Mit starkem Wind, Regen und Überschwemmungen trifft ein Sturm auf den Nordosten der USA. New Yorks Gouverneurin mahnt zur Vorsicht. Zehntausende sind ohne Strom. Mindestens ein Mensch starb.
„Extrem gefährlichen Bedingungen“Sturm an US-Ostküste: Zehntausende ohne Strom

Ein Sturm an der US-Ostküste überflutet Straßen in Küstenorten.
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Überschwemmte Straßen, Stromausfälle, abgesagte Flüge: Ein heftiger Sturm zieht mit starken Winden und Regen über den Nordosten der USA.
Zehntausende Menschen waren am Samstag (26. September, Ortszeit) in mehreren US-Bundesstaaten ohne Strom. Allein in New York waren laut der Webseite poweroutage.com 35.000 Haushalte von Stromausfällen betroffen. Ein 56-jähriger Mann wurde im New Yorker Stadtteil Brooklyn von einem umstürzenden Baum getroffen und getötet.
New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul hatte vor Eintreffen des Sturms für einige Bezirke vorsorglich den Notstand ausgerufen. Sie warnte am Samstag (Ortszeit) vor „extrem gefährlichen Bedingungen“ entlang der Küste wegen hoher Wellen und Überschwemmungen. In New York seien Winde mit Böen von über 80 Kilometern pro Stunde gemessen worden, sagte Hochul.
New Yorks Bürgermeister Mamdani warnt: „Reisen Sie nicht, wenn Sie nicht müssen“
Auf Long Island könnten in den kommenden Tagen bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, an einigen Küstenabschnitten seien bis zu sechs Meter hohe Wellen möglich. „Wer an diesem Wochenende ins Meer geht oder sich ihm auch nur nähert, spielt wortwörtlich mit seinem Leben“, sagte Hochul.
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani warnte vor heftigen Windböen und möglicherweise herabgerissenen Stromleitungen. „Reisen Sie nicht, wenn Sie nicht müssen“, sagte er in einem Aufruf an die Bewohner der Stadt.
Am Sitz der Vereinten Nationen in New York, wo derzeit Staats- und Regierungschefs aus aller Welt zur UN-Generaldebatte versammelt sind, wurden Fernseh- und Radiosender wegen des starken Windes aufgefordert, ihre technische Ausrüstung im Freien in Sicherheit zu bringen.
Im Flugverkehr wurden zahlreiche Ausfälle und Verspätungen gemeldet. Allein am Flughafen von Boston im US-Bundesstaat Massachusetts wurden nach Daten des Flugportals „Flightaware“ am Samstagvormittag mehr als 250 Flüge gestrichen. Mehrere große Fluggesellschaften ermöglichten Passagieren wegen des Unwetters gebührenfreie Umbuchungen.

Der Sturm bringt hohe Wellen, Wind und Regen mit sich.
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Sogenannte Nor'easter treten vor allem zwischen Herbst und Frühlingsbeginn auf. Sie sind nach den für sie typischen nordöstlichen (auf Englisch North-Eastern) Winden benannt und gehen fast immer mit starkem Regen oder Schnee sowie heftigen Windböen einher
Abgesagte Konzerte von Ed Sheeran
Angesichts des Sturms hatten Veranstalter mehrere für das Wochenende geplante Konzerte mit Weltstars abgesagt. Unter anderem wurde das Global Citizen Festival, das seit 2012 jedes Jahr im Central Park in New York stattfindet, zum ersten Mal in seiner Geschichte abgesagt, wie die Veranstalter mitteilten. Zwei geplante Konzerte von Popstar Ed Sheeran nahe Boston wurden ebenfalls wegen des Wetters gestrichen. (dpa/AFP)