des Beginns der russischen Vollinvasion der Ukraine abhält.