Außer Konkurrenz tritt Sarah Engels im ersten Halbfinale des 70. Eurovision Song Contest an und hinterlässt mit einer waghalsigen Stunt-Einlage Eindruck beim Wiener Publikum ...
„Einfach nur krass“, staunen die ESC-Fans nach Sarah Engels' gewagtem Halbfinal-Auftritt

Sarah Engels begeistert mit ihrer neuen Version von „Fire“ beim Halbfinale. (Bild: 2026 Getty Images/Christian Bruna)
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Victoria Swarovski und Michael Ostrowski führen durch die erste ESC-Show. (Bild: 2026 Getty Images/Christian Bruna)
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Sarah Engels, die am Samstag für Deutschland in Wien den ESC-Titel holen will, gibt bei „Fire“ nicht nur gesanglich alles, sondern geht auch volles Risiko bei ihrer Performance ein. Schon vorab machte sie ein Geheimnis um ihren Auftritt, denn seit dem Vorentscheid wollte sie noch Veränderungen vornehmen. Umso überraschter ist das Live-Publikum beim ersten Halbfinale, als sich die Sängerin plötzlich rückwärts von einem Podest in die Tiefe stürzt. Kurz stockt der Atem. Doch als Engels sicher in den Armen ihrer vier Tänzerinnen landet, folgt tosender Applaus.

Noam Bettan tritt für Israel an und lässt sich durch Zwischenrufe nicht aus der Emotion bringen. (Bild: 2026 Getty Images/Christian Bruna)
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Der kleine Stunt verfehlt seine Wirkung nicht, ebenso der balladige Anfang. Auf einem Würfel liegend singt Sarah Engels in die Deckenkamera, langsam steigt die Power in der Stimme und der Beat setzt ein. Auf dem Eurovision-Instagram-Kanal bekommt sie dafür viel Zuspruch: Mit „Mega Auftritt“, „Einfach nur krass“ und „Go Sarah“ unterstützen sie die Fans, andere sehen diesmal auf jeden Fall einen Platz unter den Top 10.
Hollywood-Star Will Ferrell schickt einen Videogruß

Nicht einmal Boy George kann Senhit für San Marino ins Finale verhelfen. (Bild: 2026 Getty Images/Christian Bruna)
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Vicky Leandros hat beim ESC-Halbinale einen Legenden-Auftritt außer Konkurrenz. (Bild: 2026 Getty Images/Christian Bruna)
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Überhaupt hält die Halbfinal-Show zum Auftakt der ESC-Woche einige Highlights parat: Vicky Leandros, Gewinnerin von 1972, tritt mit ihrem ersten ESC-Beitrag „L'amour est bleu“ auf. Sogar Hollywood-Star und ESC-Fan Will Ferrell schickt einen Videogruß. Außer einigen Zwischenrufen beim politisch umstrittenen Auftritt von Noam Bettan für Israel geht die erste Show reibungslos über die Bühne - ganz nach dem ESC-Motto „United by Music“.
Victoria Swarovski in roter Glitzerrobe und Michael Ostrowski führen gut gelaunt und multilingual durch die Eröffnung. In Anlehnung an den ESC vergangenes Jahr in Basel präsentieren sie eine klamaukige „Austria vs. Australia“ Musical-Nummer zur Überbrückung der Abstimmungsphase.
Trotzdem hat das Moderatoren-Duo am Ende die unliebsame Aufgabe, fünf der 15 Halbfinalisten nach Hause zu schicken. Für Estland, Portugal, Montenegro, Georgien und San Marino reichen die Zuschauerstimmen nicht aus. Bei Letzterem hilft nicht einmal Boy George als „Superstar“-Unterstützung. Am Samstag auf den Sieg hoffen dürfen hingegen Griechenland, Finnland, Belgien, Schweden, Moldau, Israel, Serbien, Kroatien, Litauen, Polen - und natürlich Deutschland. (tsch)