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Von George Peppard bis Mr. T„Das A-Team“ – Was wurde aus den Serienstars?

8 min
Dirk Benedict, Dwight Schultz, Mr. T und George Peppard spielten von 1983 bis 1987 die Hauptrollen in der TV-Serie „Das A-Team“.

Dirk Benedict, Dwight Schultz, Mr. T und George Peppard spielten von 1983 bis 1987 die Hauptrollen in der TV-Serie „Das A-Team“.

Finden Sie heraus, was aus den Hauptdarstellern der Kultserie „Das A-Team“ geworden ist. Lesen Sie über ihre Karrieren nach dem Ende der Serie.

„Das A-Team“ war eine der prägendsten Serien der 1980er Jahre, bekannt für ihre actiongeladenen Episoden und unvergesslichen Charaktere. Die Mischung aus Action, Humor und markanten Figuren machte die Serie weltweit erfolgreich und sorgte dafür, dass die Hauptdarsteller bis heute mit ihren Rollen verbunden werden. Von 1983 bis 1987 wurden insgesamt fünf Staffeln produziert, in denen die Abenteuer der ungewöhnlichen Truppe im Mittelpunkt standen.

Im Zentrum der Handlung stand eine Gruppe ehemaliger Soldaten einer Spezialeinheit, die nach einer falschen Verurteilung von der Militärpolizei gesucht wurde. Auf der Flucht verdingten sich die Männer als Söldner und halfen Menschen, die sich gegen Kriminelle oder andere Bedrohungen nicht selbst wehren konnten.

Was wurde aus den Schauspielern, die das „A-Team“ verkörperten? Wir werfen einen Blick darauf, wie sich die Karrieren und das Leben der Stars nach dem Serienende im Jahr 1987 entwickelten.


Was wurde aus George Peppard alias Colonel John „Hannibal“ Smith?

George Peppard, der als Chef des „A-Teams“ bekannt wurde, hatte bereits eine beeindruckende Hollywood-Karriere hinter sich. Seinen internationalen Durchbruch feierte er 1961 als Paul Varjak an der Seite von Audrey Hepburn in „Frühstück bei Tiffany“. In den 1960er Jahren zählte Peppard zu den gefragten Hauptdarstellern Hollywoods und spielte unter anderem in Filmen wie „Das war der wilde Westen“ und „Die Unersättlichen“.

Eine seiner bekanntesten Rollen übernahm er 1966 in dem Kriegsfilm „Der blaue Max“. Darin spielte Peppard den ehrgeizigen deutschen Jagdflieger Bruno Stachel, der im Ersten Weltkrieg versucht, sich durch Mut und Erfolge im Luftkampf den begehrten Orden „Pour le Mérite“ zu verdienen. Der aufwendig produzierte Film mit spektakulären Flugszenen wurde zu einem seiner größten Kinoerfolge und gilt bis heute als eine seiner wichtigsten Rollen.

George Peppard bei einem seiner letzten Auftritte Anfang der 1990er Jahre.

George Peppard bei einem seiner letzten Auftritte Anfang der 1990er Jahre. (Archivbild)

Nach dem Ende der Serie 1987 blieb Peppard weiterhin als Schauspieler aktiv, konnte an frühere Erfolge jedoch nicht mehr vollständig anknüpfen. Er übernahm noch einige Film- und Fernsehrollen, darunter seinen letzten Kinoauftritt in „Die Tigerin“ (1992), einer der letzten Produktionen des DEFA-Studios Babelsberg. Sein Gastauftritt in der Krimiserie „Matlock“ gehörte zu seinen letzten Arbeiten vor der Kamera.

Besonders am Theater fand Peppard weiterhin anspruchsvolle Aufgaben. 1992 stand er in der Bühnenfassung des Klassikers „Der Löwe im Winter“ als Heinrich II. auf der Bühne. Die Rolle des englischen Königs bezeichnete er später als eine der erfüllendsten Arbeiten seiner Karriere.

Peppard, der während seines Lebens starker Raucher war, erkrankte Anfang der 1990er Jahre an Lungenkrebs. Am 8. Mai 1994 starb er im Alter von 65 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung im Zusammenhang mit seiner Erkrankung. Er hinterließ drei Kinder. Seine vier Ehen wurden geschieden.


Was wurde aus Mr. T alias Sergeant Bosco „B.A.“ Baracus?

Mr. T, mit bürgerlichem Namen Laurence Tureaud, wurde mit seinem markanten Irokesenschnitt und seinen Goldketten zum Gesicht des „A-Teams“. Auf dem Höhepunkt seiner Popularität setzte sich die damalige First Lady Nancy Reagan auf seinen Schoß und gab ihm einen Kuss. Die bedeutungsvollen Bilder dieses Moments, der die Rassenschranken durchbrach, gingen um die Welt.

Darüber hinaus trugen Actionfiguren und Spielzeug, die auf seiner Rolle basierten, zu seiner weit verbreiteten Bekanntheit und Vermarktung bei. Ab 1988 hatte Mr. T für drei Staffeln seine eigene Serie „T and T“ und machte sich auch als Wrestler an der Seite von Hulk Hogan in der WWF einen Namen.

Danach spielte er in mehreren Filmen und Fernsehserien mit, meist als er selbst oder in markanten Gastrollen wie bei den „Simpsons“. Seine Popularität nutzte der heute 74-Jährige auch als Motivationstrainer und in verschiedenen Reality-Shows. Seine Erkrankung an Lymphdrüsenkrebs in den 1990er Jahren führte dazu, dass er sich verstärkt seinem Glauben widmete. Heute ist er auch als Prediger tätig und meldet sich regelmäßig bei seinen über eine Million Fans auf Instagram.

Mr. T war übrigens der einzige Hauptdarsteller der Kultserie, der sich kategorisch weigerte, in der Kino-Adaption „Das A-Team – Der Film“ im Jahr 2010 mitzuwirken. Während Dirk Benedict und Dwight Schultz nach dem Abspann kurze Cameo-Auftritte übernahmen, lehnte Mr. T das Angebot ab. Er erklärte, dass er keinen Grund für einen Auftritt sehe, wenn er nicht erneut die Rolle des B. A. Baracus verkörpern würde. Später äußerte er außerdem Kritik daran, dass die Neuverfilmung seiner Meinung nach nicht den Geist der ursprünglichen Serie treffe.


Was wurde aus Dirk Benedict alias Lieutenant Templeton „Face“ Peck?

Dirk Benedict (81), der charmante und gewitzte „Face“ des „A-Teams“, war bereits vor der Kultserie ein erfolgreicher Fernsehschauspieler. Seinen großen Durchbruch feierte er Ende der 1970er Jahre mit der Rolle des Lieutenant Starbuck in der Science-Fiction-Serie „Kampfstern Galactica“. Die Figur des charmanten Draufgängers machte ihn einem internationalen Publikum bekannt, bevor er ab 1983 als Templeton „Faceman“ Peck im „A-Team“ endgültig zum Kultstar wurde.

Nach dem Ende der Serie konzentrierte sich Benedict wieder stärker auf Theaterarbeiten und übernahm unter anderem die Titelrolle in William Shakespeares „Hamlet“. Außerdem schrieb er drei Bücher über seine Erfahrungen als Schauspieler, sein Leben in Hollywood und seinen Kampf gegen den Krebs. In seinen autobiografischen Werken gewährte er auch Einblicke in persönliche Krisen und seine Sicht auf die Film- und Fernsehbranche.

Versuche, sich nach seiner großen Serienzeit auch als Regisseur oder Drehbuchautor zu etablieren, blieben ohne den erhofften Erfolg. Auch seine Hauptrolle im deutschen Kinofilm „Goldene Zeiten“ (2006) an der Seite von Wotan Wilke Möhring konnte seiner Karriere keinen neuen Schub geben. Der Film entwickelte sich nicht zum erhofften Publikumserfolg.

2007 nahm Benedict an der fünften Staffel der britischen Promi-Version von „Big Brother“ teil und belegte den dritten Platz. Seine bislang letzte kleinere Filmrolle übernahm er 2020 in dem Hundefilm „Charlie’s Christmas Wish“. Bis heute ist Benedict gelegentlich auf Fan-Conventions zu Gast, wo er über seine berühmtesten Rollen spricht, lebt ansonsten aber weitgehend zurückgezogen abseits des Rampenlichts.

Seine Ehe mit der Schauspielerin Toni Hudson wurde 1996 geschieden. Das Paar hat zwei gemeinsame Söhne.


Was wurde aus Dwight Schultz alias Captain H.M. „Howling Mad“ Murdock?

Dwight Schultz (78), bekannt für seine schrullige und unverwechselbare Darstellung des exzentrischen Piloten H. M. „Howling Mad“ Murdock im „A-Team“, setzte seine Karriere nach dem Ende der Kultserie erfolgreich im Film- und Fernsehgeschäft fort. Besonders im Bereich der Synchronisation machte er sich einen Namen. Bereits in den 1990er Jahren wurde er als Sprecher für zahlreiche Animationsserien, Filme und Videospiele engagiert.

Neben seiner Rolle als Murdock ist Schultz vielen Fans auch als Lieutenant Reginald Barclay aus dem „Star Trek“-Universum bekannt. Die Figur spielte er in „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“ sowie später in „Star Trek: Voyager“ und dem Kinofilm „Star Trek: Der erste Kontakt“. Seine Darstellung des unsicheren, aber hochbegabten Technikers wurde zu einer seiner bekanntesten Rollen neben dem „A-Team“.

Als Synchronsprecher lieh Schultz seine Stimme zahlreichen Charakteren in Animationsserien und Videospielen, darunter „World of Warcraft“ oder „Fallout 4“. Zu seinen jüngeren Arbeiten gehört unter anderem das 2024 erschienene Videospiel „Final Fantasy VII Rebirth“. Auch im Hörspielbereich ist Schultz weiterhin tätig und gilt nach wie vor als gefragter Sprecher.

Vor der Kamera war Schultz seit 2001 nicht mehr regelmäßig zu sehen. Eine Ausnahme bildete sein kurzer Cameo-Auftritt nach dem Abspann der Kinoversion „Das A-Team – Der Film“ aus dem Jahr 2010, in dem er gemeinsam mit Dirk Benedict noch einmal an die Originalserie erinnerte.

Der 78-Jährige ist seit 1983 mit der ehemaligen Schauspielerin Wendy Fulton verheiratet, die unter anderem durch die Serie „Fackeln im Sturm“ bekannt wurde. Das Paar hat eine Tochter. Abseits seiner Arbeit als Sprecher lebt Schultz heute weitgehend zurückgezogen.


Was wurde aus Melinda Culea alias Amy Amanda Allen?

Melinda Culea spielte in 24 Episoden die Journalistin Amy, die das A-Team unterstützte. Sie verließ die Serie während der zweiten Staffel. Es wurde berichtet, dass es kreative Differenzen zwischen ihr und den Produzenten gab, insbesondere darüber, wie ihre Rolle weiterentwickelt werden sollte. Nach ihrer Zeit bei der Serie spielte sie in verschiedenen Fernsehserien wie „Mord ist ihr Hobby“ oder „Raumschiff Enterprise“ mit.

Ein längeres Engagement war ihre Rolle als Paula Vertosick in zwei Staffeln der Seifenoper „Unter der Sonne Kaliforniens“. Culea stand bis 2001 vor der Kamera und wandte sich nach ihrer Schauspielkarriere der Kunst zu. Sie begann im Alter von 60 Jahren zu malen und zu zeichnen und sieht ihre Kunst laut ihrer Website als Ausdruck ihres authentischen Selbst. Davon kann man sich auch regelmäßig auf ihrem Instagram-Kanal überzeugen.


Was wurde aus Robert Vaughn alias General Hunt Stockwell?

Robert Vaughn, der in der letzten Staffel die Rolle des undurchsichtigen General Stockwell übernahm, war bereits ein etablierter Charakterdarsteller und wurde für „Der Mann aus Philadelphia“ sogar für einen Oscar nominiert. Aber auch im Fernsehen wurde er durch die Serie „Solo für O.N.C.E.L.“ bekannt. Nach dem „A-Team“ spielte er bis zu seinem Tod noch in zahlreichen Fernsehserien und Filmen mit.

Robert Vaughn in „Gold Star“.

Robert Vaughn in „Gold Star“. (Archivbild)

1992 war er sogar im Tatort „Camerone“ in einem deutschen Krimi zu sehen. Sechs Jahre später erhielt er einen Stern auf dem „Hollywood Walk of Fame“. Ein großer Erfolg für ihn war die BBC-Serie „Hustle – Unehrlich währt am längsten“, die zwischen 2004 und 2012 in acht Staffeln ausgestrahlt wurde. Vaughn starb 2016 im Alter von 83 Jahren an Leukämie, hinterließ aber ein umfangreiches filmisches Erbe mit Klassikern wie „Die glorreichen Sieben“, „Bullit“ oder „Flammendes Inferno“. Sein letzter Independentfilm „Gold Star“ kam 2017 posthum in die Kinos.


Was wurde aus Lance LeGault alias Colonel Roderick Decker?

Auch Lance LeGault, der in den Staffeln zwei bis fünf als Gastrolle den unerbittlichen Militärpolizisten Decker spielte, war bereits seit 1962 ein bekannter Charakterdarsteller. Nach dem „A-Team“ trat er in zahlreichen Serien und Filmen auf, darunter fast alle anderen Actionklassiker der 80er Jahre wie „Magnum“, „Airwolf“ oder „MacGyver“. Er war aber auch einer der wenigen Schauspieler, die sowohl in „Dallas“ als auch im „Denver Clan“ zu sehen waren. LeGault starb 2012 im Alter von 75 Jahren an Herzversagen. Sein letzter Film „Prince Avalanche“ an der Seite von Paul Rudd kam erst 2013 in die Kinos.

„Das A-Team“ ist im Programm von RTL Nitro zu sehen und kann unter anderem bei Amazon Prime gestreamt werden. Bei JustWatch kann man sich darüber hinaus informieren, ob die Serie noch bei anderen Anbietern verfügbar ist. Alle fünf Staffeln sind in Deutschland auch auf DVD erschienen.