Ähnlich wie sein früherer Förderer beschäftigt sich auch US-Vizepräsident JD Vance mit der „Endzeit“ und dem Antichristen.
JD Vance spricht über Glauben„Wenn das zum Weltuntergang führt, na gut“

US-Vizepräsident JD Vance hat sich in einem Podcast zu seinem Glauben geäußert. (Archivbild)
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US-Vizepräsident JD Vance ist bekennender Christ – und hat sich nun in einem Podcast ausführlich zu seinem Glauben geäußert. „Ich wäre nicht überrascht, wenn der Antichrist unter uns wandeln würde“, sagte Vance etwa in dem Gespräch mit dem christlichen Podcaster Bryce Crawford.
Der Politiker, der 2019 zum katholischen Glauben konvertierte, äußerte sich auch zur Frage, ob die Welt bereits in der „Endzeit“ lebe – und sorgte mit seiner Einschätzung für Aufsehen in den sozialen Netzwerken.
„Ich wäre zwar nicht überrascht, wenn wir in der Endzeit leben würden, aber worauf ich mich konzentriere, ist, jetzt so viel wie möglich von Gottes Werk zu tun“, erklärte der US‑Vizepräsident. „Wenn das zum Weltuntergang führt, na gut“, fügte er hinzu, betonte jedoch auch: „Wenn das dazu führt, dass wir eine bessere Welt aufbauen, die auch nach meinem Tod noch lange Zeit gedeiht und überlebt, ist das auch großartig.“
JD Vance spricht über „Endzeit“ und „Antichrist“
Er versuche jedoch, sich nicht zu sehr mit dem Thema „Endzeit“ zu beschäftigen. „Ich muss ein guter Ehemann für meine Frau und ein guter Vater für meine Kinder sein“, sagte Vance. Zudem müsse er seine Aufgabe als politischer Führer der USA so gut wie möglich erfüllen. „Deshalb denke ich, dass – obwohl es mich fasziniert – zu viel Fokus darauf sehr schädlich sein kann“, hieß es außerdem über die mögliche „Endzeit“.
Vance wurde in dem Gespräch zudem die Frage gestellt, wie sicher er sei, nach seinem Tod in den Himmel zu kommen. Das sei eine „schwierige Frage“, erklärte Vance, fügte dann jedoch hinzu, auf einer Zehnerskala läge seine Chance bei „einer Sieben oder einer Acht“.
US-Vizepräsident verteidigt KI-Bild von Donald Trump
Auch US-Präsident Donald Trump und sein Umgang mit dem Christentum kamen in dem Podcast zur Sprache. Vance verteidigte Trump gegen Kritik an einem KI-generierten Bild, das Trump als Jesus Christus zeigte. Podcaster Crawford hatte sich zuvor kritisch zu dem Vorgehen des US-Präsidenten geäußert. Trump hatte zunächst behauptet, er habe das Bild für ein Bild von sich als Arzt gehalten, löschte den Beitrag dann aber schließlich nach breiter Kritik, auch aus den eigenen Reihen.
„Er wollte Gott nicht etwa verspotten oder imitieren, so ist er nicht“, verteidigte Vance den US-Präsidenten nun und fügte hinzu, dass Trump oft versuche, die Dinge locker zu halten und ständig Witze mache.
JD Vance und Peter Thiel: Fokus auf Endzeit-Szenarien
Der US-Präsident nehme „kein Blatt vor den Mund“, wer mit ihm arbeite, wisse, dass „er einfach nur Spaß haben will“, erklärte Vance zudem mit Blick auf die mitunter schrille Kommunikation des US‑Präsidenten. „Ich denke, wenn die Leute das zu schätzen wüssten, würden sie auch erkennen, dass er niemanden beleidigen will, sondern einfach nur versucht, die Stimmung aufzulockern.“
Das Gespräch fand vor dem Hintergrund von Vances religiöser Biografie und seines politischen Umfelds statt. Sein früherer Förderer, der Tech-Unternehmer Peter Thiel, hat sich ebenfalls wiederholt mit der Figur des „Antichristen“ und möglichen „Endzeit“-Szenarien beschäftigt.
Der Palantir-Gründer hielt Anfang dieses Jahres in Rom etwa eine vierteilige Vorlesungsreihe, in der er seine persönliche Philosophie über das bevorstehende Armageddon darlegte und erklärte, ähnlich wie Vance, er mache sich „Sorgen wegen des Antichristen“. Das Armageddon (auch Harmagedon) steht in der biblischen Endzeitprophezeiung für den letzten entscheidenden Kampf zwischen Gott und den Mächten des Bösen.

