Immer wieder kommt es in den vergangenen Wochen zu Einbrüchen in Kirchen und Pfarrheimen, auch weitere Städte im Kreis sind betroffen.
EinbruchsserieSo hoch ist der Schaden in Kirchengebäuden in Frechen

Die Täter hinterließen ein Chaos, rissen alles aus den Schränken raus und durchsuchten Taschen und Koffer.
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Sinnlose Zerstörungen, hoher Sachschaden und entwendete Wertgegenstände: Der Kontakt der katholischen Kirchengemeinde zur Polizei reißt in den vergangenen Wochen kaum ab. Immer wieder wird in Einrichtungen der Kirche in Frechen eingebrochen oder zumindest versucht, gewaltsam in die Gebäude einzudringen. Auch mehrere Vereine sind betroffen, zu deren dortigen Lagern oder Gruppenräumen sich die Unbekannten Zugang verschafft haben.
Frechen: Diebesgut lag verstreut auf Feldern in Pulheim und Bergheim
Begonnen hatte alles mit dem Einbruch in das Kontaktbüro in St. Ulrich in Buschbell Anfang Juni. Die Täter stahlen aus einer Kasse rund 400 Euro sowie mehrere Stempel. Neben der Verwüstung der Räume und der Schäden durch die aufgebrochenen Türen musste die Kirchengemeinde auch den Verlust eines Tresors feststellen.

Die Kirche St. Ulrich in Buschbell: Hier begann Anfang Juni die Einbruchsserie.
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Nach Auskunft der Kirchengemeinde wurden darin nur Akten und andere Papiere gelagert. Diese wurden teilweise wenig später gefunden: Spaziergänger und Streifen des dortigen Ordnungsamtes, so wurde der Redaktion von der Gemeinde mitgeteilt, entdeckten die Unterlagen verstreut auf Feldern in Pulheim und Bergheim-Glessen und meldeten die Funde der Polizei.
Kein Glück hatten Unbekannte, die in das Pastoralbüro von St. Audomar einsteigen wollten. Hier bewährten sich die Sicherheitsmaßnahmen wie Alarmanlage, Videoüberwachung und Sicherheitsverglasung, allerdings entstand an dem Fenster mit der Spezialverglasung ein Schaden in vierstelliger Höhe.
Drei Einrichtungen in Bachem waren Ziel der Einbrecher
Ende Juni war dann Bachem das Ziel der Einbrecher, wo sie gleich drei Einrichtungen aufsuchten. Der Versuch, in die Sakristei von Heilig Geist reinzukommen, scheiterte an der stabilen Tür. Im Küsterhaus an der Geldernstraße, wo derzeit renoviert wird, war nichts zu holen.
Anders sah es im Haus Burggraben aus. In dem Objekt, das schon vor zehn Monaten einmal von Unbekannten aufgesucht worden war, verschafften sich die Täter gewaltsam Zugang und durchsuchten alle Räume. Sämtliche Innentüren (darunter auch Stahltüren) wurden aufgebrochen und Schränke durchwühlt.

Mit brachialer Gewalt wurden die Türen zu den einzelnen Räumen im Haus Burggraben aufgebrochen.
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Leidtragende dieses Einbruches waren auch mehrere Vereine, die im Haus Burggraben Räume angemietet haben. Dazu gehört auch der Shanty-Chor der Marinekameradschaft Frechen. In dessen Raum wurde viel verwüstet und der Stahlschrank aufgebrochen. Entwendet wurde wohl nichts. „Aber wir werden uns einen neuen Schrank besorgen müssen, der ist nicht mehr zu reparieren“, hieß es vom Vorstand auf Nachfrage.
Auch die Tanzgruppe der Rhein-Erft-Perlen hat ihr Domizil im Haus Burggraben. Im Erdgeschoss wurden der Raum mit der Tanzbekleidung der jungen Tänzerinnen und Tänzer verwüstet und auch hier Schranktüren aus der Verankerung gerissen, berichtet Nicole Schneider, Vorstandsmitglied der Tanzgruppe. Die Täter machten auch nicht vor den Räumen im Keller halt, wo Vorräte für Veranstaltungen und Utensilien aufbewahrt wurden und zerstörten dort alle Schränke.
Gestohlenes Handy wurde wohl in Dormagen geortet
Wie es heißt, werden wohl alle Stahlschränke ersetzt werden müssen, da sie nicht mehr reparabel sind. Auch die Räume der Katholischen Frauengemeinschaft KdF seien betroffen, so Elke Sodt-Busch, Vorsitzende der Rhein-Erft-Perlen. Dem Vernehmen nach sei dort ein Handy gestohlen worden, das später im Raum Dormagen geortet wurde.
Über die Höhe des Gesamtschadens kann noch nichts gesagt werden. In allen Fällen wurden die Polizei und auch die Spurensicherung eingeschaltet.
Bereits Ende August 2025 wurde in Frechen-Habbelrath in verschiedene Gebäude der katholischen Pfarrgemeinde St. Antonius eingebrochen und dabei erheblicher Sachschaden verursacht. Auch kirchliche Räume in Königsdorf und Buschbell wurden damals aufgebrochen.
Bergheim: Polizei konnte einen Tatverdächtigen festnehmen
Auch in anderen Orten waren kirchliche Einrichtungen das Ziel von Einbrechern: Mitte Januar dieses Jahres war es im Pfarrheim in Elsdorf an der Alefstraße zu einem Einbruch gekommen. Unbekannte durchwühlten dabei Schränke und Schubladen. Auch in Pfarrheimen in Frechen-Königsdorf und Kerpen-Brüggen hatten in dieser Zeit Unbekannte versucht, mit Hebelwerkzeugen hineinzukommen. Ende Januar stiegen Täter ins Pfarrheim in Pulheim-Sinnersdorf an der Kölner Straße ein, sie brachen einen Safe auf und erbeuteten Bargeld.
Im April konnte die Polizei einen Tatverdächtigen festnehmen, der mit einem Komplizen in die Kirche an der Paulusstraße in Bergheim-Niederaußem eingebrochen war. Ein Zeuge hatte die Männer nachts beobachtet und die Beamten alarmiert.
Wer von den Taten etwas mitbekommen oder gesehen hat, wird gebeten, sich mit der Polizei unter 02272/810 oder per E-Mail zu melden und seine Beobachtungen mitzuteilen. Poststelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw.de
