Die Sanierung der Strecke dauert nun doch über den 7. August hinaus. Es gibt weiter Einschränkungen wegen der Großbaustellen Rösrath und Hoffnungsthal.
Regionalbahn25Sperrung wird aufgehoben, aber es gibt weiter Einschränkungen auf der Strecke

Am Bahnhof Rösrath ist schweres Gerät im Einsatz, die Arbeiten dort dauern noch bis zum Jahresende.
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Der Countdown läuft: Noch elf Tage ist die Regionalbahnstrecke 25 gesperrt. Am 7. August sollten die Sanierungsarbeiten nach vier Monaten abgeschlossen sein. Die schlechte Nachricht: Die Sanierung dauert an einigen Baustellen länger als geplant, so die Bahn gestern in einer Pressemitteilung. Um sogleich zu verkünden: „Ab Samstag, 8. August, bietet die DB wieder einen durchgehenden Zugverkehr zwischen Köln, Gummersbach und Lüdenscheid an.“ Gleichwohl, heißt es im nächsten Satz, gebe es „weiterhin entstehende Beeinträchtigungen“.
Am Bahnhof Hoffnungsthal hält bis zum 7. September kein Zug
Die haben es in sich. Denn das Wort „durchgehender Zugverkehr“ ist für den Bahnhof Hoffnungsthal wörtlich zu nehmen. Hier hält tatsächlich kein Zug bis zum 7. September, wie DB-Sprecher Dirk Pohlmann gestern auf Nachfrage bestätigte. Das las sich in der Pressemeldung anders, da war etwas allgemeiner die Rede davon, es komme bis zum 7. September in Hoffnungsthal „zu Haltausfällen“. Immerhin: Fahrgäste mit dem Ziel Hoffnungsthal können am Bahnhof Rösrath in die Buslinie 422 bis Hoffnungsthal Rathausplatz steigen. Go Rheinland finanziert nach eigenen Angaben zusätzliche bei der RVK bestellte Busse. Das bedeute „zwischen 5 Uhr bis ca. 1 Uhr am Folgetag“ ein „durchgehender 30-Minuten-Takt zwischen Rösrath und Hoffnungsthal Rathausplatz“.
Zweite Beeinträchtigung: Bis Ende des Jahres steht am Bahnhof Rösrath nur ein Gleis zur Verfügung. Bis voraussichtlich zum 5. Oktober, so die Bahn, kann nur das Gleis 1 angefahren werden. Das ist das Gleis direkt neben dem alten Bahnhofsgebäude. Grund dafür sind Verzögerungen bei den Arbeiten am neuen Bahnsteig am Gleis 2. Hier wird zudem das Bahnsteigdach erneuert. Sobald Gleis 2 angefahren werden kann, wird Gleis 1 „bis zum Jahresende“ gesperrt, damit auch dieser Bahnsteig erneuert werden kann.
Der Bahnhof Rösrath wird bis zum Jahresende eingleisig
Dort, wo sich sonst die Züge der RB25 aus den Fahrtrichtungen Köln-Hansaring und Oberberg/Lüdenscheid begegnen, gibt es bis zum Jahresende also nur ein Gleis. Die Folge: Die Verbindung Köln-Hansaring und Lüdenscheid wird „zunächst“ nur einmal pro Stunde bedient. Ein Halbstundentakt wird nur montags bis freitags eingerichtet und das auch nur für Züge zwischen Rösrath über Overath und Gummersbach.
Um auch Reisenden zwischen Köln und dem Bergischen einen Halbstundentakt anzubieten, wird der Schienenersatzverkehr (SEV) fortgeführt. Die Busse sind einmal in der Stunde im Einsatz – 30 Minuten zeitversetzt zur RB auf der Schiene. Allerdings: Auf der Straße beschränkt sich die Direktverbindung auf Köln Messe/Deutz und Overath – „ohne Zwischenhalte“ wie die Bahn schreibt. Rösrath-Stümpen und Rösrath werden demnach nicht angefahren. Der SEV RB 25X ist montags bis freitags von 5 bis 21 Uhr „voraussichtlich bis zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember unterwegs, wenn die Arbeiten am Bahnhof Rösrath abgeschlossen sein werden“, erläutert Go Rheinland.
Das ist der Stand der Dinge
Gleich mehrere Bauprojekte in einem Schwung wollte die Bahn seit 27. März umsetzen. Insgesamt will die Bahn 40 Millionen Euro in die und an der Strecke investieren.

Der neue Bahnhaltepunkt Vilkerath wird ab 13. Dezember seine ersten Fahrgäste begrüßen.
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Wie von der Bahn angekündigt, hat im Juni eine Baufirma den Bau des neuen Bahnhaltepunkts Vilkerath in Angriff genommen. Er liegt direkt an der Bahnunterführung der Straße „Zum Schlingenbach“. Ab 13. Dezember 2026, so informierte die Bahn gestern, sollen am neuen Haltepunkt die ersten Züge halten. Die DB investiert hier rund 3,7 Millionen Euro, gefördert vom Land NRW und Go Rheinland.

Am Bahnhof Rösrath soll die Personenunterführung inklusive der Treppe zum Bahnsteig 2 neu gebaut werden. Diese Arbeiten müssen nach Ende der Sperrung im laufenden Betrieb vonstatten gehen.
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Zehn Millionen Euro fließen in die Modernisierung des Bahnhofs Rösrath. Im Zuge der Modernisierungsoffensive „MOF 3“ sollen dort unter anderem die Bahnsteigüberdachung und die Unterführung komplett erneuert werden. „Leider ist es hier zu Verzögerungen bei der Umsetzung gekommen“, teilte die Bahn gestern mit. Das alte Bahnsteigdach ist inzwischen abgerissen. Aktuell wird am Gleisbett gearbeitet. Verzögerungen gibt es nicht nur beim Gleisbau, auch die Erneuerung beider Bahnsteige hängt noch dem Zeitplan hinterher.
Weiteres Problem: die Personenunterführung inklusive der Treppe zum Bahnsteig 2 soll neu gebaut werden. Diese Arbeiten müssen nun – nach Ende der Sperrung - im laufenden Betrieb laufen. Die Unterführung muss erst noch abgerissen und danach Schritt für Schritt neu gebaut werden. Das dauert jedoch: „Voraussichtlich im ersten Quartal 2027 ist die Unterführung wieder auf ganzer Breite nutzbar“, kündigt die Bahn an. Der gleiche Zeitrahmen gilt auch für das neue Bahnsteigdach. Das soll nachts, wenn fahrplanmäßig keine Züge fahren fertiggestellt werden - ebenfalls im ersten Quartal 2027.

Am Bahnhof Hoffnungsthal hält bis zum 7. September kein Zug. Der Mittelbahnsteig soll barrierefrei werden.
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Für mehr als fünf Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln soll der Bahnhof Hoffnungsthal modernisiert werden. Die beiden Dächer über der Treppe und auf dem Bahnsteig wurden direkt in den ersten Tagen der Sperrung zurückgebaut. Zwei Aufzüge sollen installieren werden, damit der Mittelbahnsteig künftig barrierefrei zu erreichen ist. Außerdem wird der Bahnsteig verlängert – zehn Meter Richtung Tunnel und sieben Meter Richtung Rösrath. Damit soll er auf einer Länge von 170 Metern nutzbar sein. Auch die Bahnsteigüberdachung soll verlängert werden. „Auch hier kommt es zu Verzögerungen“, schreibt die Bahn.

Der Bahnübergang Brünsbacher Weg wird voraussichtlich Ende Oktober 2026 für den Verkehr freigegeben.
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Zwischen Rösrath-Hoffnungsthal und Bleifeld wird der Bahnübergang Brünsbacher Weg für rund 2,3 Millionen Euro komplett modernisiert. Der Weg ist seit Wochen für den Verkehr gesperrt. Ab 8. August kann laut Bahn der „Bahnübergang aber wieder bequem vom Fußgänger- uns Radverkehr genutzt werden“. Allerdings: Für den Straßenverkehr kommt die Freigabe „voraussichtlich erst Ende Oktober 2026“. Der Grund dafür sind Arbeiten an einer Stützmauer, die noch nicht abgeschlossen sind. Eine uneingeschränkte Erfolgsmeldung hat die Bahn dann doch: Die Arbeiten in Overath am Bahnübergang Wiesenauel unweit der Siegburger Straße „wurden bereits pünktlich abgeschlossen“.
Derweil laufen auch in Oberberg die Sanierungsarbeiten nach dem 8. August weiter: Wegen Bauarbeiten sind Teilausfälle „in den Abend- und Nachtstunden vom 10. bis 15. August zwischen 20.40 Uhr und 04.45 Uhr zwischen Dieringhausen und Engelskirchen angekündigt. Auch hier sollten sich Bahnreisende wohl besser nicht auf „durchgehenden Zugverkehr“ auf der RB-Strecke 25 verlassen.
