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„Aktenzeichen XY“ im ZDF80 neue Hinweise im Fall der spurlos verschwundenen Inga Gehricke

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Für die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ wird ein Beitrag über die vermisste Inga Gehricke aus Schönebeck erstellt. Im ZDF-Landesstudio in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) wird daran gearbeitet.

Das damals fünfjährige Mädchen war am 2. Mai 2015 während eines Familienbesuchs auf dem Wilhelmshof im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt spurlos verschwunden. (Archivbild)

Nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ prüft die Polizei rund 80 neue Hinweise im Vermisstenfall der fünfjährigen Inga Gehricke.

Im ungelösten Vermisstenfall der fünfjährigen Inga Gehricke prüft die Polizei neue Ermittlungsansätze. Nach der Ausstrahlung der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ am Mittwochabend seien bei den Ermittlern in Halle sowie beim ZDF insgesamt rund 80 neue Hinweise eingegangen, wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte.

Polizeihauptkommissar Michael Ripke zeigte sich in der Sendung vorsichtig optimistisch, dass sich unter den Hinweisen ein wichtiger Ermittlungsansatz befinden könnte. Bei den Eingängen handele es sich überwiegend um mögliche Sichtungen des Mädchens sowie um Hinweise zu weiteren Ermittlungsansätzen oder bislang nicht überprüften Orten. Einige Anrufer hätten sich zum ersten Mal bei den Behörden gemeldet.

Inga Gehricke: Verschwinden bei einem Familienfest im Jahr 2015

Das damals fünfjährige Mädchen war am 2. Mai 2015 während eines Familienbesuchs auf dem Wilhelmshof im Landkreis Stendal spurlos verschwunden. Gegen 18.40 Uhr wurde das Kind bei den Vorbereitungen zu einem Grillfest letztmalig gesehen. Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen unter Einbindung von Geologen und Archäologen sowie der Überprüfung hunderter Spuren blieb der Verbleib des Mädchens bislang ungeklärt.

Die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord gab am 8. Mai 2015 ein Foto der vermissten fünfjährigen Inga heraus.

Die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord gab am 8. Mai 2015 ein Foto der vermissten fünfjährigen Inga heraus. (Archivbild)

Die Ermittler halten weiterhin verschiedene Szenarien für möglich und schließen auch nicht aus, dass Inga Gehricke noch leben könnte. Vor diesem Hintergrund bittet die Polizei weiterhin um sachdienliche Hinweise. Von Interesse sind insbesondere Beobachtungen von Personen oder Fahrzeugen im Bereich des Wilhelmshofes zum Zeitpunkt des Verschwindens sowie Angaben zum Verbleib des Mädchens nach dem 2. Mai 2015.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, ist eine Belohnung von insgesamt 50.000 Euro ausgesetzt, davon 25.000 Euro von der Polizei und weitere 25.000 Euro aus privater Hand.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0345/224-1291 oder per E-Mail an cold-case-wald@polizei.sachsen-anhalt.de entgegen. Eine Fahndungsseite zu Inga Gehricke hat auch das Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlicht.