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Royale ZurückhaltungDie neue Königin Mette-Marit und die vorsichtige Strategie des Palastes

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Haakon und Mette-Marit verlassen am Tag ihrer Silberhochzeit das Rikshospitalet, wo König Harald V. bis zu seinem Tode behandelt wurde.

Haakon und Mette-Marit verlassen am Tag ihrer Silberhochzeit das Rikshospitalet, wo König Harald V. bis zu seinem Tode behandelt wurde.

Während der Palast bei König Haakon in die Offensive geht, bleibt Königin Mette-Marit auffällig zurückhaltend.

Mit dem Thronwechsel in Norwegen ist Mette-Marit (53) offiziell Königin an der Seite von König Haakon (53). Doch während ihr Ehemann sofort an vorderster Front agiert, meidet der Hof die öffentliche Inszenierung der neuen Monarchin auffällig. Bei den jüngsten Auftritten im Rahmen des Thronwechsels stand sie kaum im Rampenlicht – eine Taktik, die sich deutlich von anderen europäischen Königshäusern unterscheidet.

Leere Kalender und altes Porträt: Mette-Marit bleibt zurückhaltend

Anders als beim Thronwechsel in Dänemark Anfang 2024, bei dem Königin Mary sofort mit gemeinsamen Paarporträts und Medienpräsenz eingeführt wurde, schlägt der norwegische Hof einen anderen Weg ein. Auf dem offiziellen Instagram-Kanal des Königshauses taucht Mette-Marit nach dem Thronwechsel nicht auf; der Feed zeigt ausschließlich König Haakon.

Auf der Website der Royals ist ihr Porträt zwar mit dem Titel „Königin Mette-Marit“ versehen, das Bild ist jedoch bereits drei Jahre alt und stammt aus dem Jahr 2021. Im offiziellen Terminkalender des Palastes gibt es für sie derzeit keinerlei Termine.

Gesundheitliche Schonung und Belastung durch Skandale

Hinter der Zurückhaltung stehen laut norwegischen Medien zwei gewichtige Gründe. Zum einen erholt sich die Königin noch von einer Lungentransplantation, der sie sich im Juni 2026 unterziehen musste.

Zum anderen hatten Kontroversen in der jüngeren Vergangenheit das Ansehen der Monarchin in der Bevölkerung spürbar belastet: Berichte über Kontakte zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sowie die juristischen Auseinandersetzungen um ihren ältesten Sohn Marius Borg Høiby (29) sorgten für Unmut. Ein starker Fokus auf Mette-Marit birgt daher zusätzliches Konfliktpotenzial für den Hof.

Erster Auftritt als Königin: Hand in Hand beim Trauerzug für König Harald

Ihren ersten Schritt in die neue Rolle absolvierte Mette-Marit im Rahmen der Trauerfeierlichkeiten für ihren Schwiegervater König Harald V., der im Alter von 89 Jahren nach 35 Jahren Regentschaft verstarb. Am Abend des 28. August begleitete sie den Trauerzug, bei dem der Sarg vom Rikshospitalet zum Königlichen Palast überführt wurde.

Norwegens neue Königin Mette-Marit (r.) und Norwegens Prinz Sverre Magnus (M.) sitzen in einem Auto hinter dem Leichenwagen mit dem verstorbenen König Harald V. von Norwegen, während dieser am 28. August 2026 durch Oslo in Richtung des Königlichen Schlosses fährt.

Norwegens neue Königin Mette-Marit (r.) und Norwegens Prinz Sverre Magnus (M.) sitzen in einem Auto hinter dem Leichenwagen mit dem verstorbenen König Harald V. von Norwegen, während dieser am 28. August 2026 durch Oslo in Richtung des Königlichen Schlosses fährt.

Bilder, die der norwegischen Zeitung „VG“ vorliegen, zeigen die 53-Jährige in einer schwarzen Jacke mit Peter-Pan-Kragen, wie sie suchend nach der Hand von König Haakon greift.

Rund 10.000 Menschen versammelten sich bei der Prozession im Regen von Oslo, an der neben Haakon und Mette-Marit auch die neue Thronfolgerin Ingrid Alexandra (22) sowie die 89-jährige Altkönigin Sonja teilnahmen.

Abseits des offiziellen Protokolls hielten sich weitere Familienmitglieder auf dem Anwesen Bygdøy Kongsgård auf, darunter Prinzessin Märtha Louises Töchter sowie Marius Borg Høiby. Wie das Magazin „Se og Hør“ berichtete, fuhren auch sie später zum Palast. Gegen 20.30 Uhr verließ Königin Mette-Marit den Palast schließlich wieder an der Seite ihres Sohnes Marius, der ihr an diesem Tag als wichtige private Stütze diente. Seitdem wurde die neue Königin nicht mehr gesichtet.