Zur Feier seines goldenen Priesterjubiläums war Prälat Helmut Moll in seine Heimatstadt Euskirchen zurückgekehrt.
Mit vielen GästenHelmut Moll feierte in Euskirchen goldenes Priesterjubiläum

Geboren und aufgewachsen in Euskirchen, verlagerte Helmut Moll (Mitte) auch die Feier seines Priesterjubiläums in die Kreisstadt.
Copyright: Cedric Arndt
Seit seinem Studium der Katholischen Theologie war Prälat Prof. Dr. Helmut Moll von Bonn bis Rom an vielen Orten aktiv. Eine besonders prägende Station seines Lebens hat der heute 82-Jährige dabei dennoch stets im Herzen getragen. „Ich bin ein echter Euskirchener. Ich bin hier geboren und aufgewachsen, bin hier zur Schule gegangen und habe hier an St. Martin auch meine Primiz zelebriert.“
Darüber hinaus, so Moll weiter, sei er im Laufe der Jahre regelmäßig für Vorträge und Gottesdienste in seine alte Heimat zurückgekehrt und habe auch Kapitel seines Verzeichnisses „Deutsches Martyrologium des 20. Jahrhunderts“ einigen Euskirchenern gewidmet. Darunter auch Willi Graf, in Kuchenheim geborener Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime und Mitglied der Weißen Rose.
Aus diesen Gründen sei es nur logische Konsequenz gewesen, auch sein goldenes Priesterjubiläum in die Kreisstadt zu verlegen. „Hier fühle ich mich immer noch wohl, und ich bin sehr froh darüber, dass so viele Menschen teilweise lange Anfahrten in Kauf genommen haben, um diesen Tag gemeinsam mit mir zu feiern“, so der Geistliche.
Sogar einige alte Schulfreunde aus Euskirchen kamen zu Molls Feier
Tatsächlich waren einige Wegbegleiter, die Helmut Moll auf seinem Werdegang in den letzten Jahrzehnten unterstützt haben, aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands in die Herz-Jesu-Kirche gekommen. Andere Jubiläumsgäste hingegen, die ihrer Heimat bis heute treu geblieben waren, konnten ihrem Freund nahe der eigenen Haustür zu seinem Festtag gratulieren.

Im Anschluss an die Messe nahm Helmut Moll Glückwünsche von Gästen und auch einigen alten Schulfreunden entgegen.
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„Es ist sehr schön, so viele bekannte Gesichter wiederzusehen, denen ich schon sehr lange nicht mehr begegnet bin“, freute sich der Jubilar. „Mit einigen von ihnen bin ich sogar damals zusammen zur Schule gegangen.“ Und selbst am Altar, bei der Gestaltung des Gottesdienstes, konnte sich Helmut Moll der Unterstützung vertrauter Personen sicher sein.
Kardinal Joseph Höffner nahm 1976 die Priesterweihe im Kölner Dom vor
Mit dem Pfarrer und langjährigem Krankenhausseelsorger Peter Werner, der nur einen Tag später sein eigenes goldenes Priesterjubiläum feierte, war Helmut Moll 1976 gemeinsam mit 14 weiteren Diakonen von Kardinal Joseph Höffner im Kölner Dom zum Priester geweiht worden, und nun standen sie auch 50 Jahre später Seite an Seite.
In all dieser Zeit hätten sich Helmut Moll und die übrigen Diakone nach ihrer Ordination auf eines immer verlassen dürfen, betonte der Ehrendomherr Monsignore Anno Burghof, der am Samstag die Festpredigt hielt: „Wir sind nicht allein, der Herr ist immer bei uns.“ Ein Versprechen, das den Jubilar auch durch schwere Zeiten des Lebens tragen solle und dank dessen man die Unterstützung der zahlreichen Wegbegleiter noch mehr zu schätzen wisse.
„Ich bin sehr dankbar, heute das Dankgebet hier in Euskirchen nach 50 Jahren Dienst an der katholischen Kirche halten zu dürfen“, stimmte Helmut Moll zu. „Dieser Tag ist für mich einer der größten Höhepunkte, und ich bin glücklich darüber, ihn hier in meiner alten Heimat mit der Familie und Freunden feiern zu können.“
