Ukraine-BesuchRobert Habeck nach Warnung vor russischem Angriff in Schutzbunker gebracht

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Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) steht am Freitag (19. April) nach einem Luftalarm in Kiew in einem Schutzbunker. In den frühen Morgenstunden war vor schweren russischen Luftangriffen in der Ukraine gewarnt worden.

Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) steht am frühen Freitagmorgen in einem Luftschutzbunker in Kiew. Der Bundeswirtschaftsminister war zum zweiten Mal während seines Besuchs von einem Luftalarm überrascht worden.

Robert Habeck wird in den Morgenstunden aus dem Schlaf gerissen. Der Vizekanzler wird vor einem möglichen russischen Angriff auf Kiew gewarnt.

Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) hat am Freitag (18. April) aufgrund eines Luftalarms in der ukrainischen Hauptstadt Kiew Schutz in einem Luftschutzkeller gesucht. Habeck wurde in den frühen Morgenstunden aus seinem Hotel in den Bunker gebracht, nachdem es eine Warnung vor einem schweren russischen Luftangriff gegeben hatte.

Der Grünen-Politiker musste mit seinen Begleiterinnen und Begleitern um 4.40 Uhr Ortszeit (3.40 Uhr deutscher Zeit) das Hotel verlassen und wurde in eine nahegelegene Tiefgarage gebracht. Es war bereits der zweite Luftalarm binnen weniger Stunden, schon kurz nach seiner Ankunft musste Habeck Schutz in einem Keller suchen.

Robert Habeck: Vizekanzler von Luftalarm in der Ukraine überrascht

Robert Habeck und seine Delegation konnten den Schutzkeller nach etwa anderthalb Stunden wieder verlassen, am frühen Morgen wurde in Kiew Entwarnung gegeben. In der gesamten Ukraine war in der Nacht zu Freitag vor russischen Luftangriffen gewarnt worden. Der Grünen-Politiker will seine Reise am Freitag wie geplant fortsetzen.

Alles zum Thema Wolodymyr Selenskyj

Der Grünen-Politiker hatte sich am Donnerstag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen und über weitere Hilfen für die Ukraine beraten. Selenskyj bedankte sich am Abend in seiner täglichen Videoansprache für die Unterstützung Deutschlands und erwähnte die Gespräche mit Habeck.

Warnung vor russischem Luftangriff: Robert Habeck in der Nacht in Schutzbunker gebracht

Erst vor wenigen Wochen hatte es einen brisanten Zwischenfall während des Besuchs des griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis in der Hafenstadt Odessa gegeben. Während eines geplanten Termins mit seinem Amtskollegen Selenskyj schlugen nur wenige Hundert Meter entfernt Bomben ein.

Die Europäische Union und die Nato verurteilten den Angriff Russlands während des Besuchs. Wäre Mitsotakis getroffen worden, hätte das schwere Konsequenzen haben können, da es sich bei ihm um einen Staatschef eines Nato-Staates handelt. Mitsotakis und seine Delegation hatten es nicht geschafft, rechtzeitig einen Schutzraum aufzusuchen.

Robert Habeck besucht Ukraine – Raketenalarm und Explosionen gemeldet

Robert Habeck setzt seine Reise am Freitag aus Kiew in Richtung Moldau fort, wo er sich mit Ministerpräsident Dorin Recean trifft. Auch Moldau sieht sich seit Monaten russischen Drohgebärden ausgesetzt, russischen Propagandisten im Landesteil Transnistrien werden vom Kreml unterstützt.

Während es in Kiew zu keinen Explosionen kam, wurden unter anderem Angriffe auf die Industrieregion Dnipropetrowsk in der Zentralukraine und auf die Grenzregion nahe der russischen Stadt Belgorod gemeldet. Auch auf russischem Staatsgebiet gab es am frühen Freitagmorgen einen Raketenalarm. (shh, mit dpa)

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