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BarrierefreiheitWeiter keine Lösung für Manforter Bahnhof

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Einen barrierefreien Zugang wird es auf absehbare Zeit am Manforter Bahnhof nicht geben.

Einen barrierefreien Zugang wird es auf absehbare Zeit am Manforter Bahnhof nicht geben.

Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, kommen nicht auf die Gleise 2 und 3 – das wird auf absehbare Zeit so bleiben.

Allen vorgeschlagenen Alternativen zum Trotz, bleibt es dabei: Wer in seiner Mobilität eingeschränkt ist, kann auf absehbare Zeit die Gleise 2 und 3 am Manforter Bahnhof nicht erreichen. Das geht aus einer Mitteilung der Stadtverwaltung an die Ratsmitglieder hervor. Auch die vorgebrachten Alternativen funktionieren laut der Bahn nicht.

Als die große Streckensanierung zwischen Hagen-Wuppertal-Köln zwischen März und Juli dieses Jahres noch lief, hatte die DB-Infrago, die für die Arbeiten verantwortlich war, bemerkt, dass es nicht möglich sei, den Bahnhof in Manort wie geplant komplett barrierefrei auszubauen. Zwar hat die DB-Infrago die Bahnsteige angehoben, sodass das Ein- und Aussteigen in die Züge auch für Rollstuhlfahrer, Menschen mit Kinderwagen oder Fahrgäste mit Gehbehinderung problemlos möglich ist. Allerdings kommen sie erst gar nicht zu den Gleisen 2 und 3. Nur das Gleis 1 ist von der Straße aus ebenerdig zu erreichen.

Die Nachricht hatte natürlich Empörung hervorgerufen. Bei einem Ortstermin Ende Juni standen Bahn-Angestellte Interessierten Rede und Antwort. Erst als man den Schotter und das Gleisbett herausgenommen hatte, habe man bemerkt, dass der gefasste Plan nicht aufgehe, hieß es damals. Die Statik lasse es nicht zu, eine Rampe für mobilitätseingeschränkte Menschen zu bauen.

Ende Juni hatten sich Beteiligte und Interessierte zu einem Ortstermin getroffen.

Ende Juni hatten sich Beteiligte und Interessierte zu einem Ortstermin getroffen.

Dafür müsse die gesamte Unterführung neu gebaut werden. Und das gehe nicht im laufenden Betrieb. Dafür brauche die DB-Infrago eine Sperrpause, für die wiederum lange Vorlaufzeiten gelten. Zwar sei diese Sperrpause inzwischen beantragt, heißt es in der Mitteilung der Stadt, aber „wann die Arbeiten stattfinden werden, steht noch nicht fest“. Auch beim Ortstermin konnte der DB-Mitarbeiter keinen Zeitpunkt nennen.

Politikerinnen und Politiker sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt hätten „Alternativen für die ursprünglich geplante Rampe vorgeschlagen“, so die Stadt: eine Schrägrampe, einen Treppenlift oder das Gleis 3 als Unterführung. Den Alternativen erteilt die Bahn aber eine Absage: „Alle Vorschläge sind laut DB-Infrago bereits geprüft worden und seien aus unterschiedlichsten Gründen nicht umsetzbar.“ Welche Gründe das sind, teilt die Stadt in ihrem Schreiben nicht mit.

Die Verwaltung werde informieren, sobald es weitergeht und die DB-Infrago die weiteren Planungen für den Neubau der Unterführung und der Rampe vorgelegt habe. Bis dahin können „Rollstuhlfahrende, Menschen mit Gehbehinderung, Menschen, die Rollatoren nutzen, Eltern mit Kinderwagen“, die nach Köln wollen, Taxis von Manfort zum Bahnhof nach Opladen nehmen, die die DB kostenfrei bereitstellt. Von dort fährt die RB48.

Der Ausstieg in Manfort sei für Menschen mit eingeschränkter Mobilität aus Richtung Köln möglich, weil man vom Bahnsteig „eine stufenfreie Verbindung zur Straße geschaffen“ habe. Der Taxiservice gilt solange, bis der Manforter Bahnhof barrierefrei ist, teilt die Stadt mit.