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KorridorsanierungBahn kann Zugang zum Bahnhof Manfort vorerst nicht barrierefrei ausbauen

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Der Manforter Bahnhof kann, Stand jetzt, doch nicht wie geplant barrierefrei ausgebaut werden. (Archivbild)

Der Manforter Bahnhof kann, Stand jetzt, doch nicht wie geplant barrierefrei ausgebaut werden. (Archivbild)

Geplant war eine Rampe, die kann aber nicht wie geplant gebaut werden.

Die entscheidende Nachricht versteckt die Deutsche Bahn erst gegen Ende ihrer Pressemitteilung: Die DB Infrago kann nicht wie geplant eine Rampe zum Mittelbahnsteig bauen, die den Zugang zum Bahnhof barrierefrei machen sollte. Das hätten Prüfungen der Bausubstanz der Personenunterführung ergeben, teilt eine Bahnsprecherin mit.

Der Manforter Bahnhof gehört zu den Stationen, an denen während der noch etwa einen Monat laufenden Generalsanierung der Strecke Hagen–Köln umfassend gearbeitet wird. Ein neues Dach hat der Bahnhof wie berichtet bereits, der Bahnsteig 1 und der Mittelsteig 2/3 sind schon zurückgebaut. Der Neubau befindet sich in vollem Gange, die neuen Bahnsteigkanten haben Fachleute bereits errichtet. Zu den geplanten Neuerungen zählen unter anderem eine neue Beleuchtung und Wetterhäuschen. Außerdem sollen bis zum 10. Juli neue Infotafeln, Sitzbänke und Vitrinen aufgestellt werden. Auch die Wegeleitung wird erneuert.

Und eben der barrierefreie Ausbau. Einmal für die Bahnsteige an den Gleisen 1 und 2/3. Die werden auf 215 Metern Länge auf eine Höhe von 76 Zentimetern gebracht, „sodass Fahrgäste zukünftig die Züge stufenfrei erreichen können“. Aber auch der Zugang zu diesen Gleisen sollte barrierefrei gestaltet werden: über eine Rampe, die jetzt nicht gebaut werden kann.

Bauarbeiten am Manforter Bahnhof Ende Februar

Bauarbeiten am Manforter Bahnhof Ende Februar

Seit dem 6. Februar laufen die Arbeiten in Manfort. „Im Zuge der laufenden Bauarbeiten hat die DB Infrago die Bausubstanz in der Personenunterführung weiter untersucht. Erst im Rahmen der Bauausführung konnten durch vertiefte Eingriffe in die Bausubstanz weitergehende Erkenntnisse gewonnen werden“, schreibt die Bahnsprecherin. Und hier habe sich ergeben, dass sich die Personenunterführung in einem anderen Zustand befinde, als die Voruntersuchungen ergeben hätten: „Das bedeutet, dass die Rampe nicht so wie geplant gebaut werden kann.“

Man habe überlegt, wie man die Barrierefreiheit am Bahnhof dennoch erreichen könne, heißt es weiter. Das Ergebnis: Im laufenden Baubetrieb könne man nichts machen. Denn dafür müsste die gesamte Personenunterführung neu gebaut werden. Und wann das möglich ist, sei derzeit nicht absehbar, heißt es von der Sprecherin weiter. Denn dafür benötige die DB Infrago sogenannte Sperrpausen. Also Zeiten, in denen keine Züge fahren. Die müsse man erst beantragen. Die Sprecherin schreibt: „Sobald ein Bauzeitraum für die neue Unterführung feststeht, wird die DB Infrago die Öffentlichkeit darüber informieren.“

In der Zwischenzeit werde man für mobilitätseingeschränkte Menschen einen kostenlosen Taxiservice zum Opladener Bahnhof anbieten. Der sei nämlich die nächstgelegene barrierefreie Station.