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Wegen VergewaltigungMarius Borg Høiby zu Gefängnisstrafe verurteilt – Mette-Marits Sohn protestiert

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Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen (l) und ihr Sohn Marius Borg Høiby.

Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen (l) und ihr Sohn Marius Borg Høiby. (Archivfoto)

In dem von Anfang Februar bis Mitte März geführten Prozess musste sich Høiby in 40 Anklagepunkten verantworten.

Schockurteil für das norwegische Königshaus: Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, ist für eine Reihe von Straftaten zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Er will laut norwegischen Medien Berufung gegen das am Montag (15. Juni) gegen ihn ergangene Urteil einlegen.

Wegen nicht näher bezeichneter gesundheitlicher Beschwerden war der 29-Jährige bei der Urteilsverlesung nicht persönlich anwesend, sondern per Videoschalte aus dem Gefängnis zugeschaltet. Das Urteil trifft Skandal-Sprössling und seine Mutter in einer schwierigen Zeit: Mette-Marit, bei der 2018 eine seltene Form der unheilbaren Krankheit Lungenfibrose diagnostiziert worden war, wartet derzeit auf eine Spender-Lunge.

Vier Jahre Gefängnis für Marius Borg Høiby

Der Gesundheitszustand der 52-Jährigen hatte sich jüngst deutlich verschlechtert. Hoibys Verteidiger war dennoch mit dem Antrag gescheitert, seinen Mandanten vor der Urteilsverkündung aus der Untersuchungshaft zu entlassen.

In dem von Anfang Februar bis Mitte März geführten Prozess musste sich Høiby in 40 Anklagepunkten verantworten. Die Staatsanwaltschaft sah ihn in 39 Fällen als schuldig an und forderte eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten.

Der 29-Jährige hatte mehrere der Taten gestanden. Dabei geht es unter anderem um Körperverletzung, Vandalismus, Verstöße gegen ein Kontaktverbot zu einer Ex-Freundin – die norwegische Medien nach dem Osloer Stadtteil Frogner „Frogner-Frau” nennen –, verschiedene Verkehrsdelikte sowie den Transport von 3,5 Kilogramm Marihuana.

Vier Jahre Haft für Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit wegen Vergewaltigungen

Høiby wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe, vier schlafende Frauen vergewaltigt zu haben, zurück. Während der Treffen mit den Frauen fertigte er jedoch Foto- und Videoaufnahmen an, die auf seinen Mobiltelefonen gespeichert waren und eine zentrale Rolle in der Beweisführung der Staatsanwaltschaft spielten. Im Verlauf des Prozesses stellte die Verteidigung zudem die Glaubwürdigkeit eines der mutmaßlichen Opfer infrage.

Mehrfach bemühte sich der Sohn von Mette-Marit während und nach dem Prozess um seine Entlassung aus der Untersuchungshaft – notfalls unter Auflagen wie dem Tragen einer elektronischen Fußfessel. Kurz vor der Urteilsverkündung unternahm er einen weiteren Vorstoß und verwies dabei auf den Gesundheitszustand seiner Mutter. Diese leidet an einer unheilbaren chronischen Lungenerkrankung und benötigt dringend eine neue Lunge, wie das norwegische Königshaus angibt.

Zum Abschluss der Verhandlung beantragte die Verteidigung einen Freispruch von den Vergewaltigungsvorwürfen und plädierte im Übrigen für eine Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren. (mbr)