Das Land fördert das Vorhaben mit 9,9 Millionen Euro. NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes kam vergangenen Donnerstag an die Uni Köln, um den Bescheid zu übergeben.
Mehr Rechenpower für KIUni Köln baut Hochleistungsrechner für NRW-Hochschulen aus

Mehr Rechenpower für KI: Die Universität zu Köln baut das Hochleistungsrechnen für nordrhein-westfälische Hochschulen aus. Ministerin Ina Brandes überreicht der Uni eine Förderzusage für ein High Performance Computing Basiscluster an Joybrato Mukherjee (rechts) und Stefan Wesner.
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Das Land Nordrhein-Westfalen investiert rund zehn Millionen Euro in neue Rechenkapazitäten für Hochschulen. An der Universität zu Köln entsteht ein Hochleistungsrechner, der künftig Forschenden und Studierenden aus elf Hochschulen im ganzen Land zur Verfügung stehen soll.
Wissenschaftsministerin Ina Brandes übergab am Donnerstag den Förderbescheid für das Projekt „hpcBasisCluster2.NRW“ an Rektor Joybrato Mukherjee und Projektleiter Stefan Wesner, Direktor des IT-Centers der Uni. Das Gesamtvolumen der Förderung beträgt 9,9 Millionen Euro über sechs Jahre – davon stammen neun Millionen Euro aus dem NRW-Plan für gute Infrastruktur, 900.000 Euro steuern die beteiligten Hochschulen selbst bei.
Der Rechner soll nach seiner Fertigstellung der stärkste sogenannte Tier-3-Rechner in NRW sein – also in der Kategorie der Grundversorgung – und bundesweit zu den größten Systemen seiner Klasse gehören. Rund 80 Prozent der Kapazitäten sind für Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz vorgesehen. Damit sollen auch hochsensible Daten unabhängig von kommerziellen oder ausländischen Anbietern verarbeitet werden können.
An der Uni Köln: Mehr Rechenkapazität für astronomische Datenauswertung und medizinische Simulationen
NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes sagte am Donnerstag: „Für unsere exzellente Forschung und Lehre schaffen wir eine ebenso exzellente Infrastruktur. Dazu treiben wir die zentrale Versorgung unserer Hochschulen mit Rechenkapazität konsequent voran, die wir zur Weiterentwicklung von KI und anderen Zukunftstechnologien dringend benötigen. Nordrhein-Westfalen führt Forschungsdaten und Hochleistungsrechnen künftig in vier zentralen Rechenzentren zusammen, um die Ressourcen dort zu bündeln, wo sie genutzt werden.“
Für Rektor Mukherjee bedeutet das Projekt „einen entscheidenden Fortschritt, um datenintensive Forschung auf internationalem Spitzenniveau und innovative Lehre zu betreiben, insbesondere im dynamisch wachsenden Bereich der Künstlichen Intelligenz.“
An der Universität zu Köln ist geplant, den Rechner unter anderem für astronomische Datenauswertungen, quantenchemische Berechnungen und medizinische Simulationen zu nutzen. Besonders profitieren sollen Hochschulen, die keine eigene Recheninfrastruktur betreiben.
Das System wird in zwei Stufen aufgebaut. Die erste soll noch Ende 2026 in Betrieb gehen, der endgültige Ausbau ist für Ende 2027 geplant. (gam)
