Jean Pütz, bekannt aus der WDR-Sendung „Hobbythek“, kämpft mit ernsten Gesundheitsproblemen. Seine Sehkraft ist stark beeinträchtigt.
Gesundheitliche SorgenWDR-Ikone Jean Pütz kann kaum noch sehen

Jean Pütz (l.) mit Theo Schäfges, dem Ehrenpräsidenten der KG „Fidele Zunftbrüder“.
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Zum „Kleinen Prinzenessen“ der Karnevalsgesellschaft Fidele Zunftbrüder in Köln erschien Jean Pütz. Er wurde von seiner Frau Pina begleitet und nutzte eine Gehhilfe. Die Fernseh-Legende äußerte sich zu ihrem Gesundheitszustand: „Es ist jetzt neun Monate her, dass ich mir bei einem Sturz einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen hatte. Jetzt kann ich mit dem Stock wieder einigermaßen gut gehen“. Pütz fügte hinzu: „Was viel schlimmer ist, ich sehe kaum noch was.“
Als sichtbares Symbol trug er eine Plakette mit den drei Blindenpunkten am Revers seines Sakkos. Seine Frau Pina erklärte die Situation: „Die Sehkraft von Jean beträgt nur noch zwei Prozent, er sieht fast nichts mehr“. Dennoch wollte Pütz seine Freude am Karneval nicht aufgeben und folgte der Einladung von Zunftbrüder-Ehrenpräsident Theo Schäfges zu der Veranstaltung im Pullman-Hotel.
Jean Pütz: Große Sorgen um das Augenlicht
Er plant zudem, die große Prunksitzung Anfang Februar zu besuchen. Die verpasste Prinzenproklamation im Kölner Gürzenich am vergangenen Freitag bedauerte er. Dies lag jedoch nicht unmittelbar an seinen gesundheitlichen Problemen, sondern am Wintereinbruch. Ehefrau Pina sagte: „Wir waren auf unserem Grundstück in Heiligenhaus eingeschneit. Es wäre für Jean zu gefährlich gewesen, mit Gehhilfe durch den hohen Schnee. Außerdem kamen wir mit dem Auto gar nicht raus.“
Dass er überhaupt wieder leidlich gehen kann, ist bemerkenswert. Er war nach einem Sturz im Badezimmer mit einem Oberschenkelhalsbruch in ein Krankenhaus eingeliefert worden. „Ich habe furchtbare Schmerzen gehabt, als ich da lag, war völlig hilflos“, sagte er damals.
In einem Video berichtete Jean Pütz, dass seine Großmutter in den 1980er-Jahren an einem Oberschenkelhalsbruch gestorben sei, da es damals keine passende Therapie für sie gab. Er selbst habe in dem nahegelegenen Krankenhaus jedoch die notwendige Behandlung erhalten. Die Operation durch einen „Fachmann“ sei „hervorragend“ gewesen. Mit der anschließenden Behandlung in der Klinik war Pütz weniger zufrieden und sagte, er habe sich „entmündigt“ gefühlt.
Man habe ihm im Krankenhaus seine eigenen Bluthochdruck-Medikamente durch andere ersetzt. „Der Bruch war nicht mehr das Problem“, so Pütz. Da er sich vom Personal nicht gut behandelt fühlte, habe er sich schließlich selbst entlassen. „Das ging nur, weil ich durch meinen früheren Beruf Erfahrung als Krankenpflegerin habe“, sagte seine Frau Pia.
Kritik am Umgang im Krankenhaus
„Wenn meine Freunde und Familie nicht gekommen wären, ich wäre eine ganz arme Sau gewesen“, meinte der TV-Mann damals. Im Video erklärte Pütz: „Unfreiwillig habe ich das neue Krankenhausgesetz am eigenen Leibe getestet. Mein Fazit: medizinisch hervorragend, menschlich verbesserungswürdig. Der extreme Massenbetrieb ist voraussichtlich nicht zu verhindern.“ Er habe in der Klinik vom Fachwissen profitiert, rät seinen Fans aber, sich im Krankenhaus nicht „unterkriegen“ und „entmündigen“ zu lassen.
Dass er nun schon wieder eine Karnevalsveranstaltung besuchen konnte, ist letztlich der guten Operation zu verdanken.
Jean Pütz war beim „Kleinen Prinzenessen“ übrigens in guter Gesellschaft: Sein TV-Kollege Walter Lehnertz, bekannt als „80-Euro-Waldi“ aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“, erschien ebenfalls mit einer Krücke im Pullman-Hotel.
„Ich war Silvester in meinem Eifel-Antik-Laden gestürzt und habe mir einen Bänderriss im Fußgelenk zugezogen“, erzählte der 58-jährige Kulttrödler. Er könne nachvollziehen, wie sich Jean Pütz in seinem Alter fühle: „Da bin ich mit meiner Bänderverletzung ja noch gut bedient.“ (red)
Pütz selbst klagt jedoch vor allem über das schwindende Sehvermögen. Dennoch habe er zuletzt noch zwei Videos auf den Weg gebracht, erzählte er voller Stolz.
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