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„Total krank“Mutter empört sich in TV-Doku über Millionen-Einkommen ihres Influencer-Sohnes

Mit Anfang 20 haben Jeremy Okoth und Hannes Kessel ein Millionenbusiness aufgebaut. Ihre App „Splash“ zählt Millionen Nutzer, ihre Wohnung in Köln kostet Tausende Euro Miete. Doch Hannes' Mutter sieht in dem Ganzen „eine Ungerechtigkeit“.

Jeremy Okoth (rechts) und Hannes Kessel haben sich ein Millionenbusiness aufgebaut. (Bild: RTL+)

Jeremy Okoth (rechts) und Hannes Kessel haben sich ein Millionenbusiness aufgebaut. (Bild: RTL+)

Für sie gehört es längst zum Alltag: Auf der Straße werden sie um Selfies gebeten. Hannes Kessel und Jeremy Okoth sind Anfang 20 und haben mit Social Media ein Millionenbusiness aufgebaut. In der „stern TV“-Reportage „Der Traum vom schnellen Geld“ geben die beiden Influencer Einblicke in ihren ungewöhnlichen Aufstieg. Sie haben eine eigene App entwickelt, verdienen Millionen und leben in einer Luxus-WG in Köln.

Ihr gemeinsames Baby, wie sie es selbst nennen, ist die Party-App „Splash“. Sie bündelt verschiedene Gesellschafts-, Gruppen- und Social-Media-Spiele in einer Anwendung. Das Prinzip: Freunde können direkt losspielen, ohne erst lange nach Regeln oder Zetteln suchen zu müssen. Der Erfolg ist enorm. Nach eigenen Angaben zählt die App inzwischen rund 20 Millionen Nutzer. Die beiden Gründer haben damit bereits sieben Millionen Euro Umsatz erzielt. Der Wert des Unternehmens wird auf 25 Millionen Euro geschätzt.

Dabei fing alles vergleichsweise unspektakulär an. Nach dem Abitur waren Hannes und Jeremy zunächst auf Reisen. Doch Jeremy hatte schon früh einen klaren Plan: Er wollte „50 Jahre Arbeitszeit auf zehn Jahre“ reduzieren. Um diesem Ziel näherzukommen, habe er sich „zwei Wochen in der Bibliothek eingeschlossen“. Später stieß Hannes dazu. Anschließend hätten die beiden zwei Jahre lang in einem leeren Zimmer, das nur mit einer Matratze ausgestattet war überlegt, wie man ein eigenes Unternehmen aufbauen könne. Hannes beschreibt Jeremy als den Ehrgeizigeren von beiden. Jeremy wiederum gibt offen zu, einen „Hunger“ darauf zu verspüren, erfolgreich zu sein.

„Es ist halt eine Ungerechtigkeit auf der Welt“

Heute wohnen die beiden in einer der exklusivsten Gegenden Kölns: im Rheinauhafen. Für ihre Vierzimmerwohnung zahlen sie monatlich 6.000 Euro Miete. Doch Hannes und Jeremy leben dort nicht allein. Auch die Influencerinnen Romina und Livia sind Teil der Wohngemeinschaft. Als Duo sind die beiden Frauen in den sozialen Medien unter dem Namen „Liros.life“ bekannt. Auf TikTok haben sie bereits mehr als 160 Millionen Likes gesammelt.

Aus vier erfolgreichen Content-Creatorn wurde damit ein gemeinsames Projekt: Unter dem Namen „Splash WG“ veröffentlichen die beiden Duos täglich Videos aus ihrem Zusammenleben. Der Alltag in der Luxuswohnung wird so selbst zum Geschäftsmodell und liefert jede Menge Stoff für neue Clips.

Wie rasant sich das Leben ihres Sohnes verändert hat, erlebt auch Hannes' Familie hautnah. In der Reportage besuchen seine Eltern die beiden Gründer in ihrer WG. Vor allem das Geld, das Hannes mit seinem Job verdient, kann seine Mutter kaum fassen. Sie arbeitet selbst als Lerntherapeutin im sozialen Bereich. Dass die Einkommen der beiden so weit auseinanderliegen, beschäftigt sie. Das findet sie „total krank“. Das Gehalt ihres Sohnes und ihr eigenes stünden in keinem Verhältnis. Das finde sie „nicht gut“. „Aber wenn er jetzt davon profitiert, gönne ich es ihm natürlich. Es ist halt eine Ungerechtigkeit auf der Welt“, erklärt die Mutter.

Trotz des vielen Geldes ist sie froh, dass Hannes sich offenbar nicht verändert hat. Ganz unbesorgt ist sie allerdings nicht. Wenn ihr Sohn erzählt, dass er in einem Restaurant zwei Wasser bestellt hat, bekommt sie offenbar schon Angst, dass ihm der Erfolg zu Kopf steigen könnte. Hannes nimmt die Sorge seiner Mutter mit Humor.

Die „stern tv“-Reportage „Der Traum vom schnellen Geld“ ist auf RTL+ zu sehen. (tsch)

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