Ferdinand Lutz und Britta Weyers eröffnen in der Stadtbibliothek die Literaturaktion „Junges Buch für die Stadt“
„Junges Buch für die Stadt“Ein ganz besonderer Ausflug

Start der Aktion „JUNGES BUCH FÜR DIE STADT 2026“ zusammen mit dem Jungen Literaturhaus und der Stadtbibliothek Köln -- Ferdinand Lutz und Britta Weyers stellen das neue Buch vor.
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Vor fünf Jahren hat der Kölner Comic-Zeichner und Trickfilmer Ferdinand Lutz den Péridot-Verlag gegründet. Kleine Schätze will er dort bergen, und einen besonders schönen hat er mit Jockum Nordströms Bilderbuch „Sailor und Pekka erledigen was in der Stadt“ gefunden, das in diesem Jahr das „Junge Buch für die Stadt“ ist. Die Lese-Aktion für das junge Publikum ist ein Gemeinschaftsprojekt des Jungen Literaturhauses Köln, der Kölner Stadtbibliothek und von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Kölnischer Rundschau“. Auch Liesbert, das Maskottchen des Vorleseprojekts LeseWelten der Kölner Freiwilligen Agentur begrüßte das Publikum.
Am Sonntagnachmittag präsentierte der Verleger mit Moderatorin Britta Weyers in der Auftaktveranstaltung im Interim der Stadtbibliothek an der Hohe Straße das Buch. Die Reihen in den zum Glück klimatisierten Räumen waren sehr gut gefüllt und Eltern und Kinder gleichermaßen gefesselt von Nordströms wunderbaren Zeichnungen und verrückten Ideen. „Es ist schön, wenn man nicht nur Fan sein muss, sondern Verleger sein darf“, sagte Lutz, dessen Begeisterung für dieses besondere Buch sich sofort aufs Publikum übertrug. Er hat Nordström auch schon in dessen „sehr chaotischem Atelier“ in Schweden besucht, die Geschichte von Sailor und Pekka spielt aber wohl eher im Süden Europas, wo Nordström mit seiner Familie eine Zeit lang gelebt hat.
Skurrile Einfälle begeistern
Das Bilderbuch-Kino, das Thomas Pelzer aus der Vorlage gemacht hat, stellten Lutz und Weyers gemeinsam vor und hatten dabei sichtlich Spaß. Aber auch das Publikum musste seinen Teil dazu beitragen, zu erzählen, wie Sailor, der seinen Pullover verloren hat, und sein sprechender Hund Pekka in die Stadt aufbrechen, um einen neuen zu kaufen. Und weil sie gerade schon mal da sind, geht Pekka auch gleich zum Friseur – und Sailor lässt sich ein Tattoo stechen. Die Jungen und Mädchen im Saal mussten das alles mit den passenden Geräuschen untermalen.
Es sind besonders die skurrilen Einfälle und die eigenwillige Bildsprache von Jockum Nordström, die das Buch auch für Erwachsene reizvoll machen. Da weint ein Clown um seine verlorene Trompete, die sich später beim Affen des Tätowierers wiederfindet. Und ein Hund geht eben ganz selbstverständlich zum Friseur.
Nach dem Bilderbuch-Kino war aber noch nicht Schluss, denn Ferdinand Lutz ist eben nicht nur Verleger, sondern auch selbst Comic-Zeichner. Zweimal im Jahr gibt er das Comic-Magazin „Polle“ heraus. Und am Sonntag machte er den Kindern im Saal eine besondere Freude, denn diese durften sich wünschen, welche neuen Tattoos er Sailor auf den Rücken zeichnen sollte. Da kam einiges zusammen.
Am Ende zierten ein Herz, eine Schlange, ein Schmetterling, gleich zwei Fußbälle, eine Giraffe, ein Fuchs, ein Pferd, ein Pony und viele weitere Tiere den Rücken des Seebären. Und wer Lust auf noch mehr Geschichten von den beiden hat, kann sich freuen: Vor kurzem ist „Sailor ist krank“ im Péridot-Verlag erschienen. Das passiert eben, wenn man mit nacktem Oberkörper in die Stadt spaziert.
