Kritik an ReinigungsfirmaHygiene in  Kölner Kliniken soll schlecht sein

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Ein Krankenhaus-Gebäude von außen betrachtet.

Das Krankenhaus Merheim der Kliniken der Stadt Köln

Geschäftsführer Axel Goßmann hat angekündigt, die Vorwürfe aufklären zu wollen und sich gegebenenfalls Konsequenzen vorzubehalten.

Die städtischen Kliniken haben am Freitag auf einen Bericht in der Sendung „Team Wallraff“ beim Fernsehsender RTL über die Gebäudereinigung in den Krankenhäusern Holweide und Merheim reagiert. Eine Redakteurin hatte sich beim von den Kliniken beauftragten Gebäudereinigungsunternehmen Apleona als Reinigungskraft anstellen lassen, um anonym die Reinigungsleistung zu prüfen und diverse Örtlichkeiten in den Kliniken Köln mittels eines sogenannten „Glowcheck“ zu testen.

Test mit unsichtbarer Flüssigkeit im Krankenhaus Merheim

Mit einer unsichtbaren Flüssigkeit soll damit unter Blaulicht eine nachlässige Reinigung nachweisbar sein. Die Kontrolle soll ergeben haben, dass 18 der 26 markierten Stellen nicht gereinigt worden sein sollen. Reinigungskräfte sollen laut des Fernsehberichts zudem teilweise die selben Putzlappen für Toiletten und Waschbecken benutzt haben. Das Reinigungsunternehmen kümmert sich auch um das Kinderkrankenhaus an der Amsterdamer Straße.

„Hygienische Sauberkeit hat in unseren drei Krankenhäusern in sämtlichen Bereichen eine absolut hohe Priorität, unser Dienstleister Apleona trägt in unserem Auftrag eine besondere Verantwortung“, sagte Professor Axel Goßmann, Geschäftsführer der Kliniken Köln, am Freitag. Der Beitrag habe die Leistungen des von den Kliniken beauftragten Unternehmens „drastisch in Frage gestellt“.

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Kliniken Köln stehen in schlechtem Licht da

Durch die bundesweite Berichterstattung würden nun unter anderem die Kliniken Köln und insbesondere das Krankenhaus Merheim öffentlich in einem sehr negativen Licht dastehen. Die Geschäftsführung der Kliniken Köln und die zuständigen Abteilungen seien bereits im Gespräch mit Apleona. „Es werden umgehend weitere Maßnahmen zur Sicherstellung einer hygienisch einwandfreien Reinigungsleistung eingesetzt. Weitere Konsequenzen behalten wir uns vor“, sagte Goßmann.

Die Kontrolle der Reinigungsleistung mittels Blaulicht sehen die städtischen Kliniken dennoch kritisch. Das Verfahren könne je nach Qualität des Untergrundes auch auf einer optisch glatten Fläche „falsch-positive“ Befunde auslösen. Das gelte vor allem für bestimmte Bereiche im Krankenhaus Merheim, die im Film gezeigt wurden. (red)

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