Nach der jüngsten Ausstrahlung der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ am Mittwochabend gibt es neue Ermittlungsansätze im Fall der seit März 1988 vermissten Dagmar Knops. Das gab das ZDF auf seiner Website bekannt.
Die damals 22-jährige Kölner Studentin war nach einem Gaststättenbesuch in Kempen am Niederrhein spurlos verschwunden. Die Kriminalpolizei geht fest davon aus, dass die junge Frau Opfer eines Gewaltverbrechens wurde.
Neben der Bedeutung zweier anonymer Briefe, welche die Behörden seinerzeit erreichten, rückten die Ermittler nun mögliche Paralleltaten in den Fokus.
Dagmar Knops vermisst: Hinweise auf Übergriffe im Raum Kempen
Unmittelbar nach der Sendung, deren Telefone nach Angaben der Redaktion „kaum stillstanden“, gingen konkrete Zeugenaussagen bei den Kriminalbeamten ein. Unter den Rückmeldungen befand sich laut ZDF der Hinweis auf eine Straftat, die sich damals im selben räumlichen Umfeld ereignet haben könnte.
Wie die Ermittler in der Sendung erklärten, suchen sie nun gezielt nach weiteren Betroffenen: „Die Ermittler möchten alle Frauen ermutigen, sich zu melden, wenn sie Ende der 1980er-Jahre in Kempen von einem unbekannten Mann belästigt oder bedrängt wurden.“
„Aktenzeichen XY“: Zuschauerbeteiligung auch bei weiteren Fällen
Die Ermittlungsbehörden prüfen derzeit, ob diese gemeldeten Vorfälle in direkter Verbindung zu der Tat am Niederrhein stehen. Die Fahndung bildete den Auftakt einer Sendung, in der die Polizei auch in anderen ungeklärten Kriminalfällen wichtige Zeugenhinweise verzeichnete.
Im Fall eines brutalen Handtaschenraubs an einer 88-Jährigen in Dortmund aus dem Jahr 2025 meldete sich ein Zeuge mit einem Foto, das nun mit der Täterbeschreibung abgeglichen wird.
Zu einem schockierenden Fund nahe Glücksburg an der Ostsee gingen derweil konkrete Angaben zum Matratzenbezug und zu den Müllbeuteln ein, in denen ein menschlicher Torso verpackt worden war.
Zudem hoffen die Behörden weiterhin auf neue Erkenntnisse zum Schicksal des seit 1985 aus Ludwigshafen vermissten sechsjährigen Sven Hollstein. Nach der Sendung gingen bei der Kriminalpolizei Ludwigshafen lediglich drei Zuschauerhinweise ein, unter denen sich bislang keine heiße Spur befindet.
Ein Anrufer äußerte den Verdacht, der Junge könnte aufgrund damaliger Bautätigkeiten im Wohnumfeld einbetoniert worden sein, was von den Ermittlern nun geprüft wird. (jag)


