Ein geplantes Zentrum für Suchtkranke im Kölner Pantaleonsviertel stößt auf Gegenwehr. Rund 200 Menschen kamen zu einem Info-Abend.
Kölner PantaleonsviertelAufgeheizte Stimmung beim Info-Abend zum Suchthilfezentrum
Eine große Menschenmenge hat sich am Dienstagabend vor dem Berufskolleg am Perlengraben versammelt. Die Vorhaben der Stadt sollten bei einem Info-Abend von Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD), dem Sozialdezernenten Harald Rau sowie Polizeipräsident Johannes Herrmanns erläutert werden. Die Stadtverwaltung beabsichtigt, auf der Grünanlage im Pantaleonsviertel noch im laufenden Jahr ein Zentrum für Suchthilfe (SHZ) zu bauen. Teil der Einrichtung wird auch ein Raum zum Konsum von Drogen sein. Damit soll die Lage am Neumarkt beruhigt werden, da dort die Drogenszene seit langer Zeit für Unsicherheit sorgt.
Geplantes Suchthilfezentrum: Widerstand im Pantaleonsviertel
Im Pantaleonsviertel formierte sich in den letzten Wochen Protest gegen die Vorhaben, und es wurde eine Interessengemeinschaft (IG) ins Leben gerufen. Vor der Aula kamen am Dienstagabend viele Mitglieder und Befürworter der IG zusammen. Die Anzahl der Teilnehmer wurde von einem Reporter gegen 17 Uhr auf etwa 200 Menschen geschätzt. Um ihren Protest zu zeigen, hielten viele von ihnen farbige Schilder mit Slogans wie „Der Schulweg darf kein Risiko sein“ und „Tausende Schüler vor Drogen schützen“ hoch. Das berichtet „t-online“.
Aufgrund des erwarteten hohen Andrangs wurde der Ort der Veranstaltung von der Stadt bereits geändert. Bereits in der Woche zuvor konnten bei einer Versammlung für Anwohner zu den SHZ-Vorhaben circa 100 Personen nicht teilnehmen und mussten gehen. In der Aula des Berufskollegs gab es lediglich Sitzplätze für 400 Menschen. Damit dieses Mal jeder dabei sein kann, gab die Stadt Köln bekannt, das Ereignis zusätzlich per Livestream über Youtube zu senden.
Eine Anwohnerin mit dem Namen Judith teilte t-online ihre Bedenken mit: „Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass dieser Beschluss noch verhindert wird.“ Sie sorge sich um die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Weg zur Schule sowie um einen eventuellen Anstieg der Beschaffungskriminalität im Stadtteil. Zusätzlich zu den Schildern bei dem Protest hatte die Interessengemeinschaft in den letzten Tagen auch Poster gegen das Vorhaben an Fassaden im Viertel befestigt. (red)
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