Kurz vor dem geplanten Drehstart hat Constantin Film die Serie „Die Päpstin“ gestoppt - eines der größten deutschen Fernsehprojekte des Jahres. Die bereits aufgebaute Kulisse muss wieder abgebaut werden.
Constantin Film legt Serien-Projekt „Die Päpstin“ kurz vor Drehstart auf Eis

Jella Haase hätte die Hauptrolle in der Serienversion von „Die Päpstin“ gespielt. Nun liegt das Projekt auf Eis. (Bild: 2026 Getty Images/Andreas Rentz)
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Wenige Wochen vor dem geplanten Drehstart ist eines der größten deutschen Fernsehprojekte des Jahres ins Stocken geraten: Die Vorbereitungen für die Serie „Die Päpstin“ sind gestoppt worden, wie Produktionsfirma Constantin Film bestätigt.
Der „Welt“ hatte Unternehmenssprecherin Katja Wirz zunächst den kurzfristigen Rückzug eines ausländischen Investors als Ursache genannt. Auf Nachfrage des „Spiegel“ fiel die Erklärung leicht anders aus: Ausschlaggebend seien demnach ungeklärte Fragen bei „Besetzung und Budget“ gewesen, für deren Klärung in der verbleibenden Zeit bis zum Drehstart keine Lösung mehr gefunden werden konnte.
Aufgebaute Kulissen müssen wieder abgebaut werden
Laut Unternehmensangaben sollten die Dreharbeiten im Oktober beginnen. Als Kulisse diente die Hohenzollernfestung Wülzburg bei Weißenburg in Mittelfranken - eine Renaissancefestung, die bereits als Motiv für Film- und Fernsehproduktionen gedient hat. Dort war die Produktion technisch und infrastrukturell bereits eingerichtet; diese Aufbauten müssen nun rückgebaut und eingelagert werden. Man wolle sie nach Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt weiterverwenden, ließ Wirz verlauten.
Prominent besetztes Historienprojekt
Die Serie sollte den Mittelalter-Mythos um eine angebliche Päpstin namens Johanna neu interpretieren, basierend auf dem 1996 erschienenen Weltbestseller von Donna Woolfolk Cross. Die ARD hatte das Vorhaben im Januar 2025 öffentlich gemacht. In der Hauptrolle war Jella Haase vorgesehen, bekannt unter anderem aus „Fack ju Göhte“ und der Serie „Kleo“. Als Produzent zeichnet Constantin-Geschäftsführer Oliver Berben persönlich verantwortlich.
Der Stoff hatte bereits 2009 als Kinofilm mit Johanna Wokalek in der Titelrolle reüssiert. Auch damals war die ARD als Koproduzentin mit an Bord, und der Film lockte hierzulande rund zweieinhalb Millionen Menschen in die Kinos. Für die aktuelle Serienadaption bezifferte die „Welt“ das Budget auf etwa 20 Millionen Euro, womit das Projekt zu den größten deutschen Film- und Fernsehvorhaben des laufenden Jahres zählte. (tsch)