Über 60 Jahre stand sie auf der Bühne, dann war plötzlich Schluss. Vor dem Besuch im „Kölner Treff“ haben wir geschaut, wie es ihr heute geht.
Besuch im „Kölner Treff“So geht es Mary Roos nach dem Karriereende

Mary Roos stand 2025 zum allerletzten Mal auf der Bühne. (Archivbild)
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Es gibt diese Sorte Stars, die den Abschied einfach nicht hinbekommen. Und dann gibt es Mary Roos. Wenn die Schlager-Ikone am 23. Januar 2026 bei Susan Link und Micky Beisenherz im WDR-„Kölner Treff“ zu Gast ist, wird sie vermutlich genau das bestätigen, was viele längst ahnen: Es lebt sich verdammt gut ohne das ständige Scheinwerferlicht.
Mary Roos: Karriereende – aber kein Rückzug aus dem Leben
Über 60 Jahre stand Mary Roos auf der Bühne, sang zweimal für Deutschland beim Eurovision Song Contest und war sogar Stargast in der „The Muppet Show“. Auch in Frankreich trat sie auf und blieb bis zuletzt ein Dauerbrenner in den wichtigsten Schlagershows und entsprechenden Hitparaden. Irgendwann ist dann aber auch genug mit Hotelbetten und Autobahnraststätten.
Bereits 2019 sagte sie klar: Das war’s mit der Musik. Wer dachte, sie würde doch noch einmal weiche Knie bekommen, wurde eines Besseren belehrt. Zwar gab es mit Wolfgang Trepper und dem gemeinsamen Comedy-Programm „Mehr Nutten, mehr Koks – scheiß auf die Erdbeeren“ noch eine ordentliche Verlängerung, doch im Mai 2025 war in Bad Segeberg endgültig Schicht im Schacht.
Private Momente auf ihrer „Scholle“ oder Alters-WG mit ihren Schwestern
In ihrer Biografie „Aufrecht geh'n: Mein liederliches Leben“ hat sie schon durchblicken lassen, dass sie keine Lust hat, auf der Bühne alt zu werden. Sie findet es viel charmanter, ihre kleinen Wehwehchen privat zu pflegen, anstatt sie dem Publikum zu präsentieren.
Sogar über eine Alters-WG mit ihren Schwestern Tina York und Marion wurde schon gemunkelt. Ob die drei Damen schon die Möbel verrücken oder noch über die Zimmerverteilung diskutieren, erfahren wir vielleicht bei ihrem Besuch im WDR. Auch Tina York hatte ihre Schlagerkarriere, die mit Hits wie „Wir lassen uns das Singen nicht verbieten“ oder „Liechtensteiner Polka“ ihren Höhepunkt erreichte, vor wenigen Jahren still und leise beendet.
Schlagerstar genießt Zeit abseits der Bühne und meldet sich auf Facebook
Seit dem Karrieende genießt Mary Roos das, was sie ihre „Scholle“ nennt: ihr Zuhause in Hamburg. Keine Tourenpläne, kein Lampenfieber – dafür endlich einmal eine ganze Woche lang nicht vor die Tür müssen, wenn man keine Lust hat. Nur ab und zu ein Talkshow-Auftritt, den hat sie sich noch in Aussicht gestellt.
Wer glaubt, Mary Roos sei vollständig von der Bildfläche verschwunden, irrt. Ein Blick auf ihr Facebook-Profil zeigt: Den Kontakt zu ihren Fans hält sie weiterhin – allerdings zu ihren eigenen Bedingungen. Statt perfekt inszenierter Pressefotos teilt sie dort echte, private Einblicke. Mal postet sie ein Selfie mit Schlagerkollegin Peggy March, mal Schnappschüsse von einem Strandbesuch oder mit ihrem Sohn Julian Roos.
Für ihre Fans ist das besonders nahbar: Sie erleben keine unantastbare Diva, sondern eine Frau, die ihren „Unruhestand“ – auch als überzeugter Single – sichtbar genießt. Diese kleinen digitalen Lebenszeichen wirken wie ein kurzer Plausch über den Gartenzaun – ruhig, herzlich und mit einem leichten Augenzwinkern.
Im „Kölner Treff“ wird es am 23. Januar ab 22.00 Uhr daher kaum um ein Comeback gehen – das hatte Mary Roos bereits im April 2025 bei „Wer weiß denn sowas?“ sehr klar ausgeschlossen. Stattdessen dürfte eine entspannte Frau zu sehen sein, die zeigt, dass man das Mikrofon auch einmal beiseitelegen kann, ohne dass die Welt aus den Fugen gerät.
