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Kein barrierefreier AusbauCDU und SPD Leverkusen machen Druck auf Deutsche Bahn

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Bahnhof Manfort wird geputzt. Abschluss-PK Korridorsanierung Köln-Hagen auf dem Betriebsgelände in Leverkusen-Manfort

Der Bahnhof Manfort ist erneuert, aber weiterhin in Teilen nicht barrierefrei.

Eigentlich wollte die DB den Bahnhof barrierefrei ausbauen, das klappt aber nicht. Die Fraktionen beklagen jetzt die Kommunikation und die Interimslösungen.

Die Ratsfraktionen von CDU und SPD haben sich in einem offenen Brief an die DB Infrago gewandt, um „dafür zu werben, die barrierefreie Umgestaltung des Bahnhofs Leverkusen-Manfort so zeitnah wie möglich zu finalisieren“. Danach sieht es nämlich zurzeit nicht aus. Im Zuge der Streckensanierung Hagen–Wuppertal–Köln hatte die DB Infrago festgestellt, dass man eine geplante Rampe zu den Gleisen 2 und 3 in Richtung Köln nicht bauen könne, weil der Untergrund das nicht zulasse. 

Das heißt, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen gelangen nicht auf diese Gleise. Da hilft es momentan auch nur wenig, dass die Bahnsteige angehoben worden sind, um in den Zug zu kommen. Nur Gleis 1 ist von der Straße aus ohne Barriere erreichbar. Um die vollständige Barrierefreiheit zu erreichen, müsste die gesamte Unterführung neu gebaut werden. Und das braucht viel Vorlauf und eine Sperrpause. Wann die kommen könnte, steht in den Sternen. Von Jahren ist die Rede. Bis dahin können Menschen mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Gehbehinderung ein kostenloses Taxi nach Opladen nehmen, von wo sie mit der RB48 nach Köln kommen – so der Plan der DB Infrago.

Zuletzt hatte die Bahn mitgeteilt, dass auch bei einem Ortstermin von Leverkusenerinnen und Leverkusenern eingebrachte Übergangslösungen wie ein Aufzug, eine Schrägrampe oder das Gleis 3 als Unterführung nicht umsetzbar seien. Auch wenn man sich für den Ortstermin bedanke, sei das „bedauerlich“, schreiben jetzt CDU und SPD.

Fraktionen beklagen „kommunikatives Missgeschick“

Ohnehin lasse die Kommunikation zwischen der DB und der Stadtgesellschaft zu wünschen übrig: „Selbst führende Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung erfuhren quasi beiläufig aus der Presse von den Problemen beim Umbau.“ Dass weder die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ortstermins noch die Mandatsträger zur offiziellen Wiedereröffnung des Bahnhofs eingeladen worden seien, sei ein weiteres „kommunikatives Missgeschick“.

Auch wenn es nicht um Schuldzuweisungen gehe, sei das Kernanliegen des Projekts in Manfort, die barrierefreie Umgestaltung des Bahnhofs, nicht umgesetzt worden. Und: Auch wenn das Taxi eine Geste des Entgegenkommens sei, verpuffe dessen Effekt. Denn es gibt schon eine Buslinie nach Opladen. Und: Nutzerinnen und Nutzer hätten den Politikerinnen und Politikern mitgeteilt, dass ihnen an der Bestellhotline gesagt worden sei, man müsse das Taxi 24 Stunden im Voraus bestellen. Das stehe im Gegensatz zu dem, was beim Ortstermin mitgeteilt worden sei. Nämlich, dass man das Taxi auch wenige Stunden vor Reiseantritt buchen könne.

„Die Gesamtsituation bleibt also für mobilitätseingeschränkte Menschen und Rollstuhlfahrende, für Menschen mit Kinderwagen oder schweren Koffern sowie für Radfahrende auf absehbare Zeit äußerst unzufriedenstellend.“ Barrierefreiheit sei kein Luxus, sondern ein Mindeststandard.

CDU und SPD wollen, dass die DB Infrago die Übergangslösungen nochmals prüft. Zudem schlagen sie vor, einen behindertengerechten Bahnsteig an der Westseite einzurichten, wo die Baumaschinen stehen. Dann müsse man das Mittelgleis nicht nutzen, „dieses könnte dann weiterhin für überholende Züge genutzt werden“.

Für die neu zu bauende Unterführung soll die DB Infrago sofort in die Planung einsteigen. Zudem fordern die Fraktionen, zu prüfen, ob der Zugverkehr zwischen Mülheim und Wuppertal zum Beispiel über die Güterbahntrasse geführt werden kann.