Bei seinem Besuch in Spanien spricht Papst Leo XIV. über Kriege und plant ein Treffen mit Missbrauchsopfern.
Papst besucht SpanienLeo XIV. trifft Königspaar und fordert Ende der Gewalt

Papst Leo XIV. grüßt bei seiner Ankunft in Spanien.
Copyright: Manu Fernandez/AP/dpa
Papst Leo XIV. ist für eine mehrtägige Visite in Spanien angekommen. Auf seiner Agenda stehen neben einem Empfang durch das Königspaar auch brisante Themen.
König Felipe VI. und Königin Letizia haben Papst Leo XIV. zu Beginn seiner Reise durch Spanien in Madrid begrüßt. Die Visite, die unter dem Leitspruch „Erhebt den Blick“ steht, führt das Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken bis Freitag der nächsten Woche außer in die Hauptstadt auch nach Barcelona und auf die Kanarischen Inseln. Laut offiziellen Angaben sind allein in Madrid über 14.000 Polizeikräfte für den Schutz des Pontifex mobilisiert.
Dies ist die erste Reise des 70 Jahre alten US-Amerikaners in ein größeres europäisches Land jenseits von Italien, seit er im Mai des Vorjahres die Leitung der katholischen Kirche übernommen hat. Seine unnachgiebige Haltung gegenüber US-Präsident Donald Trump hat ihm in Spanien große Anerkennung verschafft. Leo XIV. beherrscht die spanische Sprache hervorragend, da er lange Zeit in Peru als Missionar und Bischof wirkte.
Papst würdigt Spanien und mahnt zum Frieden
Während eines Zusammentreffens mit Staatsvertretern in Madrid sprach der Pontifex Spanien seinen Dank aus für die „Treue zum Völkerrecht und zum Multilateralismus“. Er beklagte, dass „die Botschaft des Friedens in diesen Zeiten leider für manche naiv und für andere provokativ klingt“. Auf die Kritik von Leo am Iran-Krieg hatte US-Präsident Trump im Mai mit zornigen Attacken geantwortet. Schon während des Fluges nach Madrid verlangte der Papst überdies ein Ende des Krieges in der Ukraine, der von Russland initiiert wurde. Es sei nach viereinhalb Jahren notwendig, eine Lösung zu finden.
Voller Terminkalender zwischen Madrid und den Kanaren
Für den Abend ist eine Zeremonie mit jungen Menschen auf der Plaza de Lima in Madrid vorgesehen, bei der mit über einhunderttausend Teilnehmenden gerechnet wird. Zu den weiteren wichtigen Stationen der Visite zählen die Einweihung des Jesus-Turms der Basilika Sagrada Família in Barcelona am Mittwoch, dem 100. Todestag des Architekten Antoni Gaudí, und zwei Begegnungen mit afrikanischen Migranten auf den Kanarischen Inseln.
Der Vatikan gab mittlerweile ebenfalls bekannt, dass ein Treffen des Papstes mit Betroffenen von sexuellem Missbrauch in kirchlichen Institutionen stattfinden wird. Eine solche Begegnung war im Vorfeld von Opferverbänden verlangt worden. (dpa/red)
Die Missbrauchsskandale nannte Leo persönlich auf dem Flug nach Spanien weiterhin eine „offene Wunde“ der katholischen Kirche. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.