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Bodycams für Bahn-PersonalAusrüstung soll nach Angriffen für mehr Sicherheit sorgen

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Bodycam-Training bei der Deutschen Bahn

Rund ein Drittel der Kundenbetreuer bei der Deutschen Bahn haben sich eine Bodycam aushändigen lassen. (Symbolbild)

Wegen zunehmender Angriffe auf Mitarbeiter stattet die Deutsche Bahn ihr Personal jetzt mit Bodycams zur Deeskalation aus.

Die Angriffe auf Bahnmitarbeiter haben erheblich zugenommen. Als Reaktion führt die Deutsche Bahn eine Neuerung ein.

Seit kurzer Zeit rüstet die Deutsche Bahn ihr Personal mit direktem Kundenkontakt in Zügen und an Bahnhöfen mit Körperkameras aus. Dieses auf Freiwilligkeit basierende Angebot wurde bisher von etwa einem Drittel der Belegschaft angenommen. „Bis Jahresmitte wollen wir eine Quote von 50 Prozent erreichen“, sagte DB-Regio-Chef Harmen van Zijderveld der Deutschen Presse-Agentur. Eine ausreichende Anzahl an Geräten stehe zur Verfügung. Darüber hinaus ist bis zum Sommer für alle Mitarbeiter im Kundenkontakt die Teilnahme an einem obligatorischen Training vorgesehen.

Es wird angestrebt, die Körperkameras als festen Bestandteil der Ausstattung für das Personal im Kundenservice zu etablieren. „Wir werben dafür, dass die Beschäftigten nicht erst bis zu einem kritischen Vorfall warten, ehe sie eine Bodycam nutzen“, so van Zijderveld.

Anstieg bei Attacken auf Bahn-Mitarbeiter registriert

Erhebungen der Gewerkschaft EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) belegen wiederholt ein verbreitetes Unsicherheitsgefühl unter Zugbegleitpersonal während der Dienstzeit. Seit einem Vorfall mit Todesfolge in Rheinland-Pfalz hat die Sicherheitsdebatte an Bedeutung gewonnen. Ein Reisender fügte zu Beginn des Februars dem 36-jährigen Zugbegleiter Serkan Çalar durch Faustschläge gegen den Kopf derart schwere Verletzungen zu, dass der Mann verstarb.

Laut Informationen der Bundesregierung erhöhte sich die Anzahl der Attacken auf Mitarbeiter der Deutschen Bahn sowie anderer Bahngesellschaften im Zeitraum von 2024 bis 2025 um elf Prozent auf einen Wert von beinahe 2.690. Diese Information wurde vor Kurzem von der Interessensvertretung Allianz Pro Schiene veröffentlicht.

Funktionsweise der neuen Körperkameras

Die Körperkameras sind an der Dienstkleidung befestigt. In einer bedrohlichen Lage lassen sich die Kameras durch das Drücken eines Knopfes aktivieren. „Das Gegenüber sieht sich dann in der Bodycam, schon das hat oft eine deeskalierende Wirkung“, erklärte van Zijderveld. Sollte die Lage weiterhin angespannt sein, lässt sich durch erneutes Drücken des Knopfes die Aufzeichnung beginnen.

Aktuell nehmen die Kameras des Bahnpersonals ausschließlich Videomaterial auf. Das Unternehmen äußert jedoch die Hoffnung, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen für Audioaufnahmen bis zum Herbst geschaffen sein werden.

Verknüpfung der Kameras mit Notrufsystem geplant

Für die Zukunft ist eine technische Erweiterung vorgesehen. „Wir arbeiten gerade daran, dass die Bodycams auch mit den Notrufknöpfen, die viele Beschäftigte am Arm tragen, verknüpft werden“, sagte der Bahn-Manager. Angestrebt wird, dass die Körperkamera die Aufzeichnung selbstständig beginnt, wenn der Alarmknopf betätigt wird.

In Frankfurt am Main präsentiert die Bahn heute Resultate von initialen Pilotversuchen zur Erhöhung der Sicherheit bei der Tochtergesellschaft DB Regio, die beispielsweise Regionalzüge und S-Bahnen betreibt. Geplant sind dabei Vorführungen aus der Schulung für Zugpersonal, das in der Handhabung von Körperkameras sowie in Deeskalationstechniken unterrichtet wird. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.