Abo

Polizei tappt im DunkelnKeine Hinweise nach Einbrüchen in Kirchen und Pfarrheime in Frechen

2 min
Das Bild zeigt die Kirche St. Ulrich in Frechen-Buschbell.

Die Kirche St. Ulrich in Buschbell.

Eine Überwachungskamera zeichnete nicht auf, die Polizei sucht weiterhin Zeugen.

Bei der Suche nach den Tätern, die in den vergangenen Wochen in Kirchen und Pfarrheime im Stadtgebiet von Frechen eingebrochen sind oder versucht haben, einzubrechen, tappt die Polizei noch im Dunkeln. Auch einige Vereine waren betroffen. Sie hatten Aufenthalts- oder Lagerräume in den Gebäuden. Bislang hat sich für die Ermittler noch keine heiße Spur ergeben, die Rückschlüsse auf die Täter zulassen. Trotz Aufrufe an die Bevölkerung, sei kein einziger Hinweis von Zeugen eingegangen, so heißt es jetzt auf Nachfrage.  

Seit Juni werden die Einbrüche und Einbruchsversuche festgestellt. Das Kontaktbüro in St. Ulrich in Frechen-Buschbell hatten sich die Täter als erstes Objekt ausgeguckt. Ihre Beute: Rund 400 Euro Bargeld, zudem verschwanden mehrere Stempel. Die Unbekannten hinterließen einen Ort der Verwüstung und nahmen – so die Polizei – einen „Metallkasten“ mit, indem allerdings nur Akten aufbewahrt wurden. Diesen hatten die Täter offenbar auf einem Feld zwischen Bergheim-Glessen und Pulheim geöffnet. Spaziergänger, so die Kirchengemeinde, hatten die verstreuten Papiere entdeckt.

Frechen: An Sicherheitsverglasung gescheitert

Am Pastoralbüro von St. Audomar scheiterten die Unbekannten an der Sicherheitsverglasung. Die Hoffnung, dass die Videoüberwachung Hinweise auf die Täter liefern könnte, zerschlug sich bei den Ermittlungen. Eine Polizeisprecherin teilte schriftlich mit: „Dabei handelt es sich um ein Kamerasystem, das in Verbindung mit einer Türklingel steht. Darüber wurden keine sachdienlichen Hinweise erlangt.“

Im Stadtteil Bachem hatten die Täter versucht, in drei Gebäude einzusteigen. An der Sakristei der Kirche Heilig-Geist an der Hubert-Prott-Straße hielt die Tür an der Rückseite den Gewaltversuchen stand. Die Hoffnung, Wertsachen im Küsterhaus an der Geldernstraße zwischen Kirche und Kindergarten zu finden, zerschlug sich, weil die Täter offenbar nicht wussten, dass das Haus gerade renoviert wird. 

Das Bild zeigt eine durchwühlten Raum.

Die Täter hinterließen einen Ort der Verwüstung, nachdem sie in das Haus Burggraben in Bachem eingebrochen waren.

Ins Haus Burggraben in Bachem, das auch von der Tanzgruppe der Rhein-Erft-Perlen, der Katholischen Frauengemeinschaft KdF sowie dem Shanty-Chor der Marinekameradschaft genutzt wird, gelang es den Tätern, einzusteigen. Dort richteten sie eine große Verwüstung an, rissen Tanzbekleidung aus den Schränken, Türen aus den Verankerungen und nahmen ein Handy mit, das später angeblich im Raum Dormagen geortet wurde. Nicht auszuschließen sei, dass die Täter aus dieser Richtung kommen, heißt es.

Die Polizei gibt die Hoffnung nicht auf, dass die Ermittler doch noch den ein oder anderen Hinweis aus der Bevölkerung erhalten könnten. Oftmals wird nach den Taten damit geprahlt oder sie werden anderweitig weitererzählt. Zudem fällt dem ein oder anderen im Nachhinein noch eine verdächtige Beobachtung ein. Die Polizei bittet um Hinweise per E-Mail oder unter 00271/810.