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Privileg in WeißKönigin Letizia stiehlt Papst Leo die Show und bricht das Protokoll

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Papst Leo XIV. (l) spricht mit dem spanischen König Felipe VI. (M.) und Königin Letizia (r) bei ihrer Ankunft in der Basilika Sagrada Familia.

Papst Leo XIV. (l) spricht mit dem spanischen König Felipe VI. (M.) und Königin Letizia (r) bei ihrer Ankunft in der Basilika Sagrada Familia.

Papst-Besuch in Barcelona: Zum Gaudí-Jubiläum in der Sagrada Família begeistert vor allen Dingen Königin Letizia mit royalem Glanz.

Zum 100. Todestag des legendären Architekten Antoni Gaudí reiste Papst Leo XIV. am Mittwoch (10. Juni 2026) nach Spanien, um in der berühmten Sagrada Família eine feierliche Messe zu lesen und das frisch fertiggestellte Jesus-Christus-Kreuz zu segnen. Doch während das historische Ereignis im Fokus stehen sollte, zog laut spanischen Medien wie „Vanitatis“ eine Frau die Blicke der rund 4.000 geladenen Gäste im Kirchenschiff fast komplett auf sich: Königin Letizia von Spanien.

Das „weiße Privileg“ vor dem Pontifex

Während alle anderen weiblichen Gäste – darunter Begoña Gómez, die Ehefrau des spanischen Premierministers Pedro Sánchez – dem strengen Protokoll folgten und in gedecktem Schwarz oder Dunkelblau erschienen, strahlte Letizia in reinem Weiß. Dies ist kein modischer Fauxpas, sondern das sogenannte „Privileg des Weiß“ („privilegio blanco“).

Es ist ein exklusives Recht, das der Vatikan traditionell nur ausgewählten katholischen Königinnen und Prinzessinnen gewährt. Für diesen Anlass wählte Letizia ein maßgeschneidertes Kleid des spanischen Labels Redondo Brand – genau das Outfit, das sie bereits im Mai 2025 bei der Amtseinführung von Papst Leo XIV. im Vatikan getragen hatte.

Die Königin bewies wie gewohnt Gespür für die Gastgeber-Region Katalonien. Ihre Accessoires wählte sie passend zum Ort des Geschehens: Sie trug filigrane Ohrringe der traditionsreichen katalanischen Marke Tous aus Weißgold, Diamanten und Süßwasserperlen sowie ihren charakteristischen Ring von Coreterno.

Emotionale Umarmung mit rührendem Hintergrund

Einer der bewegendsten Momente des Tages spielte sich abseits des Protokolls ab. Die 13-jährige Valentina aus der Nachbarschaft der Sagrada Família durfte den royalen Gästen und dem Papst die Struktur des neuen, 127.5 Meter hohen Turmkreuzes erklären. Das Besondere: Das Mädchen leidet am Leber-Syndrom und ist stark sehbehindert – sie nimmt lediglich Licht und Schatten wahr. Valentina erklärte das Bauwerk ganz über ihren Tastsinn.

König Felipe VI. und Königin Letizia nehmen ihre Plätze in der Sagrada Família ein. Anlass ist die feierliche Einweihung des Jesus-Christus-Turms durch Papst Leo XIV. am 10. Juni 2026.

König Felipe VI. und Königin Letizia nehmen ihre Plätze in der Sagrada Família ein. Anlass ist die feierliche Einweihung des Jesus-Christus-Turms durch Papst Leo XIV. am 10. Juni 2026.

Nach ihrer Präsentation wich die royale Distanz: Während sie König Felipe förmlich die Hand schüttelte, drückte sie Königin Letizia herzlich an sich – ein Moment großer Nahbarkeit der Königin, der in den spanischen Medien gefeiert wird.

Felipe und Letizia: Tuscheleien in der Kirchenbank

Trotz der feierlichen und ernsten Atmosphäre wirkten die spanischen Royals extrem nahbar und vertraut. Während sie in der ersten Reihe der Basilika auf den Einzug des Papstes warteten, wurden Felipe und Letizia immer wieder dabei gefilmt, wie sie sich sichtlich amüsiert Geheimnisse ins Ohr flüsterten. Diese intimen Momente der Vertrautheit stachen aus dem ansonsten streng durchgetakteten Staatsakt heraus.

Das spanische Königspaar Felipe VI. und Letizia wohnt der feierlichen Messe von Papst Leo XIV. in der Sagrada Família bei, die den Auftakt seiner einwöchigen Spanienreise bildet.

Das spanische Königspaar Felipe VI. und Letizia wohnt der feierlichen Messe von Papst Leo XIV. in der Sagrada Família bei, die den Auftakt seiner einwöchigen Spanienreise bildet.

Dass Letizia an diesem Tag eine Ausnahmerolle einnahm, zeigte sich schon bei ihrer Ankunft vor der Fassade der Sagrada Família. Als die Königin die wartende Menge begrüßte, entdeckte sie eine Reporterin der Fernsehsendung „Y ahora Sonsoles“.

Da die Moderatorin der Show, Sonsoles Ónega, eine enge persönliche Freundin von Letizia ist, ließ sich die Königin spontan zu einer Geste hinreißen: Sie winkte direkt in die Kamera und schickte einen Kuss an den Fernsehbildschirm – laut „Vanitatis“ ein absolut ungewöhnlicher und charmanter Bruch des königlichen Protokolls.

Am Ende war es zwar die Messe des Papstes, doch den bleibenden Eindruck hinterließ an diesem Tag die modisch makellose und ungewohnt emotionale Königin von Spanien.