Kölner Stadt-Anzeiger · Community

Kommentare · 0

Abo

„Wer wird Millionär?“-Kandidaten verweigern kollektiv die Auswahlfrage„So billig sind wir nicht zu haben“

3 min
Günther Jauch wundert sich: Keiner will die Auswahlfrage beantworten. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Günther Jauch wundert sich: Keiner will die Auswahlfrage beantworten. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Mit ihrem bisher erspielten Gewinn von 32.000 Euro ist Rentnerin Heidi Aster eigentlich zufrieden - doch dann wagt sich die schlagfertige Rheinländerin doch erneut auf den Ratestuhl von „Wer wird Millionär?“. Zum Glück - denn ihre Mitstreiter hatten alle abgewunken.

Kandidatin Heidi Aster prostet dem Publikum zu. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Kandidatin Heidi Aster prostet dem Publikum zu. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Überraschung im großen Finale der „3-Millionen-Euro-Woche“ bei Günther Jauch: Als der „Wer wird Millionär?“-Moderator drei 32.000-Euro-Gewinnern die Chance gibt, noch einmal anzutreten, will keiner bei der Auswahlfrage antworten. „So billig sind wir nicht zu haben“, sagt Kandidatin Astrid Baus. Die ehemalige Finanzamtsmitarbeiterin will ihre Gewinn lieber nicht gegen eine Garantiesumme von 7.000 Euro aufs Spiel setzen.

Als Günther Jauch noch eine zweite Auswahlfrage stellt, ringt sich Rentnerin Heidi Aster doch noch zum Mitmachen durch - allerdings nicht des Geldes wegen, wie sie trocken kommentiert: „Ich wollte nur wegen dem schönen weichen Stuhl wieder her. Jetzt isses halt so, Schicksal!“ Aster hatte sich schon zuvor über die offenbar ungemütlichen Stühle beschwert, auf denen die Kandidaten warten müssen.

Der Moderator gibt einigen Kandidaten die Chance, erneut gegen ihn anzutreten. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Der Moderator gibt einigen Kandidaten die Chance, erneut gegen ihn anzutreten. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Wie schon in der Vorrunde wünscht sich die gebürtige Bergheimerin lieber ein Kölsch statt eines Wassers. Nach 35 Jahren in Italien ist sie seit acht Jahren wieder in ihrer Heimat - und sichtlich froh darüber: „Ich habe Heimweh nach dem Kölner Karneval bekommen, deshalb bin ich wieder hier.“ Die Rentnerin erklärt weiter, sie sei auch „stolz“, dass sie ihren typisch rheinländischen Dialekt nach all der Zeit nicht verloren habe.

Günther Jauch entsetzt: „Was soll ich gesagt haben?“

Rentnerin Heidi Aster begeistert mit ihrem trockenen Humor. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Rentnerin Heidi Aster begeistert mit ihrem trockenen Humor. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Doch schon bei der 2000-Euro-Frage muss Heidi Aster ihren ersten Joker ziehen: „Wer was zwischen 2002 und 2004 ausgestellt bekommen hat, muss bis 19.01.2027 einen Umtausch vornehmen?“ Die Antworten: Führerschein (richtig), Gewerbeschein, Trauschein oder Erbschein.

„Soll ich zocken, Herr Jauch?“, fragt die Kandidatin bei der 20.000-Euro-Frage. Sie ist sich ziemlich sicher, dass die gesuchten Bliesen Gestaltungselemente an Hemden und Blusen sind. „Auf wie viel falle ich zurück?“, will sie wissen. Günther Jauch: „Auf 8.000 Euro fallen sie zurück, wenn es hier schiefgeht.“ Aster trocken: „Davon kann man auch schön Abendessen gehen.“

Die Bergheimerin versteht sich prächtig mit Günther Jauch. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Die Bergheimerin versteht sich prächtig mit Günther Jauch. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Auch bei der nächsten Frage hat die Rentnerin den richtigen Riecher, sichert sich aber mit einem Anruf bei Telefonjoker Eckhard Freise ab. Der Geschichtsprofessor war der erste Millionär in der Geschichte der deutschen Ausgabe von „Wer wird Millionär?“, gewann im Jahr 2000 eine Million D-Mark. Freise bestätigt, dass „Nivea“ wortwörtlich „schneeweiß“ bedeutet.

Dann lenkt Günther Jauch das Gespräch darauf, dass Single-Frau Heidi Aster ja nun eine „sehr gute Partie“ sei, man aber nie wissen könne, wie ehrlich es die Männer meinen. Die Kandidatin kontert: „Sie haben gestern ja selber zu mir gesagt, sie lieben Frauen mit Geld.“ Großes Gelächter im Publikum. Günther Jauch reagiert sofort: „Was? Nein, bitte!“ Aster: „Das haben sie mir auf irgendetwas geantwortet, ja.“ Jauch: „'Ich liebe Frauen mit Geld', soll ich gesagt haben? Also, ich rufe jetzt alle als Zeugen auf, die gestern mit dabei waren! Ich rede ja viel, aber ...“ Eine weitere Kandidatin, die von Aster als Zeugin benannt wird (“Sie hat es auch gehört!“), verneint dies jedoch.

Diese Frage kann während der Sendung nicht mehr geklärt werden, aber am Ende kann sich die Rentnerin über eine stolze Gewinnsumme von 57.000 Euro freuen - 25.000 Euro mehr als zuvor. Da hat sich das erneute Mitmachen doch auf jeden Fall bezahlt gemacht. (tsch)